The Inle Lake

Tag 32 – Inle Lake

Ein langer, abenteuerlicher und ereignisreicher Tag liegt hinter mir. Heute ist wirklich wieder einiges passiert, denn wir haben den Inle Lake erkundet. Die Ganztagesbootstour begann um 8:00 Uhr morgens. Nachdem wir gefrühstückt haben wurden wir auch schon von zwei Tuk Tuks abgeholt. Nach einigen wenigen Minuten waren wir auch schon am Hafen und es konnte los gehen.

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Immer 5 Leute haben in einem Boot Platz genommen. Das Wetter war zu dem Zeitpunkt noch ok. Es war zwar total bewölkt und frisch, aber es hat wenigstens noch nicht geregnet. Die Boote waren ganz lang und schmal. Wir sind also alle hintereinander gesessen. Nach einer kurzen Zeit sind wir auch schon zu den Fischern gekommen. Das war echt cool! Wenn man an diesen vorbei fährt fangen sie an ihre Kunststücke zu machen. Das ist natürlich nur wegen den ganzen Touristen hier. Trotzdem ist es das typische Bild, welches man vom Inle Lake kennt. Dann ging es weiter! Der See ist ziemlich groß. Das hätte ich gar nicht so gedacht. So sind wir bestimmt 35 Minuten zu unserem nächsten Stop gefahren. In dieser Zeit hatten wir aber wieder viel zu fotografieren. Die Natur ist wunderschön. Aber vor allem die Menschen sind hier toll. Auch hier hat uns wieder fast jedes Boot zugewinkt und uns gegrüßt. Super lieb.

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Dann haben wir das erste Mal angehalten. Über einige süße Brücken sind wir zu dem lokalen Markt hier gelangt. Hunderte Stände kamen hier zusammen. Ich glaube ich habe noch nie so frisches Obst, Gemüse, Gewürze, Kräuter, Fisch und Fleisch gesehen wie hier. Ganz viele Dinge waren uns auch unbekannt. Es ist so beneidenswert, dass in Südostasien wirklich fast alles wächst. Zu Hause kann man davon nur träumen. Ob Bananen, Papaya, Kokosnuss, Drachenfrucht, Mandarinen, Erdnüsse, Chili, Kürbis, Koriander, Wasserspinat, Linsen, Bohnen, Zitronenbasilikum, Sojabohnen, Tofu, Auberginen, Avocado, Knoblauch oder Zitronengras. Hier gibt es so viel. Und von jedem auch noch tausend verschiedene Sorten. Ein Traum für alle, die gerne frisch kochen und essen. Auf dem Markt gab es natürlich auch noch viele Souvenir- und Schmuckstände. Total abgefahren waren auch wieder die Apothekenstände, die hier einfach alle Medikamente verkaufen, für die man bei uns ein Rezept braucht.

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Eine Stunde später ging es zu der Schule dieses Ortes. Eigentlich dürfen Touristen den Schulen keinen Besuch abstatten. Wir hatten aber das Glück, dass die Frau unseres Guides als Lehrerin arbeitet. Die Schule war wirklich cool. Für die Kinder war das natürlich wieder was ganz besonderes, Menschen wie wir zu sehen. Die Altersklassen waren komplett gemischt. Ob Kindergarten, Grundschule oder Teenager, alle Altersklassen waren vertreten. Viel vom Unterricht haben wir allerdings nicht mitbekommen. Als die Pause vorbei war, mussten wir auch wieder gehen, damit der Stundenplan nicht durcheinander gebracht wurde.

