Welcome to the Elephant Nature Park

Tag 45 – Elephant Nature Park

Einer neuer Abschnitt meiner Reise beginnt! Das Elefantenprojekt steht vor der Tür. Wahnsinn wie schnell das jetzt alles geht. Um 9:30 Uhr sollten wir spätestens am Elephant nature Park Office sein. Ab 7:00 Uhr konnten wir uns allerdings schon eintragen. Um 7:30 Uhr war ich bereits schon wach. Die Nacht war erstaunlicherweise ganz gut. Meine Zimmerkameraden im Julie Guesthouse haben sich wirklich bemüht leise zu sein. Viel habe ich gar nicht davon mitbekommen, dass sie nachts dazu gekommen sind. Ich denke um ehrlich zu sein, dass sie grad so wie sie waren ins Bett geschlüpft sind. Gut für mich! Irgendwann habe ich mich dann entschlossen schonmal meine Sachen wieder einzupacken, ins Bad zu gehen und auszuchecken. Die Rezeption hatte allerdings noch zu. Ich hatte erst gar keine Ahnung, wo ich jetzt meinen Schlüssel abgeben sollte. Ein anderer Backpacker hat mich dann aber auf die Key box hingewiesen. Hoffentlich hat das auch gestimmt. Aber mir blieb ja nichts anderes übrig. Dann habe ich mich auch schon zum Büro meines Projektes bewegt. Das beste war ja, dass ich keine 10 Meter laufen musste um dieses zu erreichen. Ich hätte mir wirklich keinen besseren Platz für diese Unterkunft vorstellen können. Die besten Lokale direkt vor der Tür, nicht weit weg vom Flughafen und direkt neben meinem Projektstartpunkt. Perfekt! Allerdings hat mir in diesem Hostel auch eine Nacht gereicht wenn ich ehrlich bin. Zum Glück hab ich auch schon im anderen Hotel geduscht. Das wäre hier nicht so lecker gewesen. Wenn sich alle Touristen ein Bad teilen, kann man sich ja vorstellen wie es dann aussieht. Aber ich habs überlebt. Und so schlimm war es jetzt auch nicht! Ich habe ja in den letzten 6 Wochen wirklich schon anderes erlebt. Da bin ich was das an geht schon abgehärtet.

Auf jeden Fall habe ich dann mein Ticket vorgezeigt, mein Gepäck abgestellt und in der Lounge gewartet. Es waren wirklich extrem viele Leute da. Und ich war noch mehr als früh dran. Es war nichtmal 8:00 Uhr. Ich hab nur gehofft, dass die nicht alle die Freiwilligenarbeit machen. Das hat sich aber schnell rausgestellt. Die meisten waren nur hier, um einen Tagesausflug zum Naturpark zu machen. Was ein Glück. In dem Raum gab es auch noch Tee, Kaffee, Bananen, Mandarinen und Muffins gratis. So viel Zeit hatte ich hier aber auch gar nicht. Mein Guide kam schon gleich nach 15 Minuten und hat uns abgeholt. Ich habe zu Beginn einen Volunteerpass bekommen, welchen ich dort vorzeigen musste. Mit den anderen 8 Leuten sind wir dann in einem kleinen Van losgefahren. Ca. 1,5h hat die Fahrt 60 km außerhalb Chiang Mais gedauert. Wir haben zwischendurch allerdings auch noch einen kleinen Stop eingelegt. Die anderen Volunteers kamen mir auf den ersten Eindruck schonmal echt nett vor. Das witzigste war, dass eine meiner Gruppe die selbe G Adventures Tour gemacht hat wie ich. Und das beste war auch noch, dass sie den selben Guide hatte. So ein Zufall! Da hatten wir auf jeden Fall schonmal etwas zu reden.
Und dann waren wir auch schon hier! Welcome to the Elephant Nature Park! Es war schon so aufregend einige Elefanten aus dem Auto zu beobachten, als wir angekommen sind. Erst jetzt konnte ich es realisieren was gerade passiert. Man redet immer davon was bevorsteht. Realisieren tue ich es wenn überhaupt erst in dem Augenblick wo es wirklich passiert.

