Fotoshooting

Tag 50 – Elephant Nature Park

„Shut up“! Das habe ich mir heute die ganze Nacht gedacht. Die Hunde haben gekläfft und Terror gemacht, wie es nur ging. So nervig hab ich die wirklich noch nie erlebt. Schlimm! Dadurch ist man halt das ein oder andere Mal mehr wach geworden. Aber gut. Daran konnte man wirklich nichts ändern. Wenn es nicht die Elefanten sind, dann die Hunde.

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Wie jeden Morgen sind wir wieder zum Frühstück. Meistens gibt es bei uns Müsli, Bananen, Äpfel, Peanutbutter, Toast und Tee. Daran könnte ich mich gewöhnen. Danach ging es wieder zum Treffpunkt. Bei uns stand noch einmal „Elephant Poo“ auf dem Plan. Und das wahrscheinlich das letzte Mal. Wir fanden es gar nicht so übel um ehrlich zu sein. Auf jeden Fall besser als Steine sammeln, Bambusblätter besorgen oder Foodtrucks ausladen. Außerdem ist unsere Gruppe C wirklich cool drauf. Ich verstehe mich mit allen super. Bei den anderen Gruppen ist immer Mal jemand dabei, der etwas komisch drauf ist.
Auf jeden Fall sind wir dann wie sonst auch, von einem Platz zum nächsten marschiert und haben sauber gemacht. Als wir am Fluss angelangt sind haben uns natürlich wieder die Elefantengruppe begrüßt. Unsere Rucksäcke lagen ganz schön gefährlich. Einen kurzen Moment hatte ich wirklich Angst um meine Kamera und mein Handy. Die Elefanten haben nämlich auf einmal die Richtung gewechselt und sind direkt auf unsere Gegenstände zugelaufen. Es ging aber nochmal alles gut.

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Als wir fertig mit der Arbeit waren, durften wir noch auf eine Plattform steigen, um die männlichen Elefanten zu beobachten. Ein Elefant hatte wirklich gewaltige Stoßzähne. Es war super lustig und faszinierend zu beobachten, wie sie mit ihrem Rüssel das Futter riechen und es von der Mauer in ihr Mund befördern. Total abgefahren was sie alles damit machen können. Außerdem hatten wir von oben einen schönen Blick auf den Park.

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Danach ging es wieder zurück. Wir hatten noch etwas weniger als eine Stunde Zeit, bevor es zum Mittagessen ging. Wir dachten eigentlich, einfach etwas auf der Plattform zu chillen. Aber dann ging die Musik an. Ein Volunteer hier ist Zumba-Lehrerin. Und irgendwie waren wir in der Stimmung zu Tanzen und uns etwas zu bewegen. Also sind wir vier Mädels Bex, Grace, Beth und ich, hinter die Lady aus Mississippi gestanden und haben losgelegt. Es war so lustig und hat wirklich Spaß gemacht. Das hätte ich gar nicht erwartet. Aber ich will diese 30 Minuten Zumbasession definitiv nicht missen. Es war einfach cool und zum totlachen. Danach sind wir wieder wie gewohnt zum Lunch.

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Mittags stand dann nicht mehr so viel auf dem Programm. Arbeiten mussten wir heute nicht mehr. Allerdings wurde es Zeit für das Gruppenfoto. Wir haben uns also in unsere Volunteer- T-Shirts geschmissen und sind los zum „Fotoshooting“. Bis da jede Kamera und jedes Handy ein Foto war ging es eine Ewigkeit. Aber wir haben es geschafft. Dann waren unsere Guides an der Reihe. Die Jungs waren wirklich so lieb und haben wirklich einen tollen Job gemacht. Die ganze Zeit haben sie uns begleitet, und gesagt was wir tun sollen, und uns mit der Arbeit geholfen. Wirklich super freundliche und tolle Menschen, die hier im Elephant Nature Park arbeiten.

Danach haben sich dann einige freiwillig erklärt, den Bananentruck auszuladen. Der ist zufällig heute noch gekommen. Was eine Freude! Wir haben uns da ehrlich gesagt etwas gedrückt bzw. es waren schon mehr als genug Helfer parat. Außerdem hatten wir schon was anderes auf dem Plan stehen. Ein weiteres Gruppenmitglied ist nämlich Friseusin und Yogalehrerin. Sie hat uns eine Yogastunde angeboten. Wirklich viele hatten Lust dazu. Ich glaube wir waren schlussendlich 12 Leute die auf der Plattform saßen und auf die Yogastunde gewartet haben. Unsere Kameradin war super professionell. Ich hab gar nicht damit gerechnet. Aber man hat auf jeden Fall gemerkt, dass sie das nicht zum ersten Mal macht. Yoga an sich hab ich eigentlich noch nie gemacht. Zu mindest noch nie direkt in einem Kurs. Aber im Moment ist das ja ziemlich gehyped und angesagt. Also wieso nicht? Und ich muss sagen es tat echt gut und war extrem entspannend. Danach wollten wir am liebsten nur noch liegen bleiben und einschlafen. So gut tat das! Erst Zumba und dann auch noch Yoga! Heute war mal ein abwechslungsreicher und entspannter Tag.

