Einfach los ist nicht – die Vorbereitungen!

Wie ich mich auf die große Reise vorbereite…

Einfach los und ab geht das Abenteuer!
Naja.. auch wenn man es sich vielleicht so wünscht. So einfach ist es dann doch nicht! Denn bevor man wirklich los zieht, um die Welt zu entdecken, muss einiges erledigt werden.

Klar, als erstes sollte man sich überlegen, wohin die Reise überhaupt gehen soll. Wann und wie lange möchte ich unterwegs sein?  Will man lieber alleine oder zu Zweit die Welt unsicher machen? Bucht man das ganze über eine Organisation oder auf eigene Faust? Und wie möchte man den ganzen Spaß überhaupt finanzieren?
Viele viele Fragen, die erst den Anfang der gesamten Vorbereitung darstellen.

1. Welche Organisation ist die Richtige?

Ob man seine Flüge nun auf eigene Faust bucht oder dann doch über eine Organisation ist geschmackssache. Für mich war eigentlich von Anfang an klar, dass ich meine Reise gerne mit einer Organisation zusammen buchen möchte. Dadurch habe ich die Möglichkeit, mich mit erfahrenen Personen auszutauschen und Tipps zu bekommen. Außerdem habe ich somit am anderen Ende der Welt einen Ansprechpartner, den ich um Hilfe bitten kann.
Allerdings muss man sich erst einmal für eine Organisation entscheiden, die seinen Vorstellungen entspricht. Es gibt unzählige Anbieter, die mehr oder weniger das selbe anbieten bzw. versprechen. Die eine Organisation ist allerdings eher für Sprachaufenthalte, die andere für ein Aupair Jahr und die nächste für work and travel geeignet. Bei einer Messe, ganz in der Nähe von mir, habe ich mir verschiedenen Firmen angeschaut und mich schließlich für eine entschieden, die am besten zu mir und meinen Plänen passt. STA Travel! Vor allem wegen des „around the world“ Tickets, der Freiwilligenprojekte und dem netten Personal habe ich mich für diesen Anbieter entschieden.

2. Reiseroute und die wichtigsten Buchungen 

Und ab da kam eines zum anderen. Mit dem „around the world“ Ticket haben wir eine grobe Route und damit auch den ungefähren Zeitraum der Reise festgelegt.
Die Flüge mussten somit nur noch gebucht werden.
Dazu hat sich auch der „Multi flex pass“ angeboten, der mir ermöglicht 3 meiner Flüge während meiner Reise umzubuchen. So bin ich trotz des „around the world“ Tickets immer noch flexibel. Falls ich also zeitlich gesehen nicht ganz hinkomme, habe ich immer noch einen Plan B.
Dann ging es weiter mit der Planung. Durch STA Travel habe ich viele verschiedene Optionen erhalten, die ich während meiner Reise einbauen kann. So habe ich mich schlussendlich auch für die Rundreise in Südostasien, das Freiwilligenprojekt in Chiang Mai und die beiden Buspässe in Australien und Neuseeland entschieden.
Die wichtigsten Buchungen waren somit schon einmal getan. 

3. Informieren

Für seine grobe Reiseroute hat man sich  bereits entschieden. Jetzt geht es daran sich über die Länder, die Kultur, und die Menschen zu informieren. Natürlich recherchiert man auch welche Orte und Sehenswürdigkeiten man unbedingt anschauen möchte. Ich habe mir wirklich tausend Bilder, Videos und Berichte durchgelesen. Da steigt die Vorfreude! Allerdings kann und sollte man gar nicht alles planen und festlegen. Vor Ort wird man noch so viele weitere und wahrscheinlich auch bessere Tipps bekommen, als man es im Internet und in Büchern je bekommen wird. Es wird vieles ungeplante passieren, und das ist vielleicht auch besser so.

Nachdem man sich nun mit den schönen Dingen der Reiseplanung auseinandergesetzt hat, folgen viele weitere Dinge, ohne die man seine Reise nicht antreten kann.

