In the middle of nowhere

Tag 22 – Vang Vieng

Der Tag heute war einfach nur komisch. Die Nacht konnte ich schon nicht wirklich schlafen. Am morgen sind wir dann zum Frühstück ins Restaurant des Hotels. Wir hatten echt keine großen Erwartungen, aber das alles kalt sein wird hätten wir jetzt nicht gedacht. Naja, hauptsache man wird irgendwie satt. Für den weiteren morgen hatten wir nichts geplant. Ein paar von unserer Gruppe haben sich gestern für das Tubing und Kajaking entschieden. Wir allerdings haben uns nur für den Hike und die Bluelagoon angemeldet. Das war vielleicht nicht die beste Entscheidung. Das Tubing soll super kalt gewesen sein, aber vom Kajaking waren die meisten begeistert.

Ich und meine Zimmerkameradin haben uns dann dazu entschlossen ein bisschen durch die Gegend zu laufen und die Umgebung zu erkunden. Vang Vieng liegt wirklich super schön. Man hat immer diese wundervolle Aussicht auf die Berge. Wir haben dann eine Holzbrücke überquert, um die andere Seite des Flusses zu sehen. Das da auch Autos und halbe Lastwagen drüberfahren ist echt heftig. Ich hab wirklich schon stabilere Brücken gesehen. Aber es scheint ja zu funktionieren. Nach einer Weile sind wir dann wieder umgedreht. Schon vorher habe ich mich gewundert, wieso unser Licht im Zimmer nicht funktioniert. Aber weiteres habe ich mir nicht dabei gedacht. Im Kaffee, in welches wir uns gesetzt haben, haben wir dann aber gemerkt, dass die ganze Stadt kein Strom hat. Kein Kaffee, kein Licht, kein WLAN, kein Radio, kein Nichts! Wir sind hier echt mitten im nirgendwo. Deshalb sind wir dann wieder in unser Zimmer. Der Morgen war echt nicht spannend. Später sind wir dann in ein Lokal zum Mittagessen. Uns war klar, dass wir lieber etwas super durchgekochtes essen sollten. Die Kühlschränke gingen ja auch nicht. Aber auch sonst sind hier die Hygienemaßnahmen nicht so wirklich vorhanden. Man sollte lieber keinen Blick in die Küche werfen.

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Um 14:30 Uhr haben wir uns dann mit der Gruppe zum Hiking getroffen. Wir wollten auf einen Berg wandern, um die Aussicht von oben zu genießen. Das Erreichen der Spitze sollte nur um die 30 – 45 Minuten dauern. Also wirklich super kurz. Der Weg dahin war aber echt nicht so einfach wie gedacht. Um die Spitze zu erreichen musste man 650 Meter hoch wandern, eher klettern. Der Weg war wirklich steil und ein paar von uns hatten auch echt ein bisschen Probleme hoch zu kommen. Aber es ging schon. Jeder von uns ist einfach sein Tempo gelaufen. Angestrengt hat es alle mal. Die Aussicht oben war es das aber definitiv wert. So schön von oben die Berge, das Tal und die Felder zu sehen. Wunderschön! Und ein gutes Gefühl oben angekommen zu sein und die Belohnung zu bekommen. Der Weg runter fand ich persönlich easy. Die anderen hatten da mehr Probleme. Wir sind aber alle heil unten angekommen.

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Mit unserem tollen Auto ging es dann zur Bluelagoone. Man sitzt so gut wie im freien auf zwei Bänken und wird natürlich wieder ziemlich durchgeschüttelt. Es ist echt cool, was man schon alleine auf der Fahrt sieht. Kuhherden, Dörfer, die Berge, die Einheimischen, streunende Hunde und einfach die tolle Landschaft.

Als wir dann allerdings die Lagune erreicht haben, waren wir schon fast geschockt. Wir haben mit etwas komplett anderem gerechnet. Unsere Vorstellungen waren eine natürliche Lagune, mit super blauem Wasser, Nähe der Berge, in einem ruhigen Umfeld und einer tollen Atmosphäre. Das sind wirklich nur Wunschvorstellungen. Als wir angekommen sind haben wir uns gefragt wo die Lagune denn ist. Es kam einen eher vor wie ein Schwimmbad, ein halber Kinderpark. Wirklich total enttäuschend. Ich bin mir sicher, dass dieser Ort einmal schön war. Aber heute ist es einfach nur eine Touristenattraktion. Das Wasser ist nicht mehr wirklich sauber. Überall schwimmen koreanische Touristen in Schwimmwesten rum und schwingen sich mit Lianen ins Wasser. Uns hat es dann einfach gar nicht mehr angemacht ins Wasser zu gehen oder sonst unsere Zeit hier zu verbringen. Wirklich schade!

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Zurück in unserer Unterkunft bin ich dann aber noch mal ans Flussufer, um wenigstens dort noch etwas das Vang Vieng zu genießen. Dieser Ort ist für mich einfach so verschieden, irgendwie komisch. Auf der einen Seite ist es wirklich ein super schöner Platz, in einer wunderschönen Umgebung, mit extrem freundlichen Menschen und einer total relaxten Art. Auf der anderen Seite ist es einfach nur ein Backpackerort, eine Partystadt mit total touristischen Spotts bzw. Attraktionen. Ich denke, der Ort ist auch einfach so beliebt, da er genau zwischen den Städten Vientiane und Luang Prabang liegt. Hier kann man somit einen guten Zwischenstopp einlegen.

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Am Abend ging’s dann in ein Irish Pub. Davor haben wir dann noch gemerkt, dass wir den Schlüssel im Zimmer liegen lassen haben. Super! Das Essen war echt gut. Meine Stimmung allerdings nicht so ganz. Gerade jetzt um die Weihnachtszeit bzw. an Weihnachten selber wäre ich gerne bei meiner Familie zu Hause. Das fehlt mir schon. Ich hoffe einfach, dass wir im nächsten Ort wenigstens die Möglichkeit haben zu Skypen oder zu schreiben. WLAN wünsche ich mir da echt stark. Aber man wird es ja sehen.

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