Time for a schooltrip

Tag 49 – Elephant Nature Park

Um 6:30 Uhr aus dem Bett zu kommen wird immer schwerer. Jetzt können wir fast nicht anders, als den Wecker 15 Minuten später zu stellen. Zum Frühstück schaffen wir es ja dennoch. Ich weiß gar nicht, ob es für euch so spannend ist, diese Woche mit zu verfolgen. Ich meine ich bin ja gerade eine Woche am gleichen Ort, der Tag ist meistens gleich strukturiert und so extrem spannende Sachen passieren jetzt auch nicht. An Bilder kann ich euch auch nicht immer was Neues präsentieren. Jeden Tag Bilder von Elefanten zu sehen kann für euch auch langweilig werden. Aber dennoch möchte ich das Reisetagebuch für mich weiterführen, um auch später noch zu wissen, was ich hier im Elephant Nature Park denn so erlebt habe. Außerdem passiert ja doch immer das ein oder andere unerwartet.

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Heute Morgen konnten wir uns zwischen zwei Aufgaben entscheiden, „Elephant poo“ oder „Elephant food“. Wir haben uns heute mal für das Essen entschieden. Auch wenn man beim anderen mehr im Park unterwegs ist, wollten wir mal wieder etwas Abwechslung haben. Zu erst mussten Wassermelonen zum Becken gebracht und dort gewaschen werden. Ich stand auch der oberen Etage des Schranks und musste ein Wassermelone nach der nächsten nach unten werfen. Als das getan war, durfte ich die reifen Bananen schälen. Super anspruchsvoll! Aber das war mir fast lieber, als die Bananenstauden ein zu sortieren.

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Anschließend ging es auch zum erhofften Füttern. Wir hatten erst die Befürchtung, das das für uns ausfallen wird, weil heute morgen noch etwas anderes anstand. Aber Nein! Was ein Glück. Endlich durften wir wieder nahe an die wundervollen Tiere ran. Manche wollte ihre Bananen lieber geschält, andere im Ganzen. Es war wirklich wieder cool, die Elefanten füttern zu dürfen. Aber schon um 9:40 Uhr war Schluss. Denn es war noch ein bisschen Zeit für uns eingeplant, um uns regelgemäße Kleidung anzuziehen.

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Heute haben wir nämlich einen Ausflug zu der lokalen Schule gemacht. Um 10:10 Uhr sollten wir für den „schooltrip“ parat sein. Dann ging es mit einigen Vans los. Die Schule liegt gar nicht so weit weg von unserem Camp. Wir mussten also keine Ewigkeit fahren.
Wir waren ziemlich überrascht, wie groß und modern die Schule doch ist. Natürlich kann man sie nicht mit unseren Schulen vergleichen. Aber das ist denke ich klar. Zu Beginn haben und einige Schülerinnen Freude strahlend ihren Tanz vorgeführt. Dazu trugen sie die passende Kleidung. Wirklich viele Mädchen bzw. Tänzerinnen waren total aufgestylt. Es ging aber keine 2 Minuten, da kam eine Schülerinn auf mich zu gerannt und nahm mich an die Hand. Sie zog mich gleich in ihr Klasse. Dort haben wir dann aus Papptellern und Wachsmalstiften Fische gebastelt. Irgendwie war das echt noch cool. Auch andere von meiner Gruppe sind schlussendlich hier gelandet. Manche haben aber zum Beispiel auch Armbänder gemacht oder andere Dinge gebastelt.
Meine Gruppenmitglieder wurden dann aber gleich in Ruhe gelassen. Zu mir kam der Rest. Ich hab mal wieder keine Ahnung wieso. Das kleine Mädchen war ganz begeistert von meiner Kamera. Sie wollte ganz viele mit Ihr machen. Dann kam ein anderes Mädchen dazu. Die beiden haben mir dann ihre Schule gezeigt und mich durch alle Gassen geführt, die es nur so gab. Auf dem Pausenhof wurde wirklich einiges geboten. Es gab einige Stände, die Eis, Waffeln, Getränke oder anderes Angeboten haben. Dort haben sich fast alle von uns etwas geholt und sich damit auf eine Bank gesetzt. Ich war ja beschäftigt den Kindern zu folgen. Die haben mich gar nicht mehr in Ruhe gelassen. Somit haben sie mir ganz stolz die Kröten, Fische und Insekten gezeigt. Am Schluss waren es vier Mädels die an mir hingen. Aber dann mussten wir auch zum Glück gehen. Es war wirklich cool eine Abwechslung im „Alltag“ hier zu haben. Es hat einem Freude gemacht, die Kinder freudestrahlend ihre Schule präsentieren zu sehen.