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Anschließend ging es in den Tempel dieses Ortes. Um ehrlich zu sein hat mir der Tempel im Vergleich zu den anderen die ich schon gesehen habe nicht so gefallen. Dennoch war es mit der berühmteste Tempel hier in Myanmar. Zu aller erst ist mir aufgefallen, dass diesmal kein Buddha im Tempel zu finden war. Allerdings waren in der Mitte 5 goldene Kugelfiguren, die fast an einen Schneemann erinnert haben. Frauen durften diesen aber wieder nicht zu nahe treten. Nur Männer waren erlaubt, sie von der Nähe zu betrachten. Die Kugeln repräsentieren den Buddha. Die Legende besagt, dass diese Kugeln eines Tages verloren gegangen sind. Irgendwann wurde 4 wieder gefunden. Die 5. Figur war allerdings nicht aufzufinden. Am nächsten Tag lag sie, wie magisch, neben all den anderen. Deshalb ist dieser Tempel so bekannt. Ich bleib aber dabei, dass ich schon schönere gesehen habe. Vor allem verstehe ich diese bunten Neonlichter immer noch nicht.

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Nach diesem Besuch ging es auch wieder zurück aufs Boot. Der nächste Stop war gar nicht so weit weg. Wir haben eine Zigarrenfabrik besucht. Naja, eigentlich kann man das wirklich nicht Fabrik nennen. Die „Fabrik“ war ein Holzhaus auf Stelzen in Mitten des Inle Lakes. Das ist hier schon fast wie eine Stadt auf dem Wasser. Es war so abnormal zu sehen, wie die Familien hier mitten auf dem Wasser leben. Wir sind sogar an der „Library“ und dem „Post Office“ vorbeigefahren. Ich stell mir das auf der einen Seite wirklich cool vor. Auf der anderen Seite benötigt man immer nein Boot, wenn man sein kleines Haus verlassen will. Um ehrlich zu sein sehen die Stelzen oft auch nicht super stabil aus. Aber so ist es. Der Inle Lake bzw. Myanmar ist bekannt für seine Zigarren. Die Frauen sind mitten im Raum auf dem Boden gesessen und haben in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit die Zigarren gerollt. Man konnte auch gratis die verschiedenen Geschmacksrichtungen probieren, die zur Verfügung standen. Es gab Zigarren in „Mint“, „Honey“, „Anis“ und „Pineapple“.

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Weiter ging es mit dem Boot zur Weberei. Als wir angekommen sind hat uns gleich eine Frau empfangen, die Lotusstängel neben sich liegen gehabt hat. Wenn man diese auseinanderschneidet, bilden sich ganz viele kleine, extrem stabile Fäden. Aus diesen feinen Fäden rollen sie einen dickeren Strang. Auch sowas haben wir noch nie irgendwo zuvor gesehen. In dem Haus selber dann saßen burmesische Frauen an ihren Webstühlen und haben ihre Stoffe genäht. Noch total altmodisch. Im Shop nebenan konnte man die handgemachten Stoffe und Schals dann kaufen.

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Davor durften wir noch die burmesische Gesichtsfarbe Thanaka ausprobieren. Diese wird aus Holz gewonnen. Die Frauen hier verwenden sie als Sonnenschutz und Feuchtigkeitsspende. Nach einiger Zeit trocknet die Paste auf dem Gesicht an. Sie ist aber echt erfrischend.

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Nach diesem Erlebnis ging es zum Mittagessen in ein Restaurant. Wie alles andere natürlich auf dem Wasser. Dort habe ich meinen ersten Tealeafsalad probiert. Der ist hier super bekannt. Zu Hause hat man nicht die Möglichkeit diesen zu probieren. Denn diese Teeblätter findet man denke ich nicht so schnell bei uns. Zur Hauptspeise habe ich mir ein Green Chili Fischcurry bestellt. Wie auch schon gestern mussten wir hier einfach wieder Fisch essen. Ich denke in der nächsten Zeit haben wir nicht unbedingt die Möglichkeit so frischen Fisch zu bekommen. Wir wurden nicht enttäuscht. Super lecker! Hier essen wir so oft so gut und dazu noch günstig.