4. Impfungen

Andere Länder, andere Risiken. Und somit sollte man sich, je nachdem in welches Land man reist, auch gegen das ein oder andere impfen. Jedem ist natürlich selbst überlassen, ob und gegen was er sich impfen lässt.
Ich habe mich vom Arzt beraten lassen und mich im Internet schlaugemacht, welche Impfungen für Südostasien empfohlen werden. Die „Standartimpfungen“ habe ich zum Glück schon. Somit standen für mich folgende Impfungen fest:
Hepathitis A
Hepathitis B
Typhus
Tollwut (3 Impfungen)
Japanische Enzephalitis (2 Impfungen)

Da es wirklich einige Impfungen sind, sollte man genügend Zeit einplanen. Je früher man damit anfängt, desto besser. Denn einige Impfstoffe müssen in einem bestimmten Abstand gespritzt werden, andere lassen sich zum Beispiel nicht verträglich zusammen impfen. Zwei Wochen vor Abflug sollte dann spätestens alles erledigt sein. Ich musste die Impfstoffe zum Beispiel auch selber über eine Apotheke bestellen und bezahlen. Die meisten Krankenkassen unterstützen einen aber bei der hohen Geldsumme (ca. 500-600€).
Natürlich kann man sich nicht gegen alles schützen. Gegen einige Krankheiten, wie z.B. das Dengue Fieber gibt es keine Impfung. Bei Cholera gilt das Sprichwort:
Boil it, cook it, peal it or forget it!


Was das Thema Malaria angeht, schützt man sich nicht im voraus. Deshalb sollte man auf seiner Südostasienreise nicht das Insektenschutzmittel vergessen, um erst gar nicht in Malariagebieten infiziert zu werden. Dennoch ist die „Malaria- Prophylaxe“ auf jeden Fall dabei zu haben. Am besten informiert man sich beim Tropen- Institut über alles weitere.

5. Wichtige Dokumente

Nun kommen wir zu den wichtigsten Dokumenten, ohne die eine Reise unvorstellbar ist.
1. Reisepass
Der Reisepass ist das Wichtigste Dokument auf Reisen. Er muss mindestens 6 Monate gültig sein! Ansonsten kommt man in kein fremdes Land. Falls dies also nicht auf den eigenen Pass zutrifft, sollte man schnellst möglich einen neuen beantragen.

2. Impfpass
Ohne einen Impfpass die Reise anzutreten wäre unverantwortungsvoll. Auch wenn man es sich nicht wünscht, kann in einer so langen Zeit das ein oder andere Ungewollte passieren. Falls man also zum Arzt muss, weiß auch der am anderen Ende der Welt bescheid, gegen was man z.B. geimpft ist.

3. Internationaler Führerschein
Der internationale Führerschein ist kein „must-have“. Wenn man allerdings vor hat in Asien mit einem typischen Roller, in Australien mit einem Camper oder in Neuseeland mit dem Auto die Gegend zu erkunden, ist ein solcher Führerschein notwendig. Ich habe mir zur Sicherheit einen besorgt. Man weiß ja nie, wie man sich schlussendlich dann entscheidet. Außerdem war die Anschaffung kein großer Aufwand. Für 15€ kann man beim Straßenverkehrsamt direkt seinen Schein abholen.

4. Studentenausweis
Für alle Studenten oder junge Reisenden ist der Studentenpass interessant. STA Travel bietet einen sogenannten ISIC an, wodurch man bei den ein- oder anderen Dingen vielleicht eine Vergünstigung abstauben kann.

5. Tickets
Das sind vielleicht die offensichtlichsten Dokumente, ohne die man sonst gleich zu Hause bleiben kann. Dennoch wollte ich sie erwähnt haben. Die Flugtickets sind erstmal das Wichtigste. Aber natürlich sollte man auch Unterlagen für gebuchte Unterkünfte, Visa, Rundreisen, Freiwilligenprojekte oder Buspässe dabei haben.

5. Dokumente einscannen und kopieren

Wenn man dann alle Dokumente zusammen hat geht es ans Kopieren und Einscannen. Denn ob Reisepass, Impfpass oder Tickets. Diese Dinge sind das Wichtigste was man auf Reisen mit sich führt. Man sollte sie niemals aus den Augen verlieren und sie immer bei sich tragen. Dennoch können einem diese Wertsachen geklaut bzw. verloren gehen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich immer alle Dokumente ein- oder auch zweimal zu kopieren und an mehreren Orten zu verstauen. Zudem scanne ich alles auch noch einmal mit meinem Handy ein. Dafür verwende ich die App „Camscanner“. So ist man einfach auf der sicheren Seite.

