First day as a Volunteer

Tag 46 – Elephant Nature Park

Unser erster richtiger Tag, als Volunteer! Eigentlich hätten wir gar nicht unseren Wecker stellen müssen. Bereits um 5:00 Uhr haben uns die Elefanten geweckt. Ich bin halber erschrocken, als ich das Tröten (keine Ahnung wie man das nennt) gehört habe. Aber dann wusste ich spätestens wieder, wo ich mich gerade befinde. Ein Traum war es also doch nicht. Bis mein richtiger Wecker um 6:30 Uhr losging, konnten wir uns noch einmal hinlegen. Zum Glück! Das wär nicht so lustig geworden, wenn wir jeden Tag um 5:00 Uhr aufstehen hätten müssen. Die Nacht konnte ich eigentlich wirklich gut schlafen. Es war allerdings wirklich extrem kalt. Das hat jeder zum aussetzen gehabt. Aber vielleicht bekommen wir ja noch eine zweite Decke. Wir schlafen halt wirklich fast wie im freien in den Hütten. Abends und morgens ist extrem frisch.
Nachdem wir uns kurz fertig gemacht haben, sind wir auch schon vor zum Frühstück. Hier interessiert es eigentlich fast keinen, wie man gerade rumläuft. Ich meine man ist ja hier wegen den Tieren und der Arbeit und nicht weil man einen Schöhnheitspreis gewinnen will. Hauptsache bequem und praktisch.
Das Frühstück findet jeden Tag um 7:00 Uhr statt. Auch das war alles Vegan. Viele haben ihr Rührei, Omelette oder Spiegelei vermisst. Ich war mehr als glücklich. Es gab verschiedene Müslis, Pflanzenmilch, Pflanzenjoghurt, Bananen, Äpfel und Trauben, vegane Muffins, Toast, baked Beans, Salat, Gemüse, Marmelade und einiges mehr. Das herzhafte hat mich aber gar nicht wirklich interessiert. Ich finde es immer noch komisch jeden morgen so zu essen, als wäre es das Mittag- oder Abendessen. In der ganzen Tour gab es immer schon Nudeln, fried rice, gebratenes Gemüse, Fleisch, Omelette, Suppe, und und und. Deshalb trifft sich das hier echt gut.

 

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Um 8:00 Uhr ging dann unsere Arbeit los. Wir haben uns erstmal unseren Wochenplan und die Gruppenaufteilung angeschaut. Ich bin in der Gruppe C. Wir sind wirklich einige Volunteers. Wenn ich mich nicht täusche sind es 56. Da ist es gut, dass wir untereinander noch einmal aufgeteilt sind. Bevor es dann los ging haben uns unsere Helfer noch einige Informationen mitgeteilt.

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Und dann ging es auch schon los. Unser Programmpunkt heute morgen war „Elephant Food“. Wir waren uns erst gar nicht sicher ob das jetzt heißt, dass wir das Essen zubereiten oder die Elefanten wirklich füttern dürfen. Aber das haben wir dann gleich herausgefunden. Zu Beginn haben wir wieder die Massen an Bananen, Wassermelonen und Kürbissen gesehen. Wahnsinnig, wie viel diese Tiere essen. Elefanten essen so gut wie alles, außer natürlich Fleisch. Sie sind Pflanzenfresser bzw. Vegetarier. Mir war es auch lieber, Obst und Gemüse zuzubereiten, als mit Fleisch zu hantieren. Aber gut! Unsere Aufgabe war erstmal die Kürbisse in das Wasserbecken zu befördern und zu putzen. Wir standen also alle in einer Reihe und haben uns einen Kürbis nach dem anderen in die Hände gegeben. Ich kam mir vor wie eine Maschine. Die Arbeit war aber ganz entspannend, auch wenn die Kürbisse manchmal einiges wiegen. Die meiste Arbeit hatten diejenigen, die am Wasserbecken standen und für das Saubermachen zuständig waren.
Als wir das dann alles geschafft hatten ging es zu den Wassermelonen. Ich will nicht wissen, wie viele Wassermelonen in diesem Container waren. Hunderte! Wenn nicht sogar mehr. Es waren auf jeden Fall eine Menge. Da könnt ihr euch vorstellen, wie lange wir gebraucht haben, um alle Früchte aus dem Behälter zu transportieren. Wir haben also diesmal zwei Schlangen gebildet, und so die Wassermelonen in die Schränke einsortiert. Ich hab mich in einem Bällebad aus Wassermelonen befunden und eine Wassermelone nach der anderen weitergegeben. Das war schon ein halbes Workout. Aber es hat Spaß gemacht. Als die letzte Wassermelone aus dem Wagen kam, hat man sich übertrieben gefreut.
Währenddessen hat man sich untereinander unterhalten und sich eben kennengelernt. Eine Französin kann sogar etwas deutsch. Aber eben so gut wie ich auch französisch kann. Meine Gruppe ist echt cool. Bis jetzt verstehe ich mich mit allen. Es ist aber ganz klar, dass man mit den ein oder anderen mehr zu tun hat als mit den anderen.

