Here we are, in Myanmar!

Tag 29 – Kengtung

Heute hatten wir einen langen Reisetag vor uns. Denn das letzte Land unserer Indochina Tour steht bereits vor der Tür. Myanmar!

Um 6:30 Uhr haben wir uns alle zum Frühstück getroffen. Jetzt sind wir echt eine riesige Gruppe. Total unterschiedlich zu der winzigen Gruppe davor. Irgendwie tut es aber gut. Die Gruppe wird einfach etwas aufgemischt und man viel neuen Gesprächsstoff. Dadurch, dass ich aber schon seit Beginn der Tour dabei bin, habe ich nun schon so viel mehr Erfahrung. Obwohl ich immer noch mit Abstand die Jüngste bin, fragen jetzt auch viele mich, wie das hier so alles abläuft. Und vor 4 Wochen war ich noch diejenige, die von gar nichts den geringsten Schimmer hatte. Klar, bin ich in vielen Dingen auch noch ein Anfänger und hab Fragen. Trotzdem sind jetzt auch viele andere hier, denen es genau so geht.
Schließlich haben uns dann 3 Vans abgeholt. So viele Leute sind wir. Davor hat einer komplett ausgereicht. Dort kam dann auch noch das nächste Schweizer Pärchen dazu. Sie wohnen zwischen Basel und Zürich. Man tat es gut sich mal wieder richtig unterhalten zu können, ohne groß davor zu überlegen. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich langsam wirklich besser und flüssiger auf Englisch verständigen kann. Mit einigen komme ich wirklich super gut aus. Man hat einfach nicht mehr so große Hemmungen wie zuvor. Dazu kommt, dass die anderen Deutschen und Schweizer um ehrlich zu sein auch nicht besser Englisch sprechen wie ich. Wenn nicht sogar schlechter. Dennoch kommt es mir aber so vor, dass Leute einer Nationalität dann doch noch etwas mehr zusammenhalten und sich besser miteinander verstehen. Zumindest kommt mir das manchmal so vor.

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Nach ca. 3 Stunden haben wir wieder am weißen Tempel gehalten, da die neuen der Gruppe diesen natürlich noch nicht gesehen haben. Ich muss aber sagen, dass dieses mal so viel mehr Touristen dort waren als noch ein paar Tage zu vor. Da waren wir einfach schon viel früher dort. Außerdem war es mitten in der Woche und nicht Samstag, so wie heute. Zudem war heute noch eine Art Festival. Überall lief super laute asiatische Musik. Dazu sind verkleidete Asiatinnen mit ihren Sonnenschirmen durch die Gegend marschiert. Es war mal wieder verrückt. Uns ist diesmal auch wieder aufgefallen, dass aber wenige europäische Touristen bzw. Westler zu Besuch waren. Die Mehrheit bestand aus Thais oder Chinesen, die keinen langen Weg hier her haben. In Chiang Mai allerdings wimmelt es nur von Deutschen, Amis, Franzosen oder Australiern. Um den schönsten Tempel in Chiang Rai zu besichtigen, muss man allerdings wirklich 3 – 4 Stunden von Chiang Mai fahren. Das nehmen die wenigstens in Kauf.

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Nach weiteren 2 Stunden sind wir dann an der Grenze zu Myanmar angekommen. Es sah irgendwie ganz schön fancy aus. Mit unserem ganzen Gepäck ging es dann zur Passport- Kontrolle. Ich hab das Gefühl mein Backpack wird von Tag zu Tag schwerer, obwohl ich nicht mehr Sachen besitze. Keine Ahnung an was das liegt. Vielleicht an der Feuchtigkeit? Nach der Passkontrolle ging es dann weiter. Ich muss schon sagen, dass der Grenzübertritt bis jetzt der schwierigste von allen war. Um nach Myanmar zu kommen, muss man schon einige Kriterien erfüllen. Die Grenzen zu diesem Land sind ja erst seit einigen wenigen Jahren geöffnet. Das macht es schon wirklich zu etwas Besonderem. Um ehrlich zu sein wüsste ich gar nicht, wie man ohne eine Gruppe über die Grenze kommen soll. Vor dem endgültigen Übertritt hat uns ein weiterer local Guide abgefangen, um uns bei dem ganzen Verfahren zu helfen. Immer nur drei durften gleichzeitig zur Kontrolle. Danach ist der Guide mit all unseren Pässen durch die Polizeikontrolle. Ohman hat das eine Ewigkeit gedauert. Die Schlange dorthin war gefühlte Kilometer. Und es war super heiß. Das Wetter wechselt echt ständig. Zudem geht bei unserer Gruppengröße im Moment alles etwas langsamer als zuvor. Vor der Grenze kam noch unser letztes Mitglied hinzu, ein Mann aus Australien (Sydney). Jetzt sind wir aber auch vollständig.

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Nach dem Grenzübertritt ging es in den nächsten Bus. Weitere 4 Stunden mussten wir bis zu unserem endgültigen Ziel fahren. Nach 2 Stunden haben wir einen kurzen Stop gemacht. Natürlich konnte man wieder super köstlich aussehende Snacks kaufen. Nicht! Aber anscheinend soll das ja auch als Trend zu uns kommen. Davon bin ich aber noch nicht so überzeugt. Schließlich ging es dann wieder weiter. Die Landschaft vom Bus aus war schon wunderschön. Überall weite Felder, Reisterassen, Berge, rote Felsen und Flüsse. Es tut so gut wieder in einem ruhigeren Land unterwegs zu sein. Hier sind wirklich super wenige Touristen unterwegs. Zum Glück! Aber das wird sich in den Hauptorten bestimmt auch wieder ändern. Bevor wir dann wirklich angekommen sind haben wir noch einen Halt beim ATM gemacht. Hier ist das Geld wieder echt wenig wert. Der höchste Schein ist 10.000 Kyat. Wir haben aber nur 5.000er Scheine bekommen. Da kommt man sich vor wie ein Millionär. Denn ohne Geld geht es auch hier nicht. Viele hatten hier einige Bedenken, ob die Kreditkarte wirklich funktioniert. Myanmar ist so ein „unbekanntes“ Land, das einige Banken dieses automatisch sperren. Außerdem gibt es nur an wenigen Orten hier einen Bankautomaten. Es hat aber alles super geklappt. Und dann sind wir endlich nach 12 Stunden reisen und 9 Stunden Fahrt angekommen.

Um 19 Uhr ging es zusammen zum Dinner. Auch hier kristallisieren sich jetzt schon die ein oder anderen kleineren Gruppen heraus. Das ist aber auch fast besser. Wir mussten eine gefühlte Ewigkeit auf unser Essen warten. Ich glaube so einen Andrang hatte das Lokal die letzten 10 Jahre nicht. Die waren dezent überfordert. Irgendwann haben wir es aber dann doch noch geschafft. Und jetzt geht’s wieder ab ins Bett. Morgen heißt es, Überraschung, wieder früh aufstehen. Daran muss ich mich wohl gewöhnen.

Der Tag war wirklich lang und nicht sehr ereignisreich. Aber hej, here we are, in Myanmar!!!

 

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