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Nachdem wir unser Gepäck abgelegt hatten, haben wir eine kleine Führung durch den Park bekommen. Zu allererst mussten wir noch einen Bogen ausfüllen und unser Pass vorzeigen. Anschließend durften wir uns ein T-Shirt wegnehmen und eine Flasche in der jeweiligen Tasche aussuchen. Super nett! Mit diesen Beuteln sind wir dann alle rumgelaufen. Vorne auf der Plattform können wir dann unsere Flasche immer mit Wasser auffüllen. Super praktisch.

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Und dann ging es zum ersten Mal zu den Elefanten. Ich liebe diese Tiere. So groß, mächtig, ruhig, riesig, tollpatschig, aber auch gefährlich. Wirklich beeindruckende Tiere. Der Elephant Nature Park liegt super viel wert auf die artgerecht Haltung der Tiere. Das wird uns immer wieder gesagt. Deshalb gibt es aber auch einige Verbote. Man darf zum Beispiel nicht ohne Guide in den Park selber, auf den Elefanten reiten oder ihnen zu nahe treten. Es gibt wirklich einige Regeln, die zum einen nervig sind, aber zum anderen auch wirklich zum Vorteil der Tiere. Außerdem sind die Verbote auch unserer Sicherheit zu Liebe. Aber trotz allem sind wir jetzt durch den Park gelaufen und haben die ersten Elefanten beobachtet. 75 Elefanten gibt es hier. Das Team arbeitet hier unter dem Motto „Save the Elephant“. Deshalb sind auch viele Tiere aus Gefangenschaft, gesundheitlich kranke, psychisch kranke oder auch verletzte Elefanten hier.

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Wir haben uns dann auf den Weg zum nahegelegenen Fluss gemacht. Dort haben die Babyelefanten auf uns gewartet. So putzig! Wirklich! Vielleicht dürfen wir ja auch mal etwas mit ihnen spielen, arbeiten oder unternehmen. Das wäre cool! Aber auch wenn wir jetzt schon den Park gesehen haben, kann ich mir noch gar nicht vorstellen, wie das morgen ablaufen wird. Was werden wir machen? Dürfen wir überhaupt in die Nähe der Elefanten kommen? Schauen wir nur den Arbeitern zu oder dürfen wir auch selber anpacken? Das werde ich dann morgen erfahren.

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Jetzt sind wir auch schon zum Mittagessen in eine andere Location gefahren. Unser Guide hat uns da auch aufgeklärt, dass es hier nur vegetarisches bzw. veganes Essen gibt. Eigentlich ist wirklich 98% vegan. Ein Himmel für mich und viele anderen hier. Der Besitzer hier ist nämlich Veganer. Auf jeden Fall war das Essen der Hammer. Es gab ein großes Buffet mit super vielen verschiedenen Möglichkeiten. Auch die Fleischesser waren begeistert. Dementsprechend sahen aber auch unsere Teller aus. Wir wollten alles probieren. Da kam dann einiges zusammen! Ich will nicht wissen wie ich nach dieser Woche aussehe, wenn wir morgens, mittags und abends so ein Buffet haben. Hilfe!

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Danach ging es wieder runter zur Hauptanlage. Dort haben wir oben auf dem zweiten Stockwerk der Plattform 30 Minuten entspannt. Man hat einen tollen Blick über den Park und kann die Elefanten beobachten. Danach sind wir aber auch schon zum Treffpunkt gegangen. Unsere Zimmer waren fertig! Auf der Tafel stand, mit wem wir uns ein Zimmer teilen werden. Viele müssen sich zu dritt ein Zimmer teilen. Ich bin nur mit Rebecca, auch Becks genannt, in einem Zweierzimmer. Das ist die 18-jährige, die auch die G Adventures Tour vor mir bestritten hat. Das war dann echt cool.
Wir wohnen alle in traditionellen Holzhütten. Die Zimmer sind einfach, aber ok. Es stehen zwei Betten mit Mosquitonetzen im Raum. Das einzigste was hier wirklich nervt ist das fehlende WLAN. Es gibt zwar zwei Stellen, an denen wir WLAN haben sollten. Allerdings sind hier tagsüber so viele Touristen und Volunteers unterwegs, dass man keine Chance hat sich auch nur annäherungsweise einzuloggen. Nervig! Jeder steht da und hofft, das er irgendwann verbunden wird.