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Dann ging es auch schon zum coolsten Part heute, das Füttern! Darauf haben wir uns auf jeden Fall am meisten heute morgen gefreut. Wir durften also zu den Elefanten. Ich finde es so erstaunlich, dass sie die Wassermelonen und Kürbisse einfach so essen. Davor werden sie meistens in etwas kleinere Stücke zerteilt. Aber dennoch ist die ganze Schale noch dran. Erstaunlich.
Zwei Elefanten waren zu Beginn bei uns. Später kamen noch einmal zwei weitere. Man darf auf keinen Fall das Essen direkt in den Mund geben. Man legt es ihnen immer in den Rüssel. Damit greifen sie dann das Futter und schieben es sich selber in den Mund. Es war so cool, so nahe bei den Tieren zu sein. Die Haut hat sich extrem dick, trocken, faltig und rau angefühlt. Irgendwie auch wie wirklich dickes Leder. Man kann es gar nicht so beschreiben.
Bei einigen Elefanten hat man auch gemerkt, dass sie verletzt sind oder es Ihnen nicht komplett gut geht. Ein Elefant konnte das Essen nicht richtig mit dem Rüssel greifen, ein anderer hatte Probleme mit dem Fuß. Unser Guide meinte, dass er früher seiner Mutter gefolgt ist und an einer Kette gebunden war. Da sieht man mal wieder wie schrecklich das für die Tiere ist. Einige Elefanten tragen auch eine Decke, da ihnen ohne zu kalt wäre.

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Nachdem wir dann alles verfüttert hatten ging es wieder zurück auf die Plattform. Nach ein paar Minuten haben wir uns aber auch schon zum Mittagessen getroffen. Um 11:15 Uhr werden wir bereits mit kleinen Vans abgeholt. Um 11:30 Uhr gibt es dann schon Essen. Wirklich ungewohnt früh. Aber das ganze Essen war für mich wieder einfach perfekt. Und viel zu viel! Ich habe jetzt aber auch schon mitbekommen, dass ein Paar einfach das Fleisch fehlt. Verständlich! Aber die Woche werden sie es überleben. Als wir dann fertig gegessen haben und unten im Park angekommen sind, hatten wir noch ca. 1 Stunde Zeit, bis es wieder weiter ging.
Eigentlich sollten wir heute Mittag den Park sauber machen. Aber das wurde kurzfristig geändert. Leider! Oder auch nicht! Keine Ahnung was besser gewesen wäre. Auf jeden Fall waren wir wieder zuständig um ein riesigen Wagen voll mit Kürbissen zu leeren. Sogar zwei bzw. später sogar drei Gruppen waren dafür zuständig. Er war wirklich riesig. Und wenn man bedenkt, dass man jeden einzelnen Kürbis aus dem Wagen liefern muss, kann man sich denken wie lange das dauert. Wir haben also zwei- drei Reihen gebildet und wieder menschliche Maschinen gespielt. Wie auch schon heute morgen. Etwas Abwechslung wär schön gewesen. Aber wenn eben Ware kommt, muss die auch verräumt werden. Zum Glück hat ein Guide dann auch Musik laufen lassen. Da hatten wir dann etwas Unterhaltung und konnten Mitsingen. 2 Stunden waren wir beschäftigt. Ein Jubel, als der Wagen leer war!

