Mud bath

Tag 48 – Elephant Nature Park

Es ist schon Donnerstag! Der 4. Tag hier im Elephant Nature Park. Es fühlt sich so an, als wären wir gerade erst angekommen. Ich genieße es sehr hier zu sein. Schon fast Schade zu sehen, wie schnell diese Woche vergeht. Aber daran kann man ja schlecht etwas ändern.
Um 5:00 Uhr morgens haben die Elefanten schon ein lautes Ständchen für uns gesungen. Die waren also schon einmal wach. Wir eher weniger. Es fällt uns jeden Tag schwerer aus dem Bett zu kommen. Es ist wir beim ersten Schultag. Am ersten Tag kann man es kaum erwarten aufzustehen. Am zweiten Tag kommt man noch relativ leicht aus dem Bett. Und am dritten Tag will man sich am liebsten nochmal umdrehen und eine Stunde länger schlafen. Aber sonst würden wir ja das Frühstück verpassen. Also ging es für uns um 7:00 Uhr wieder vor zum Buffet und um 8:00 Uhr zum Meetingpoint.

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Eigentlich hätten wir heute morgen Bambus für die Elefanten sammeln sollen. Dies geschieht normalerweise im eine Stunde weit entfernten Wald. Unsere Aufgabe wurde allerdings wieder geändert. Anscheinend sind die Straßen dorthin nicht sicher genug. Deshalb fällt diese Arbeit, ich denke mal für die ganze Woche, ins Wasser. Dennoch geht den Helfern hier nie die Arbeit aus. Bei uns stand stattdessen Steine sammeln auf dem Plan. Steine sammeln? Wirklich? Ja, es war so. Ich habe mich wirklich gefragt, für was Elefanten Steine benötigen. Diese werden aber für die Abgrenzungen im Park verwendet. Ob ich mich über diese Arbeit freuen sollte, wusste ich jetzt nicht. Die anderen Gruppen mussten die Wand streichen, sich um das Essen kümmern und den Mist wegschaufeln.
Bevor wir runter an den Fluss gelaufen sind ist noch was passiert. Ich weiß nicht ob ich es lustig, gruselig oder gefährlich finden soll. Ein Elefant hat uns halber attackiert. Der Wächter hat das Gatter des Parks versucht zuzumachen. Daraufhin hat der clevere Elefant allerdings einfach seinen Rüssel verwendet, um das Stahltor aufzumachen. Da haben wir erst einmal gemerkt, was für eine Kraft ein solches Tier hat. Innerhalb von einer Sekunde war das Gatter also auf. Unsere Gruppe hat sich hinter diesem Tor befunden. Der Elefant ist also auf uns zugekommen. Zu Beginn haben wir uns nicht wirklich etwas dabei gedacht. Ich mein, wir sind den Elefanten schon wirklich nahe hier getreten. Als er aber auf uns zu gerannt kam wussten wir das es vielleicht besser wäre aus dem Weg zu gehen. Unser Guide für heute rief gleich: „Moove!“, „Run!“. Und dann ging das gerenne auch schon los. Hinter uns war gleich der etwas abgetrennte Treffpunkt. Dort dachten wir sicher zu sein. Aber nein! Der Elefant ist einfach in den offengelegen es Raum reingelaufen. Oh Gott! Ihr müsst euch das mal vorstellen, wie wir zappelnd von A nach B gerannt sind, um dem Elefanten auszuweichen. Irgendwann hatte der Wächter ihn wieder im Griff. Wir haben uns nicht mehr bekommen vor lachen. Das war die erste sportliche Aktivität nach 1,5 Monaten Reise. Und diese Aktivität ging gefühlte 30 Sekunden. Aber gut! Wir sind am Leben! Und eigentlich war es echt lustig. Dennoch haben wir jetzt gemerkt, wie schnell etwas schief gehen kann und wie viel Kraft solch ein Tier hat.
Jetzt stand und auch nichts mehr im Wege, mit der Arbeit zu beginnen. Ich muss zugeben, dass es jetzt nicht die anspruchsvollste und spannendste Aufgabe ist, Steine zu sammeln. Aber wenn man in einer Gruppe ist, macht das schon viel mehr Spaß. Man hat immer was zum reden und lachen. Was ich hier einfach so genieße ist den ganzen Tag an der frischen Luft zu sein. Zu Hause ist man so oft im Haus oder in der Stadt. Hier sind wir wirklich morgens bis abends draußen in der Natur, bei den Elefanten und auf der Plattform. Man hat wirklich viel Freiraum im Park. Selbst schlafen tun wir ja halbwegs draußen. Das ist wirklich super toll und für mich auch mal was anderes.
Wir haben also Steine gesammelt. Währenddessen konnten wir mit den Hunden spielen und ihnen Stöckchen werfen. Zwischendurch mussten wir uns und unsere Sachen auch wieder von Kühen mit massiven Hörnern in Sicherheit bringen. Man hat hier nie seine Ruhe. Es ist immer was los.