6. Auslandskrankenversicherung

Ohne Auslandskrankenversicherung kann man dennoch gleich zu Hause bleiben. Wie gesagt: Man weiß nie was passieren wird. Sicher ist sicher!
Ich habe mich für die Auslandskrankenversicherung von der UKV entschieden, da diese mit der Bank meines Vertrauens zusammen arbeitet und ich somit auch vertraute Personen habe, die ich im Notfall kontaktieren kann. Es gibt allerdings auch hier viele verschiedene Anbieter. Auch die Hanse- Merkur- oder die STA- Auslandskrankenversicherung waren in meiner engeren Auswahl.

7. Thema Geld

Das Thema, über das man sich ungerne Gedanken macht: das Geld! Der ganze Spaß kostet nun einmal seine Summe. Man muss sich schon gut überlegen ob es einem das Wert ist. Für mich aber ist jeder Cent den ich in die Reise stecke sein Geld wert. Andere geben ihr Geld lieber für Klamotten, Schuhe, Partys, das Auto oder ihre Wohnung aus. Ich gebe es für Reisen aus. Klar, ich muss im Moment auch noch keine eigene Wohnung, den Haushalt oder ein eigenes Auto finanzieren. Deshalb kann ich mein Geld jetzt für so etwas Einmaliges investieren.
Das jahrelange Gesparte wird allerdings nicht ausreichen. Von meiner Familie werde ich zusätzlich unterstützt. Da ich mich allerdings gegen „work and travel“ entschieden habe, wollte ich die Zeit vor der Reise zum Arbeiten nutzen. So habe ich zwei Jobs angenommen, was wirklich nicht ohne ist. Trotzdem weiß ich wofür ich das ganze tue und das es sich lohnen wird.


Aber wie will man auf Reisen überhaupt bezahlen? Ganz sicher kann man nicht sein ganzes Geld bar mitnehmen. Auf jeden Fall sollte man sich eine Kreditkarte, und besser zwei, besorgen. Denn die einen Automaten nehmen vielleicht nur VISA, die anderen nur Mastercard, etc. Vielleicht funktioniert auch aus irgend einem Grund eine Karte mal nicht oder sie kommt abhanden. Dann hat man immer noch die Möglichkeit auf seine Zweite auszuweichen. Es wäre nämlich echt blöd irgendwo im nirgendwo ohne Geld dazustehen. Denn ohne Geld ist man einfach gnadenlos aufgeschmissen.

Deshalb ist es auch empfehlenswert trotz der Kreditkarten immer etwas Bargeld dabei zu haben. Vor Reiseantritt sollte man sich deshalb auch gleich in der passenden Währung Bargeld bestellen. Da ich in vielen verschiedenen Ländern mit verschiedenen Währungen unterwegs sein werde, ist es für mich etwas problematischer. Ich kann ja nicht von jeder Währung ein bisschen Geld mitnehmen. Deshalb habe ich mich entschieden eine geringe Summe an thailändischen Baht, einige Dollar und Euro mitzunehmen. Auf der ganzen Welt kann man mit Dollar bezahlen bzw. diese vor Ort wechseln. Auch Euro werden zum Wechseln kein Problem sein.

8. Visa

Eines der nervigsten Dinge der Vorbereitung war für mich das Thema Visa. Jedes Land hat seine eigenen Regelungen. Da ich in einigen Ländern unterwegs sein werde, war es gar nicht so einfach sich einen Überblick zu verschaffen und zu entscheiden, für welches Land ich ein Visum benötige. Aber ohne Visum kommt man in die ein oder anderen Länder erst gar nicht rein. Dies hängt allerdings auch oft von der Nationalität bzw. der Staatsangehörigkeit ab.