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Danach ging es für uns unter die Dusche und schon wieder zurück zum Zentrum des Parks. Dort hängt übrigens von jedemElefant ein Bild und eine Art Steckbrief. Um 16:30 Uhr kam die Gründerin, um uns etwas über den Park zu erzählen. Wir haben uns also auf eine lange, langweilige, lange und lange Rede vorbereitet. Zu Beginn war es wirklich spannend was sie erzählt hat. Nach kurzer Zeit wurde sogar ein Film gezeigt. Ein schrecklicher Film! So viele haben geweint und mussten das Zimmer verlassen, weil sie es nicht mit ansehen konnten. Der Film ging über die Lage, der thailändischen Elefanten. Was muss ein Elefant durchgehen, wenn er im Zirkus arbeitet. Was muss ein Elefant durchgehen, wenn er als Reittier verwendet wird. Was muss ein Elefant durchgehen, wenn er in Paraden mitlaufen muss. Es ist schlimm! Und viele wissen das nicht. Deshalb wollten die Gründer es uns zeigen. Die Elefanten leiden, werden geschlagen, missbraucht, verletzt und einfach unmenschlich behandelt. Es tat weh zu sehen, wie die Tiere weinen, bluten, einfach leiden und nichts dagegen tun können. Elefanten sind Wildtiere! „Rettet die Elefanten“! Das ist das Motto des Parks hier. Speziell für alte, kranke, verletzte und psychisch gestörte Tiere ist der ENP da. Die Gründerin erzählte uns, dass sie im normalerweise keine jungen Elefanten aufnehmen. Auch wenn die Älteren schon nach ein paar Tagen oder Wochen sterben werden, möchte sie den Tieren helfen, die es am nötigsten haben. In Thailand heißt es also immer öfter: „No Riding“! Das ist auch gut so. Dennoch gibt es noch viel zu viele Camps, Shows und Veranstaltungen, die diese wundervollen Tiere missbrauchen. Auch direkt gegenüber dem Fluss geschieht das. Das haben wir selber gesehen. Dagegen ankommen kann man nicht. Es gibt in Thailand keine Regel, die dieses Vorgehen verbietet. Traurig, aber wahr! In Myanmar geht es noch um einiges schlimmer zu als in Thailand. Hoffentlich wird sich das ändern. Sie meinte, alleine durch Social Media und unsere Stimme, kann man helfen. Man sollte als Tourist diese Attraktionen einfach nicht unterstützen.
Die Rede ging gefühlte 2 Stunden. Im Grunde genommen hat sie in der Zeit die vielen Fragen beantwortet, die ihr gestellt wurden. Aber sie hat einfach so viel wiederholt und ist super weit ausgeschweift. Irgendwann ist sie dazu gekommen, wieso sie vegan lebt. Sie hat uns einfach alles über ihr Projekt und ihr Leben mitgeteilt. Nach einer halben Stunde oder vielleicht auch einen hat mein Hirn abgeschalten. Das hat sich wirklich gezogen. Zudem musste ich mich extrem konzentrieren um ihr Englisch verstehen zu können. Dennoch war es toll, was sie uns vermitteln wollte. Jetzt haben wir auch nochmal gemerkt, dass wir mit unserer Hilfe wirklich die Tiere und den Park unterstützen. Für das Geld hätten wir auch eine Woche am Strand relaxen können, anstatt den Park sauber zu machen und Foodtrucks auszuladen. Wir alle haben uns aber für dieses Abenteuer entschieden und ich finde das war es wert.

Danach ging es endlich zum Abendessen. Durch die Rede fand dieses heute etwas später statt. Unser letzten Dinner! Da mussten wir noch einmal reinhauen. Heute gab es nochmal wirklich alles, was man sich wünschen konnte. Salatbuffet, Barbecue, Spaghetti, Reis, Kartoffelcurry, vieles an Gemüse, Frühlingsrollen, Mango Sticky Rice und vieles vieles mehr.
Danach saßen wir einfach noch am Tisch und haben geredet. Mit den Mädels hier hab ich mich wirklich super verstanden. Sarah aus Boston, Grace aus Birmingham, Beth aus Manchester und Bex aus South Camden. Ich kann wirklich sagen, hier hat man coole Leute kennengelernt.
Danach sind wir auch einfach wieder in unsere Zimmer um zu schlafen. Die letzte Nacht in unserem kleinen Zimmer! Hoffentlich wird sie etwas ruhiger, als die zuvor!

 

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