Chatuchak Weekend Market

Tag 43 – Bangkok

Ein weiterer Tag in Bangkok begann heute wieder gemütlich. Frühstücken, Unterkünfte für die nächste Zeit heraussuchen, sich über anstehende Orte informieren und mein Reisetagebuch weiterschreiben. So sah mein Morgen hier eigentlich so gut wie immer aus. Nachdem ich mich dann fertig gemacht habe und meinem Hotel eine E-Mail mit meiner Boardingkarte und dem Fährenpass geschickt hatte bin ich auch schon los. Die Rezeption meinte, dass ich meine Tickets heute Abend wenn ich wieder zurück bin abholen könnte. Das klang doch gut!

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Heute wollte ich mir den Chatuchak Weekend Market anschauen. Der ist wie der Name schon sagt nur am Wochenende. Gut das heute Samstag ist. Der Markt liegt aber ein ganzes Stück weit von meinem Standort entfernt. Deshalb habe ich mich entschlossen die MRT zu nehmen. Eigentlich bin ich nicht immer so scharf drauf, die U-Bahn zu nehmen. Aber das schien mir heute die beste Wahl. Und so war es auch! Vor meinem Hotel liegt gleich die U-Bahn Station Hua Lamphong. Dort habe ich mir ein Ticket für 42 THB besorgt und konnte gleich in die nächste U-Bahn einsteigen. Ich habe noch nie eine so saubere und gut organisierte Metro erlebt wie die in Bangkok. Und ich bin schon mit einigen gefahren. Aber nichtmal die in London, New York oder Stockholm können mit dieser hier mithalten. Es stehen auch überall Polizisten herum, die einem das Signal geben, wann man einsteigen darf. Alle warten wirklich so lange, bis alle Passagiere ausgestiegen sind. Hier ist ja die Endstation der Purple line. Auf jeden Fall habe ich mir einen Sitz geschnappt und habe gewartet, bis ich endlich an meiner Haltestelle angekommen bin. Diese hat sich direkt auf dem Chatuchak Markt befunden. Perfekt!

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Und los ging der Trubel. Schon als ich aus der U-Bahn herausgekommen sind haben mich Massen an Menschen empfangen. Der Chatuchak Markt gilt als der größte Wochenendmarkt der Welt. Das habe ich auch zu spüren bekommen. Hier gibt es einfach alles. Wirklich alles! Zu Beginn bin ich erst einmal auf der „Hauptstraße“ entlang gelaufen. Ich würde sagen, dass zwei Stände, den ganzen Markt überwiegen. Das ist zum einen der Stand, der Kokosnusseis verkauft und der, der Mango Sticky Rice anbietet. Gefühlt jede 10 Meter befindet sich so ein Stand. Zum Glück bin ich anfangs direkt an eine Übersichtkarte gelaufen. Da hab ich erst einmal gesehen, wie das hier so abläuft. Es gibt die breiten Hauptstraßen, aber vor allem auch die kleinen Gassen zwischen all den winzigen Ständen. In der Mitte befindet sich ein Turm, den man als Ausgangs- oder Orientierungspunkt verwenden kann. Wenn man sich auf den großen Straßen befindet, ist das orientieren nicht so ein Problem. Wenn man allerdings irgendwo in Mitten von Kleidern, Souvenirs, Essen, Gemälden und Haushaltswaren steckt, kann das schonmal nicht so einfach sein. Der Markt ist in verschiedene Sektoren aufgeteilt. Im einen befinden sich Souvenirs, im nächsten die Galerie, in einem anderen nur Trockenfrüchte, der nächste Sektor bietet Klamotten, Schuhe und Taschen an und wieder ein anderer verkauft Keramik und antike Haushaltswaren. Es gibt wirklich für alles was man sich vorstellen kann einen eigenen Sektor. Essensstände sind überall verteilt, wie allgemein in ganz Südostasien.