Für Thailand und Indonesien bekommen Deutsche bei Einreise ein Visum, welches 30 Tage gilt. In Vietnam können Deutsche 15 Tage ohne Visum verbringen. Die Länder Laos, Kambodscha und Myanmar sind visumpflichtig. Malaysia und Singapur sind als Deutscher wieder visumfrei.
Für Australien benötigt man natürlich ein Visum. Außerdem sollte man sich beim deutschen auswärtigen Amt registrieren. Neuseeland ist im Gegenzug wieder visumfrei.
Für mich heißt das also: Ich brauche ein Visum für Laos, Kambodscha, Myanmar und Australien.
Da es einem aber auch hier nicht ganz einfach gemacht wird, gibt es verschiedene Arten von Visa. In Australien werde ich nicht arbeiten. Deshalb kam für mich nur das Touristenvisum in Frage. Dieses habe  ich über STA Travel beantragt.
Auch für Myanmar und Kambodscha habe ich ein Touristenvisum beantragt. Man unterscheidet allerdings zwischen elektronischen Visa (E- Visa) und den „normalen“ Visa, die man bei der Botschaft selber beantragt. Da ich nicht in der Nähe der Botschaften (z.B. Berlin) wohne, bot sich für mich nur die E- Visa an. Ansonsten hätte ich meinen Reisepass per Post zur Botschaft verschicken müssen, um so einen Stempel im Reisepass zu erhalten. Das war mir eindeutig zu riskant!
Das Beantragen der elektronischen Visa ging wirklich problemlos. Innerhalb von 1-3 Tagen hatte ich bereits eine Zusage.

Das Visum für Myanmar liegt bei 50$, das für Kambodscha bei 30$. Jetzt ist nur noch zu hoffen, dass bei der Einreise auch alles problemlos verläuft.
Nun fragt ihr euch vielleicht, was mit dem Laosvisum ist?! Das habe ich mich auch gefragt. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich auch für dieses Land ein E- Visum beantragen kann. Allerdings wird dies leider nicht angeboten. Für Laos erhält man (hoffentlich) ein „visa on arrival“. Das heißt, dass man sein Visum direkt vor Ort beantragt und ausgestellt bekommt. Die Möglichkeit hat man zum Beispiel auch in Kambodscha. Allerdings ist es wirklich viel bequemer und entspannter schon in Ruhe von zu Hause aus sein Visum zu beantragen. Vor Ort hat man immer das Risiko, dass etwas nicht so glatt verläuft, wie man es sich wünscht. Für ein Visum on arrival sollte man immer ein Passfoto und einige Dollar dabei haben. So dürfte das eigentlich auch kein Problem werden.

9. Infos für die Heimatbasis

Auch an die Menschen zu Hause sollte man denken. Am besten lässt man sie immer wissen wo man sich im Moment befindet. Kontaktdaten und Adressen der Unterkünfte, sowie alle Flugdaten sollte man auch Familie und Freunden geben.
Aber auch für sich selber empfiehlt es sich wichtige Telefonnummern, E- Mail- Adressen und weitere Kontaktdaten von Personen zu Hause und vor Ort aufzuschreiben. So kann man sich in Notsituationen, auch wenn das Handy einmal versagt, Personen kontaktieren und ist nicht hilflos aufgeschmissen. 

10. Gepäck

Und zum Schluss das Gepäck. Für mich wirklich eines der schwierigsten Punkte. Was nehme ich alles mit? Brauche ich noch etwas? Bekomme ich überhaupt alles in den Rucksack?
Es ist klar, dass man sich wirklich sehr beschränken muss. Da geht es nicht, dass man jeden Tag eine andere Hose anzieht und top gestylt durch die Gegend läuft. Man muss sich wirklich auf das Notwendige reduzieren und praktisch denken. Je leichter, desto besser! Da ist es egal, wie man schlussendlich aussieht.
Deshalb ist es notwendig vor weg eine Packliste zu schreiben, um wirklich „alles“ dabei zu haben und sich zu überlegen, was einem auf Reisen wichtig ist.
Seinen Backpack einmal Vorzupacken und weiter auszusortieren halte ich auch für äußerst sinnvoll. Vielleicht macht man auch gleich einmal einen kleinen Spaziergang mit seinem Gepäck, um schon einmal ein Gefühl für das Gewicht zu bekommen, welches man die nächste Zeit mit sich rumschleppen wird.

Und dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Jetzt kann man sich wirklich auf die nächste Zeit freuen.
Bestimmt habe ich etwas Vergessen, was zur Vorbereitung einer Reise gehört. Aber im Moment ist das auch wirklich genug.
Wenn man das schon einmal alles erledigt hat, kann das Abenteuer auch endlich losgehen!

 

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