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Jetzt war aber Mittagessens Zeit. Wir sind also direkt mit den Vans zur Essenslocation gefahren. Danach sind wir wieder wie üblich in das Camp, hatten eine Stunde zur freien Verfügung und sind dann wieder zum Treffpunkt für die Mittagsaufgabe. Bei uns stand heute Bambusblätter besorgen auf dem Programm. Diese sind für den Elefanten Dalla bestimmt. Mir hat die Aufgabe jetzt nicht so zugesagt. Aber es war mal etwas anderes. Das war doch schon einmal etwas Positives. Wir sind also, jeder von uns mit einer Sichel bewaffnet, aus dem Park gelaufen. Unsere Vorstellung war, auf einem Feld diese Pflanze zu sammeln. Das wär aber zu einfach gewesen. Wir sind also in irgendeinem abgelegenen Busch gegangen und haben gewaltsam versucht die Bambusstängel durch zu schneiden. Das Problem war auch noch das diese Pflanze an einem super steilen Abhang gewachsen ist, wenig Platz zu Verfügung war und unsere kleine Gruppe schon zu groß für diese Aufgabe war. Das hieß, dass die meisten die ganze Zeit nur blöd rumgestanden sind. Unsere Jungs haben die meiste Arbeit übernommen und den halben Wald auseinandergenommen. Das gute war, dass wir nach super kurzer Zeit schon genug Blätter gesammelt hatten. Wir konnten also zurücklaufen und es dem Elefanten Dalla überreichen. Dalla hat ein gebrochenes Bein. Ich meine mich Erinnern zu können, dass sie 23 Jahre alt ist. Sie ist noch nicht bereit um bei den anderen Elefanten zu sein. Bei ihr haben wir dann die meiste Zeit unseres Mittags verbracht.

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Als wir aber auch damit fertig waren, hieß es schnell umziehen und weiter ging’s. Heute stand das zweite und damit das letzte Baden der Elefanten statt. Wir haben uns um 15:10 Uhr dafür getroffen, haben uns einen Eimer geschnappt und sind zum Fluss. Der Ablauf war eigentlich wie letztes Mal. Es war wieder super cool. Aber natürlich ist es nicht mehr so etwas Besonderes, als wenn man es das erste Mal tut. Allgemein dauert diese Aktivität auch nicht wirklich lange. Danach hab ich aber auf jeden Fall eine Dusche gebraucht. Heute war es wieder so heiß. Außerdem bekommt man einiges an Wasser ab, wenn die Menschen gegenüber das Wasser über den Elefanten zu einem selbst katapultieren, anstatt es auf den Elefanten zu schütten. Es war einfach lustig. Das Schreien suollte man sich aber besser verkneifen.

Nach der Dusche ging es auf die Plattform und anschließend zum Abendessen. Normaler Ablauf eben! Ich verstehe mich mit den Leuten hier aber super gut. Es sind auch viele jüngere Mädels hier, die einfach das selbe machen wie man selbst. Klar gibt es auch eine Person, über die man sich aufregen kann. Aber das ist ja bekanntlich immer so.

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Das Abendprogramm begann heute um 19:30 Uhr. Wir hätten schon davor im stehen einschlafen können. Ich war super geschafft. Der Tag war wieder super lang. Dennoch wollten wir uns den Programmpunkt nicht entgehen lassen. Ich meine, um 19:00 Uhr schon ins Bett zu gehen ist vielleicht auch nicht das Wahre. Und was kann man hier sonst tun außer zu Reden und das Wifi auszunutzen. Im Konferenzraum haben die Mahoud schon auf uns gewartet. Das sind die Männer, die sich hier um die Elefanten kümmern. Sie haben eine kleine Band gegründet und wollten uns heute Abend ihre Lieder vortragen. Die Arbeiter sind super arm. Ihre Instrumente waren eigentlich keine Richtigen. Die Flöten bestanden aus Plastik und die Rassel aus einem Art Becken, welches vermutlich mit Reis oder anderen Körnern befüllt wurde. Zu Beginn mussten wir uns wirklich das Lachen verkneifen. Naja, sagen wir es mal so, es war jetzt musikalisch nicht das Wahre. Aber es war schön zu sehen, was für eine Freude sie dabei hatten und wie bemüht sie doch waren. Sie trugen sogar alle aufeinander abgestimmte Kleidung. Zwischendurch hat man sich aber schon gefragt: „Wie lange wollen die noch spielen?“. Jedes Lied hat sich irgendwie gleich angehört. Die Menschen sind aber einfach so nett. Sie wünschen uns allen, dass wir die ganze Welt bereisen und gesund bleiben. Da fühlt man sich fast schlecht, wenn man überlegt, dass diese Männer ihr ganzes Leben hier verbringen und wirklich hart arbeiten. Dennoch scheint es so, als wenn sie es uns gönnen würden. Die Menschen, die am wenigsten haben, sind meist die Freundlichsten.
Nachdem dann auch das musikalische Vorspiel zu Ende war sind wir gleich in unsere Zimmer. Unser größter Wunsch war einfach zu schlafen!

 

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