Sick in Bagan

Tag 34 – Bagan

Schon die Nacht war eine einzige Katastrophe. Ich habe mir ja schon gedacht, dass ich im Nachtbus nicht besonders gut schlafen werde. Aber ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass es so schlimm wird. Die ganze Nacht habe ich kein Auge zubekommen. Ok, zu waren sie. Aber von schlafen kann ich echt nicht sprechen. Die Straßen waren einfach super uneben. Man wurde ununterbrochen von oben bis unten durchgeschüttelt. Dazu kommt, dass man einfach wenig Platz hat und ich ohnehin nicht auf dem Rücken schlafen kann. Aber ja, das war wirklich eine Katastrophe.

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Um 4:30 Uhr sind wir in Bagan angekommen. Wir wollten gleich zu Beginn den Sonnenaufgang anschauen. Denn gerade das sollte man hier nicht verpassen. Unsere Vorstellungen wurden allerdings überhaupt nicht eingehalten. Ich hatte zumindest das Bild im Kopf, von den Heißluftballons, die über die zahlreichen Tempel schweben. Das war heute nicht der Fall. Es war super neblig und kalt. Oben auf dem Hügel wartend hab ich mich schon wirklich nicht gut gefühlt. Der Kreislauf war einfach am Ende. Wir sollten ja den Abend davor und die Busfahrt selber ja auch nicht wirklich was trinken. Wenn man eine Toilette während der Fahrt benötigt ist man leicht aufgeschmissen. Hunger hatten wir auch. Denn das Abendessen viel ja auch so gut wie weg. Dazu dann noch der fehlende Schlaf. Irgendwie war das alles zu viel. Wir haben dann also darauf gewartet, dass die Sonne aufgeht. Durch das Wetter konnten wir aber echt lange darauf warten. Um ehrlich zu sein hat der Sonnenaufgang nichtmal wirklich stattgefunden. Super enttäuschend.

Als es dann aber langsam heller wurde, konnten wir immer mehr Tempel in der Ferne sehen. Das war wirklich cool. Im Dunkeln wusste man gar nicht was auf einen zukommen wird, wo man sich gerade befindet und wie es um einen herum aussieht. Jetzt hat sich nach und nach alles offenbart. Dennoch hat uns der Nebel einiges versaut. Wir haben zwar auf die Ballons gewartet, aber sogar die haben sich nicht blicken lassen. Echt traurig!

 

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Danach ging es ins Hotel und sofort zum Frühstück. Das war wirklich super! Und sogar das WLAN ist hier super. Zum Glück konnten wir auch bald schon einchecken. Normalerweise hätten wir bis um 14:00 Uhr warten müssen. Das wäre ätzend gewesen. Im Zimmer konnten wir uns dann etwas ausruhen. Zwei Stunden Schlaf sind sogar möglich gewesen. Um 13:00 Uhr haben wir uns allerdings wieder getroffen.

Mit zwei Tuk Tuks wurden wir am Hotel abgeholt. Es ging für uns zum Mount Popa. In Myanmar sind die Tuk Tuks wieder etwas anders. Jeder muss die Schuhe ausziehen und sitzt sich dann auf einen Teppich. Die Fahrt ging eine gewühlte Ewigkeit. Der Berg liegt 50km vom Hotel entfernt. Wir sind also 1,5h gefahren bis wir endlich angekommen sind. Ich bin fast eingeschlafen. So k.o. war ich. Der Zustand der Straße hat das aber verhindert! Das Wetter war super gut! Endlich wieder Sonne und kein ständiger Regen! Der Temperaturunterschied zu heute morgen und dem Inle Lake waren wieder enorm. Morgens und Abends hat man tausende von Schichten an. Mittags rennt man im T-Shirt rum. Das ist wie Winter und Sommer an einem Tag! Als wir so die Straße entlang gefahren sind standen so viele Menschen am Straßenrand die uns zugewinkt und begrüßt haben. Erwachsene, Teenager und Kinder betteln so um Geld. Wir wussten gar nicht was uns geschieht.