Da ich eigentlich ja wirklich nicht hier war, um bestimmte Sachen zu kaufen, bin ich einfach ohne einen Plan losgelaufen. Zuerst musste ich mir aber eine frische Kokosnuss besorgen. Die hatte ich wirklich schon lange nicht mehr. Das ärgerlichste daran finde ich nur, dass man nur das Wasser trinkt und das eigentliche Kokosnussfleisch gar nicht herausbekommt. Mit Plastiklöffeln gestaltet das sich schwierig. Trotzdem ist es immer wieder super erfrischend und lecker, aus einer Kokosnuss zu trinken. Das fehlt bei uns zu Hause auf jeden Fall! Wenn mich dann eine Seitengasse angesprochen hat, bin ich einfach mal durch gelaufen und habe mir die verschiedenen Geschäfte angeschaut. Es gab wirklich wirklich sehr coole Sachen. Da hätte jeder was gefunden. Nur blöd, dass ich mit einem Backpack unterwegs bin und mein Geld wirklich anders ausgeben möchte, als mit Shoppen. Ein Magnet musste ich aber mitnehmen. Dennoch war es einfach inspirierend und eindrucksvoll zu sehen, was es alles so auf dem Markt gibt. Ein Stand hat zum Beispiel Tassen in allen möglichen Ausführungen verkauft. Jede Disneyfigur war vertreten. Ein anderer Laden hat Chucks in so vielen verschiedenen Mustern und Drucken präsentiert. Ganz beliebt waren die Passport-Case Stände. Dort standen wirklich alle herum und haben sich ihre eigene Passhülle mit ihrem Namen anfertigen lassen. Vor allem aber die Kunstabteilung fand ich toll. Hier war einfach nicht so viel los. Die Gemälde waren wirklich wunderschön und einzigartig. Jeder Künstler und jedes Bild hatte etwas Besonderes. Gerade diese schwarz weiß gepunkteten Bilder fand ich faszinierend. Mit bloßem Auge konnte man nur Punkte erkennen, durch die Kamera aber ist ein Bild entstanden.
Schließlich wollte ich mich auch schon wieder aus dem Markt begeben. Man hätte sich den ganzen Tag hier aufhalten können. Ich war dazu aber einfach nicht in der Stimmung. Mir waren es einfach zu viele Menschen und vor allem Touristen. Es war zudem wirklich extrem heiß in den Massen. Das ich nicht noch umgekippt bin war alles. Außerdem wollte ich ja eh nicht groß einkaufen gehen. Ich wollte mir den Chatuchak Markt einfach mal anschauen. Und das habe ich jetzt!
Als ich den Weg nach draußen gesucht habe bin ich allerdings noch an einem phänomenalen Restaurant vorbeigelaufen. Vor dem Lokal standen zwei riesige Paella-Pfannen. Das sah wirklich cool aus. Anscheinend muss dieser Koch bekannt sein. Super viele wollten mit ihm ein Bild vor seiner Paella machen. Ich wusste wirklich nicht, ob man den kennen muss. Ich habe das auf jeden Fall nicht. Dem Koch habe ich noch kurz dabei zugeschaut, wie er die nächste Paella angesetzt hat, bin dann aber auch schon weiter. Bevor ich in den nebenan gelegenen Chatuchak Park gelaufen bin, wollte ich mir noch etwas frische Mango und endlich auch was zum Trinken besorgen.

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Vom Park war ich zu erst etwas enttäuscht. Ich hätte mir auch gleich denken könne, dass noch mehr Leute die Idee haben, nach dem Markt noch einen Abstecher in den Park zu machen. So war es dann auch. Es waren wieder viele Leute hier. Ich bin dann einfach noch etwas weiter gelaufen. Das hat sich auch bewährt. Hier habe ich ein schönes Fleckchen am See entdeckt, um mich etwas auszuruhen. Da ich gestern im Lumphini Park war, hatte ich den direkten Vergleich. Mir ist der Lumphinipark um einiges sympathischer. Auch wenn da diese monströsen Viecher rumrennen. Ich finde ihn einfach besonderer. Dennoch habe ich mich hier auch wohl gefühlt. Auf meinem Sarong habe ich es mir dann bequem gemacht, mein Reiseführer gelesen und den restlichen Plan für heute aufgestellt. Und der stand dann!

