Das Leben ist zu kurz für irgendwann!

Wieso ich alleine auf Weltreise gehe…

Je näher die Reise rückt und je mehr Menschen in meinem Umfeld davon erfahren, desto öfter wird mir die Frage gestellt wieso ich alleine verreisen möchte. Wieso alleine? Wieso so weit weg? Wieso so lange? Und wieso jetzt?

Wenn ich Bekannten und Freunden von meinen Plänen erzähle, sind die Reaktionen wirklich sehr verschieden. Personen, die selber die Erfahrung gemacht haben, es selber vorhaben oder es sich wünschen, sind super begeistert. Die meisten anderen aber, die sich es selber nicht vorstellen können oder auch nicht zutrauen, sind skeptisch und überrascht.Ein Mädchen ganz alleine auf Reisen. Bist du verrückt? Das ist doch viel zu gefährlich!“

Klar, ich kann beide Seiten verstehen.
Die einen denken an die tollen Erlebnisse, die Erfahrungen, das Abenteuer, an die einmalige und unvergessliche Zeit.
Die Anderen aber sehen die Gefahren, die Ängste, das Alleinsein, die lange Zeit und die Distanz von zu Hause. Um ehrlich zu sein machen mir diese Menschen keinen großen Mut. Machen sie sich nur Sorgen? Gönnen sie es einem nicht? Oder trauen sie es mir nicht zu? Klar, wenn ich bis zu 18000 Kilometer von zu Hause entfernt bin, bin ich auf mich alleine gestellt. Da kann keiner neben mir stehen und Händchen halten, mich beschützen.
Es ist schwierig…
Aber davon sollte man sich nicht entmutigen lassen!

Wieso habe ich mich aber nun dazu entschlossen alleine auf Weltreise zu gehen?
Wieso nicht mit einer Freundin oder einem Freund?

Meiner Meinung nach hat das alleine Reisen und das Reisen zu Zweit beides seine Vor- und Nachteile.

Zusammen mit einer Freundin oder einem Freund zu verreisen, kann vieles erleichtern. Man hat immer jemanden, der einen kennt, mit dem man über Alles reden kann, der einem hilft und mit dem man sich einfach sicherer fühlt. Wenn der eine nicht weiß wie es weiter geht, hat der Andere vielleicht eine Idee.
Das tollste am Reisen zu Zweit ist meiner Meinung nach, die schönen Erlebnisse und Momente miteinander zu teilen. Daran kann die Freundschaft extrem wachsen.

Auf der anderen Seite muss man auch erst einmal jemanden finden, der so Reisen möchte, wie man selbst und mit dem man sich fast blind versteht.  Eine so lange Zeit wird man zusammen verbringen. Da ist es ganz klar, dass man sich irgendwann nur noch auf die Nerven geht und sich nicht immer super versteht.
Außerdem muss man sich einigen, wohin man möchte, wie man reisen möchte und was einem auf der Reise wichtig ist. Bevor man etwas tun möchte, muss man Absprache halten, ob der andere auch dazu Lust hat.
Zudem wird man zusammen natürlich immer auf deutsch reden und verbessert somit weniger seine Fremdsprachen.
Zu Zweit ist man einfach eingeschränkt! Das kann man nicht bestreiten.

Frei sein! Das tun, wozu man Lust hat! Es niemanden Recht machen müssen! Auf sein Herz hören! Das kann man, wenn man alleine auf Reisen geht.
Ganz sicher wird man so viel mehr lernen und Erfahrungen sammeln, als wenn man noch jemanden dabei hat.
Außerdem wird man alleine offener gegenüben anderen Reisenden sein und knüpft somit einfacher Kontakte. Viel öfter wird man mit anderen Backpackern unterwegs sein, als wenn man zu Zweit immer aufeinander hängt.
Man lernt sich selber kennen und man wird sich seinen Stärken und Schwächen bewusst. Was will man wirklich im Leben und was ist einem selber wichtig? Ganz bestimmt kommt man um einiges selbstständiger und selbstbewusster wieder nach Hause zurück.

Dennoch ist es eine totale Typfrage, welche Reiseart für einen die Richtige ist. Dem einen wird das alleine Reisen gar nicht zusagen, für den anderen gibt es nichts besseres!
Menschen sind eben verschieden!
Ich kann auch erst auf der Reise selber sagen, ob es mir liegt alleine unterwegs zu sein, oder eben nicht.
Beide Arten sollten aber definitiv einmal ausprobiert werden.

Ob aber nun zu Zweit, zu Dritt oder alleine. Gefahren und Risiken gibt es auf jeden Fall! Und alleine ist es vielleicht auch schwieriger damit umzugehen. Aber nicht nur auf der anderen Seite der Welt gibt es sie. Nirgendswo ist man zu hundert Prozent sicher. Ob in Deutschland, Spanien, Italien oder Frankreich. Überall gibt es Gefahren, Risiken und somit Menschen, die es vielleicht nicht immer gut mit einem meinen.
Wenn wir vor allem Angst haben, dürften wir auch hier kein Auto fahren oder als Mädchen alleine im dunkeln durch die Straßen laufen.
In allen Dingen steckt ein gewisses Risiko, in den einen ein kleineres, in den anderen ein größeres.
Schlussendlich muss man sich auch einfach mal etwas Trauen, um vielleicht später dafür belohnt zu werden. Die Möglichkeiten die wir heutzutage haben sollten wir auch ausnutzen. Ansonsten werden wir so viel verpassen!

Also wieso sollte ich aus Angst oder Zweifeln mein Traum nicht verwirklichen?
Jetzt habe ich die Chance und die Zeit. Ich habe mein Abitur in der Tasche, bin volljährig und an niemanden gebunden. Gerade jetzt habe ich noch keine eigene Wohnung, keinen Job und noch keine eigene Familie. So oft höre ich: „Du hast noch dein ganzes Leben vor dir. Du wirst noch so viele Möglichkeiten haben zu verreisen“. Aber ich habe es satt zu sagen: „Irgendwann möchte ich einmal eine Kokosnuss in Thailand schlürfen, irgendwann möchte ich einmal Singapur bei Nacht bewundern und irgendwann möchte ich einmal vor dem Opera house in Sydney stehen“.

Gerade jetzt befindet sich die Welt in einem enormen Wandel. Der Tourismus in den südostasiatischen Ländern steigt so extrem an. Es wird immer weniger ursprüngliche, unentdeckte und einsame Orte geben. Aber auch die Natur leidet durch den Tourismus und den Klimawandel. So sterben Korallenriffe ab, die Strände werden verdreckt und Tierarten sterben aus. Man kann sich nie sicher sein, wie die Welt in ein paar Jahren aussehen wird. Man kann generell nie wissen, was die Zukunft bringen wird.
Jetzt bin ich jung, fit, frei und habe die Möglichkeit mein Traum zu verwirklichen. Also wenn nicht jetzt, wann denn dann?

Ich will nicht eines Tages bereuen, es nicht gewagt zu haben!

Also nimm das Risiko oder verlier die Chance!

 

 

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