Schließlich sind wir dann angekommen. Von dort aus ging es hoch zu den goldenen Stupas. 777 Stufen braucht es bis man die Spitze erreicht. Natürlich müssen Schuhe ausgezogen werden. „Popa“ bedeutet übersetzt übrigens „Blume“. Theoretisch machen mir ja solche Ausflüge wirklich nichts aus. Ich meine, wir hatten schon schlimmere Aufstiege vor uns. Aber heute musste ich mich wirklich dort hoch quälen. Mir ging es einfach gar nicht gut. Ich wollte um ehrlich zu sein einfach nur, dass es so schnell wie möglich vorbei geht. Auf dem Weg nach oben konnte man allerdings so viele Affen entdecken. Überall saßen sie! Essen sollte man vielleicht nicht gerade mit sich herumtragen wenn man die Stufen besteigt. Die Affen können nämlich super aggressiv werden. Dann findet man sie auf einmal nicht mehr so süß.

Die Stupas oben waren ganz schön. Aber ich habe auf der Reise schon beeindruckendere gesehen. Die Aussicht allerdings war wirklich toll. Man konnte die weiten des Landes einmal von oben sehen. Da hat man erstmal gesehen, wie viel freie Fläche und Natur Bagan besitzt. Danach ging es auch so schnell wie möglich wieder runter für mich! Bis ich wieder am Treffpunkt angekommen bin hab ich echt gedacht ich kipp fast um. Die Sonne hat dann auch noch richtig geknallt. Ich hab fast keine Luft bekommen. So ein Mist!

 

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Aber der Ausflug war noch nicht zu Ende. Mit dem Tuk Tuk sind wir weiter auf den Berg gegenüber gefahren. Dort gibt ein super luxuriöses Resort. Um den Mount Popa also von außen zu betrachten, ist das der perfekte Ort. Wenn man das Resort nur deshalb besucht, muss man einen Eintritt bezahlen oder im Restaurant etwas Essen oder Trinken. Essen konnte ich um Gotteswillen nichts. Ich hab mich noch so papp satt vom Frühstück gefühlt. Auch Durst hatte ich eigentlich keinen. Aber da ich bis jetzt immer noch nichts getrunken hab war das wohl bitter nötig. Zum Glück gabs hier ja auch ein Badezimmer!

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Der Sonnenuntergang war gigantisch! Wirklich wunderschön! Der perfekte Sonnenuntergang mit einer super Aussicht. Es hat dann aber wieder ganz schön abgekühlt. Nachdem die Sonne dann unten war, ging es wieder zurück ins Hotel. Endlich! Jetzt musste ich nur noch 1,5h Fahrt aushalten. Noch nie habe ich mir so sehr ein Bett gewünscht wie heute. Ich habe dann auch gefragt, ob ich nicht vorne beim Fahrer sitzen dürfte. Und dafür war ich dann auch mehr als dankbar! Da war es wärmer, ich konnte vorne raus sehen und das Holpern war auch nicht so extrem wie hinten. Es war so schön durch die Landschaft bei rotem Himmel zu fahren. Mit dem Fahrer hat man dann natürlich auch geredet. So gut es eben ging! So lieb sind hier die Menschen. Wirklich extrem lieb! Er hat mir dann gleich ein Wasser angeboten. Zum Schluss wollte er mir sogar noch ein kleines Geschenk geben, ein super alter und seltener Geldschein von dem damaligen Burma. So cool! Ich versuche ja eh immer ein Schein von jedem Land mit unterschiedlicher Währung mitzunehmen.

Das Abendessen habe ich dann auch ausfallen lassen. Ich wollte einfach nur in mein Bett und schlafen. Ich habe einfach nur gehofft, gesund wieder aufzuwachen.

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