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Auf meiner Maps Me App, ohne die ich hier nicht mehr leben kann, habe ich entdeckt, dass sich neben diesem Park noch ein weiterer befindet. Da es noch zu früh zum Abendessen war und es hier nicht wirklich was anderes zu besichtigen gäbe, habe ich mich auf den Weg gemacht. Und dieser Weg war es wert. Ich liebe diesen Park. Nur Einheimische waren da, sind gejoggt oder haben einen Spaziergang gemacht. Ich kam mir einfach wie die einzige Fremde vor. Der Park war super sauber und gepflegt. An einigen Stellen standen auch wieder Polizisten herum, die nach dem Rechten geschaut haben. Ich glaube der Park ist wirklich etwas Besonderes. Die Flüsse und kleinen Seen kamen mir so unberührt vor. Es war wie ein Naturschutzgebiet. Auf der einen Seite haben die unterschiedlichsten Blumen geblüht, auf der anderen Seite war die Kokosnuss-Alle. An jedem Baum war auch ein kleines Schild mit seiner Bedeutung angebracht. Anscheinend waren hier wirklich einige bedeutenden Exemplare dabei. Davon habe ich aber zu wenig Ahnung. Vor einem Baum haben auch alle ein Bild gemacht. Ich dachte erst, es befindet sich irgendein Vogel auf dem Ast. Aber das war nicht so. Schlussendlich hat mir eine Frau erklärt, dass dieser für seinen Geruch so bekannt ist. Den habe ich dann auch wahrgenommen.
Als ich weiter gelaufen bin, kam die nächste Station, an dem viele Menschen mit ihren Handys davor standen. Ich dachte da passiert gleich was. Aber falsch gedacht! Als ich weitergelaufen bin, habe ich gesehen, dass einfach jeder hier Pokémon Go gespielt hat. Ich dachte nur: „Ernsthaft?!“. Aber ja! Hier ist einer nach dem anderen auf Pokémon Suche gegangen.
Total cool fand ich auch die Eichhörnchenzone. Die konnte man hier auch überall beobachten. Die waren aber auch ganz zutraulich und haben den Menschen das Essen hier aus der Hand genommen.
Nachdem ich dann noch den Sonnenuntergang abgewartet habe, habe ich mich auf den Weg zum Abendessen gemacht.

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Ich hatte erst die Befürchtung, dass ich hier abends gar nicht alleine rumlaufen kann. Aber das ist wirklich gar kein Problem. Man fühlt sich hier super sicher. Klar, kommt es auch darauf an, wo man sich gerade befindet. Aber wenn man ein bisschen in den Hauptstraßen unterwegs ist und sich nicht in der letzten dunklen Gasse aufhält, ist das wirklich gar kein Problem.
Auf meiner Karte habe ich gesehen, dass sich hier nicht all zu weit weg ein Paar Essensmöglichkeiten befinden. Da habe ich mich dann auch hinbewegt. Und schlussendlich bin ich in einem Kaufhaus gelandet. Auf dem Weg bin ich natürlich wieder an einigen Straßenständen vorbeigekommen. Die kamen mir aber nicht touristengerecht vor. Da habe ich mich hier wohler gefühlt. Zufällig bin ich auch an ein Lokal geraten, welches eine Youtuberin auch schon empfohlen hat. Dort bin ich dann auch rein gegangen. Ich wollte einfach mal was anderes als Reis. Da wurde ich hier fündig. Endlich gab es mal wieder Nudeln. Diese hier waren mit einer scharfen Soße. Dazu hab ich mir noch etwas Spinat bestellt. Morning Glory war schon wieder ausverkauft. Das Essen hat mir echt gut gemeckt. Da kann ich nichts aussetzen. Allerdings hat mich der Preis einfach schon wieder aufgeregt. Es war super übertrieben. Und die Portionen waren auch einfach zu klein. Da hätte ich auf der Straße dreimal essen können und wäre satt geworden.

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Jetzt wollte ich nur noch wieder zurück ins Hotel. Zum Glück habe ich es so eingeplant, dass die nächste MRT gar nicht so weit weg war. Die habe ich dann genommen und bin kurz vor meinem Hotel ausgestiegen. Übrigens muss man hier überall durch Sicherheitskontrollen laufen, bevor man in ein Kaufhaus oder die U-Bahn geht. Eigentlich ja beruhigend.
Im Hotel wollte ich dann nur noch meine Tickets abholen. Und super! Da kam ein Angestellter und meinte, sie haben keinen Drucker. Deshalb musste ich mir erstmal noch in Internet Café suchen. Dort konnte ich dann für 20 THB meine Tickets ausdrucken. Zum Glück! Aber das hat mich dann wirklich aufgeregt. Nichtmal Englisch können die richtig an der Rezeption. Und dann erzählt dir noch jeder was anderes. Außerdem habe ich heute einfach wieder viel zu viel Geld für Nichts liegen lassen. Das Essen, die U-Bahn, die Tickets,…  Aber was soll’s. Jetzt kann ich es auch nicht mehr ändern.
Im Zimmer habe ich einfach ein paar Videos angeschaut und mit meiner Familie geskypet. Auf einmal ging auch noch ein Feuerwerk los. Keine Ahnung weshalb. Aber die Aussicht von meinem Zimmer ist wirklich der Wahnsinn. Vor allem Nachts habe ich vom 11. Stock einen tollen Blick auf die Stadt. Jetzt bin ich aber auch einfach wieder super geschafft und müde. Morgen heißt es dann auch endgültig: „Tschüss Bangkok“!

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