Um 10:00 Uhr haben wir der Haufen an Steine auch groß genug. Wir konnten uns bis zum Mittagessen selber verweilen. Um 11:15 Uhr wurden wir dann abgeholt zum Essen. Davor durften wir aber zum Glück noch unserem kleinen Freund Tschüss sagen. Die Spinne wurde von zwei unserer Guides entfernt. Das musste einfach sein. Ich meine, als die Spinne noch oben am Holzbalken sein Unwesen getrieben hat war es mir noch egal. Aber jetzt kommt sie immer näher an unsere Betten. Viele haben sich schon gewundert, wie wir drei Nächte mit diesem gigantischen Viech verbringen konnten. Aber wir zwei sind halt hart im nehmen. Auf jeden Fall müssen wir uns jetzt keine Gedanken mehr machen, wo die Spinne sich gerade befindet. Nachdem wir gut zu Mittag gegessen haben ging es runter in den Park.

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Um 13:00 Uhr begann auch schon wieder der nächste Arbeitsauftrag. Heute stand für die Gruppe E und C „cleaning the parc“ auf dem Plan. Das hieß wir haben uns wieder alle eine Schaufel geschnappt und sind durch den Park gezogen. Es war super heiß heute. Heute morgen war es echt windig und frisch. Jetzt musste ich aber wirklich aufpassen, mich nicht zu verbrennen. Und übrigens, ein Selfie mit einem Elefant nennen wir Elfie.
Zu Beginn war unsere Aufgabe jetzt nicht das tollste, was ich mir hätte vorstellen können. Ich dachte wirklich, mehr mit den Elefanten machen zu können. Dazu haben wir nicht wirklich die Chance. Es ist ja auch verständlich. Auf der anderen Seite des Flusses haben wir dann ein anderes Elefantencamp beobachten können. Sie sind auf den Elefanten geritten und mit ihnen Spazieren gegangen. Da wurde uns aber wieder klar, dass wir hier die bessere Wahl treffen.

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Und schlussendlich wurden wir auch noch belohnt, den Dreck weg zu machen. Wir konnten den Elefanten beim „Mud Bath“ beobachten. Das war der Wahnsinn! Es war so herrlich, ihnen dabei zuzusehen, wie sie sich mit Schlamm beschmeißen und in ihm baden. Es war ihnen wohl auch zu heiß. Danach sahen sie aus wie kleine Ferkel. Ich hätte ihnen Stunden dabei zusehen könne, wie sie ihren natürlichen Sonnenschutz auftragen. Dieses Ereignis hat den Tag um einiges bereichert.

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Als wir dann mit dem kleinen Truck zum Camp zurückgefahren sind haben wir uns beschlossen, den Hunden noch einen Besuch abzustatten. Um 15:15 Uhr konnte man sich dafür treffen. Allerdings ist die thailändische Pünktlichkeit anders als unsere. Somit sind wir dann kurz nach 15:30 Uhr zu dem Hundecamp. Wir durften uns aussuchen ob wir mit den kleinen etwas spielen oder spazieren gehen wollen. Wir haben uns für das Laufen gehen entschieden. Jeder von uns hat also einen eigenen Hund bekommen. Dem einen fehlte ein Bein, der andere hatte eine Verletzung am Bein und der nächste trug einen Art Maulkorb. Mein süßer Hund hat Krebs. Heute morgen hat er eine Therapie bekommen, weswegen er noch nicht so ganz fit war. Mit ihm bin ich dann etwas durch den Park gelaufen, so gut wie es eben ging.
Danach ging es ab unter die Dusche und ab auf die Plattform.

Um 18 Uhr gab es wieder Abendessen. Heute gab es sogar Phó. Das hat mich so an Vietnam erinnert. Man hab ich das vermisst. Allerdings haben wir die Nudelstation erst später entdeckt, nachdem wir mit dem richtigen Buffet schon fertig warn. Wir haben also wieder viel zu viel gegessen. Jetzt sitzen wir noch etwas unten am Tisch zusammen. Über uns wird der traditionelle Tanz vorgeführt. Aber das hat uns jetzt nicht so angemacht. Ansonsten weiß ich nicht ob noch wirklich was spannendes passieren wird. Der Tag heute hat mir wieder sehr Spaß gemacht. Mal sehen wie es morgen wird.

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