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Nach 15 Minuten Pause ging es zum nächsten Programmpunkt. Darauf habe ich mich sehr gefreut. Das Baden stand auf dem Plan. Leider findet das für uns nur zweimal die Woche statt. Und das eine Mal war heute. Wir durften uns alle einen Eimer nehmen und sind dann schon los zum Fluss. Dort sind die Elefanten dann gleich auf uns zu gekommen. 4 insgesamt waren es. Also nicht die Welt. So konnte man sich eher auf die wenigen konzentrieren. Man durfte sie überall Baden, bis auf direkt in die Augen oder die Ohren. Aber es schien so, als wenn es ihnen gefallen hat. Dabei durften sie ja auch noch Bananen fressen. Auf jeden Fall war es wirklich cool und hat super Spaß gemacht. Auch das Wetter ist perfekt. Bis auf die kalte Nacht könnte es nicht besser sein. Bei dem ganzen Wasser hatte ich nur ein bisschen Angst um meine Kamera. Viele anderen hatten eine Go Pro. Die fehlt mir hier wirklich noch. Das habe ich schon ein paar Mal auf meiner Reise gedacht. Aber mit meinen Kameras bin ich wirklich mehr als zufrieden.

 

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Anschließend ging es direkt in die Dusche. Ich hatte wirklich schlechte Befürchtungen. Gestern haben nämlich schon einige berichtet, dass sie eiskalt sein soll. Wie soll ich bitte da meine Haare waschen. Aber gut! Es musste sein! Besser jetzt wenn wir noch aufgewärmt sind, als morgens oder spät abends wenn es auch draußen kühl ist. So schlimm war es dann gar nicht. Warmes Wasser ist zwar was anderes, aber man konnte es gut aushalten. Was ein Glück.
Als ich dann zurück ins Zimmer gekommen bin, hatte ich erstmal den Schreck meines Lebens. Ihr wisst nicht, was für eine riesige Spinne in unserem Zimmer ist. Massiv! Ich kann nicht fassen, dass wir die gestern nicht entdeckt haben. Später haben wir dann auch rausgefunden, dass zwei andere Volunteers hier deshalb das Zimmer gewechselt haben. Jetzt haben wir es! Auf jeden Fall ist es besser, als ein vollgepinkeltes Bett. Die zwei Frauen sind sogar in ein Hotel außerhalb des Parks gegangen. Sie übernachten und frühstücken jetzt dort. Das finde ich um ehrlich zu sein etwas übertrieben. Ich mein ich kann verstehen, dass man Spinnen vielleicht nicht mag. Das tu ich auch nicht! Aber deshalb dann in ein anderes Hotel gehen? Ich meine wir haben extra für diese Unterkunft, das Essen und alles andere bezahlt. Da würde ich mir mein Geld sparen. So schlimm ist es ja jetzt auch nicht. Ein authentisches Erlebnis eben! Sehen wir es mal so.

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Danach konnten wir uns wieder zur Plattform begeben und ein bisschen das halbwegs funktionierende WLAN ausnutzen. Sogar einen Blogbeitrag hat es geschafft hochgeladen zu werden. Das war vielleicht ein Krampf! Aber es ging. Um 18:00 Uhr hab es dann schon wieder Abendessen. Da brauche ich ja nichtmehr viel zu sagen. Für mich hätte es nicht besser laufen können! Am Tisch habe ich mich dann etwas mit einer Französin und einer Russin unterhalten. Das ist wirklich die erste Reisende aus Russland die ich getroffen habe. Sie selber meinte auch, dass es in Russland super untypisch ist zu verreisen. Schon gar nicht mehr als ein-zwei Wochen. Beide waren irgendwie ganz beeindruckt, als ich erzählt habe wie meine Reise bis jetzt aussah und wie alt ich bin. Aber gut!
Um 19:00 Uhr wurde dann eine „movie night“ angeboten. Die haben wir uns nicht entgehen lassen. Wir saßen also alle vor einer kleinen Leinwand und haben „The Jungle Book“ angeschaut. Es war wirklich cool. Den Film habe ich zuvor auch noch nicht gesehen. Ich kannte eigentlich nur die Zeichentrick Variante. Während dem Film hat es sich eine Katze auf mir bequem gemacht. Die durfte ich dann verwöhnen. Hier gibt es einfach so viele Katzen und Hunde. Extrem! Es ist schon komisch, wenn man kein Tier irgendwo sitzen sieht. Das macht das hier aber auch aus. Der Film war wirklich gut. Auch wenn ich mich ein paar Mal wirklich erschreckt habe und ich diese Schlange einfach nicht ansehen kann. Dennoch habe ich es genossen einfach mal wieder entspannt einen Film anzuschauen.
Danach ging es auch gleich ins Bett. Ich mein Morgen geht es wieder früh los. Außerdem waren wir auch einfach müde!

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