Dann ging es auch schon zum ersten Treffen. Jetzt haben wir erst einmal gesehen, wie viele Freiwilligenarbeiter mit uns die Woche verbringen. Es waren extrem viele. Ich glaube bestimmt 40 Personen. Wenn nicht sogar mehr. Auf jeden Fall haben wir uns dann gegenseitig vorgestellt. Dort wurde mir auch wieder bewusst, dass ich die einzige Deutsche bin. Unter 40-50 Personen? Das konnte doch fast nicht sein. Normalerweise trieft es unter Reisenden ja nur von Deutschen. Aber gut. Die meisten, auch aus meiner kleinen Gruppe, kommen aus England. Es sind aber auch viele aus den USA hier. Auch Australier, Neuseeländer und Kanadier sind gut vertreten. Sogar aus Russland, Polen, Irland, Brasilien und Frankreich sind welche hier. Viele Nationalitäten auf einem Haufen. Die meisten aber wieder englische Muttersprachler. Das wird aber bestimmt klappen.
Anschließend hatten wir bis um 18 Uhr Zeit zur freien Verfügung. Und ja! Ich konnte mich ins WLAN einloggen und mal ein Lebenszeichen von mir geben. Das hat mich dann beruhigt. Und um ehrlich zu sein, war es nichtmal so schlecht wie gedacht. Bevor wir uns dann getroffen haben bin ich nochmal kurz in unser Zimmer. Als ich mich auf mein Bett gesetzt habe dachte ich nur: „Wieso ist mein Bett nass?“. Na super! Es muss bestimmt eine Katze oder ein Hund in den Raum gekommen sein und es sich auf meinem Bett gemütlich gemacht haben. Ekelhaft! Das musste ja gerade wieder mir passieren. Aber es gibt schlimmeres.

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Um 18 Uhr war dann die Willkommenszeremonie. Kinder haben davor auf ihren Instrumenten gespielt. Wir saßen alle auf dem Boden, die Schuhe natürlich ausgezogen, und haben darauf gewartet, dass etwas passiert. Die Zeremonie war naja, eine Zeremonie eben. Ein Typ hat sein wunderschönen Gesang vorgetragen und irgendwelche Gebete vor sich her gesagt. Am Schluss haben wir alle noch ein weißes Armband angebunden bekommen. Das ist ähnlich, wie das was ich aus Kambodscha (Angkor Wat) von den Mönchen bekommen habe. Es soll Glück bringen und einen vor dem Bösen, wie Krankheiten beschützen. Allerdings soll man es eine gewisse Zeit lang auch wirklich kontinuierlich tragen. Anschließend habe ich einem der Ansprechpartner hier auch das Problem unseres Zimmers mitgeteilt. In dem Bett wollte ich jetzt wirklich nicht schlafen. Ich dachte, dass sie einfach das Laken und die Bettwäsche wechseln könnten. Aber anscheinend hatte das ganze Personal schon Feierabend. Er wollte sich aber drum kümmern. Wir durften in das Zimmer P27 umziehen. Das tat mir schon halber Leid für meine Zimmernachberin. Aber ich konnte ja wirklich nichts dafür.

Vor dem Umzug gab es aber erstmal noch ein gigantisches Abendessen. Oh man! Ich ess hier einfach zu viel. Bei dieser Auswahl und dem riesen Buffet ist das aber fast unvermeidlich. Auf jeden Fall war es wieder sehr gut.
Dann haben wir uns auch schon auf die neue Zimmersuche begeben. Und das hatte sogar noch einen besseren Platz als das erste. Das Bad war nämlich direkt unter uns. Perfekt! Als wir dann unser Zeug wieder zusammenpacken wollten, ist gleich eine Katze unter unserm Bett zum Vorschein gekommen. Es hat also doch gestimmt! Gut das wir wechseln konnten! Und hier sind wir jetzt, machen uns noch Bettfertig und relaxen noch ein bisschen, bevor wir dann auch früh ins Bett gehen. Morgen geht es früh los! Das wird sicher ein spannender erster „Arbeitstag“. Mal sehen was auf uns zukommen wird.

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