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Der Silber und Goldschmied war die nächste Station für Heute. Auch dafür ist der Inle Lake bekannt. Schon auf dem Markt hat jeder Stand damit geworben, dass sein Schmuck aus echtem Silber besteht. Hier konnten wir den Locals direkt auf die Hände schauen. Der Schmuck besteht allerdings nicht zu 100% aus Silber. Zu Festigkeit muss 2% Bronze dazugemischt werden. Am coolsten waren die Fische, die sich fast wie lebend angefühlt haben. Auch hier war der Shop direkt nebenan. Und dann sollte es wieder aufs Boot gehen. Wie wir aber schon befürchtet haben hat es so stark angefangen zu regnen und zu stürmen, dass wir eigentlich keinen Schritt vor die Tür gehen wollten. Uns blieb aber nichts anderes übrig. Die Kamera und den Rucksack musste ich erstmal regengeschützt einpacken. Auf dem Boot sind wir dann mit Regenschirmen bewaffnet zum nächsten Stop gefahren.

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Das war mit das Highlight dieser Tour heute. Der Regen hat allerdings wirklich einiges versaut. Leider! Nachdem wir einen langen Tunnel durchquert haben kamen wir zu den ersten Stupas. Auf einmal waren es hunderte. So beeindruckend. Die Masse an Stupas in den verschiedenen Farben sahen atemberaubend aus. Das Hochzeitspärchen tat mir aber auch leid. Es hat geschüttet was nur runter kam. Sie wollten dann aber unbedingt noch ein Bild mit uns zusammen schießen. Jeder Einheimische hier meint, dass das Wetter so untypisch wie noch nie ist. Normalerweise regnet es hier um diese Zeit keinen Tag. Es ist Trockenzeit. Naja, im Moment sieht es eher nach Regenzeit aus.

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Dann stand unser letzter Halt auf dem Plan. In dem Häuschen haben uns zwei ältere Frauen empfangen. Besonders an diesen waren die unzähligen goldenen Ringe um ihre Hälser. Der Hals scheint dadurch auch enorm lang. Auch um die Handgelenke und Knöchel hatten sie diese Ringe. Der Guide hat uns erklärt, dass sie in einer Region hier in Myanmar leben, in denen es viele Bären und Tiger gibt. Damit diese sie nicht in den Hals beißen können, tragen sie Ringe. In einem Alter von 9 Jahren trägt man 13 Ringe mit einem Gewicht von 4 kg. Wenn man 17 Jahre alt ist erhöht sich die Anzahl um 14 Ringe. Das Gewicht beträgt nun 6 kg. 20 jährige Menschen der Region tragen 24-25 Ringe um den Hals. Das Gewicht schwankt dann je nach Anzahl zwischen 8 und 10 kg. Dazu kommt, dass sie niemals ausgezogen werden. Sie essen, duschen, schwimmen, reden und lachen mit Ihnen. Die goldenen Ringe gehören einfach zu Ihnen dazu.

Dann ging es auch schon zurück für uns. Ok, was heißt hier schon. Es war schon ca. 17:45 Uhr. Es hat uns dann auch gereicht. Als der Guide allerdings erzählt hat, wie lange wir zurückfahren müssen, ist mir halber die Kinnlade runtergefallen. 45 Minuten bis wir am Hafen ankommen würden, und das im Dunkeln, bei strömenden Regen, tollem Fahrtwind und einer frischen Temperatur. Jipi! Darauf hab ich mich jetzt gefreut. Also haben wir uns in Jacken eingepackt, in die Decke eingemummt, die Rettungsweste angezogen und den Regenschirm im bestmöglichen Winkel vor uns gehalten. Als wir dann durchgefroren angekommen sind konnten wir alle nur über unsere Situation lachen. Aber hej, wir haben überlebt!

Nachdem ich dann noch Wasser im kleinen Shop besorgt habe, habe ich mich nur noch auf die heiße Dusche im Hotel gefreut. Und wie! Das war wirklich ein langer Tag. Aber wir haben echt do viel gesehen, gelernt und erlebt. Ein tolles Erlebnis.

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