In Paradise

Tag 54 – Koh Tao

Ich bin im Paradis. Anders kann man das gar nicht sagen. Es ist so wunderschön hier. Ich kann es gar nicht glauben, dass ich hier bin. Obwohl wir gestern erst spät ins Bett sind, war ich schon wieder früh wach. Um 7:30 Uhr war ich also schon wieder auf den Beinen. Auch Tatjana war schon früh wach.

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Nachdem wir erst noch etwas liegen geblieben sind, haben wir uns gerichtet und sind an den Strand. Das Wetter war wieder super. Wenn die Sonne scheint sieht einfach alles hundertmal schöner aus. Das türkisblaue Wasser, die Palmen, der Strand und dazu fast keine Menschen. Zum Frühstücken haben wir uns erst überlegt, in ein Lokal etwas weiter weg von unserem Hostel zu gehen. Schlussendlich sind wir aber wieder im Savage Restaurant gelandet. Das ist das Lokal, welches zu unserem Hostel gehört. Die Essen und die Auswahl ist wirklich super. Zum Frühstück bekommt man von Smoothies, Porridge, Obstsalat, Smoothiebowls, Pancakes, Granola, Mameladentoast bis zu Avocadotoast, Egg Benedict, American Breackfast und Omelette einfach alles. Wie sehr würde ich mir wünschen, so ein Angebot auch zu Hause zu bekommen. Für uns beide gab es eine Smoothiebowl. Für sie den Berry-Mix, für mich die Superbowl mit Kakao. Wir waren beide einfach happy. So konnte der Tag starten.

Heute wollten wir unbedingt in den Süden der Insel. Ein toller Aussichtspunkt soll es dort geben. Auch der „Freedom- Beach“ befindet sich dort unten. Eigentlich wollten wir uns wieder mit den Kanadiern treffen. Bei denen stand heute aber noch eine Hochzeit statt. So verrückt! Sie haben hier einfach auf der Insel Ko Nang Yuan geheiratet. Gestern beim Schnorchelausflug haben sie beschlossen, es hier machen zu wollen. So unkompliziert und spontan. Ich glaube, dass werden sie nicht so schnell wieder vergessen.

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Deshalb sind Tatjana und ich alleine losgezogen. Eigentlich wollten wir ein Taxi nehmen, da man zu Fuß schon über eine Stunde laufen muss. Und wirkliche Fußgängerwege gibt es hier auch nicht. Der Preis von 500 THB war aber einfach unverschämt. Deshalb sind wir bis zum Pier gelaufen, um dort die Preise abzuchecken. Aber auch da war es einfach zu viel. Das haben wir nicht eingesehen. Dann habe ich aber wieder ein Paar andere Reisende angesprochen, die zufällig in die gleiche Richtung wollten. Schlussendlich waren wir an die 7 Personen. Jeder musste nur 50 THB bezahlten. Perfekt!
Als wir angekommen sind, mussten wir noch ein Stück Richtung Strand laufen und ein Ticket kaufen. Dann ging es für uns zum John – Suwan Mountain Viewpoint. Der Weg dorthin war wirklich nicht der Einfachste. Man musste die Felsen halber hochklettern und schauen das man nicht abrutscht. Dazu war es einfach so extrem heiß heute. Schon vom Stehen war man von oben bis unten komplett nass. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Aussicht war der Hammer. Außerdem war auch wirklich wenig los. Wir konnten den tollen Blick also echt genießen. Erst später haben wir gemerkt, dass wir auf den Bildern wie Zwillinge aussehen. Wir hatten echt genau das gleiche an. Ein Zufall jagt den Nächsten.

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Danach ging es den Weg wieder hinunter zum Freedom Beach. Wir haben uns so sehr aufs Meer gefreut. Eine Abkühlung war jetzt auf jeden Fall notwendig. Ich dachte eigentlich, dass etwas weniger los wäre. Aber es war trotzdem traumhaft schön. Das Wasser ist einfach so klar, super zum schwimmen und hat eine angenehme Temperatur. Als wir ein Paar, welches geschnorchelt hat, gesehen haben, hat es uns fast zerrissen. Das ist wohl der neuste Trend. Wir haben es davor aber wirklich noch nie gesehen. Die beiden hatten keine normale Taucherbrille an, sondern eine Brille, welche über den ganzen Kopf geht. Ich hab gedacht ich seh nicht richtig. Es sah super lustig aus. Anschließend haben wir uns einfach etwas in den Sand gelegt. Als ich nach oben geschaut habe, hab ich bemerkt, dass wir genau unter einer Palme gelegen sind. Ich dachte nur: „Wenn jetzt eine Kokosnuss runter fällt sind wir geliefert“. Deshalb haben wir lieber den Platz gewechselt. Anscheinend sterben ja mehr Leute an Kokosnüssen, als an Haibissen. Man muss ja kein Risiko eingehen.

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Als es uns dann gereicht hat, sind wir wieder ein Stück zurückgelaufen und haben uns dann den Rest des Weges wieder ein Tuk- Tuk bzw. Taxi genommen. Auf dem Weg zurück haben wir uns noch etwas zu Essen bzw. Trinken geholt. Für mich hab es Wassermelone, Ananass und Mango. Sie hat sich einen Mangoshake geholt. Im Hostel angekommen haben wir uns in das Lokal gesetzt. Wir mussten einfach aus der Sonne. Tatjana hat sich noch Frühlingsrollen bestellt. Ich konnte endlich mal wieder mit meiner Familie Skypen. Das war echt mal wieder nötig. 1 – 2 Stunden waren da schnell vorbei. Danach habe ich endlich wieder etwas den Blog weiterführen können. Da hänge ich im Moment wirklich hinterher. Ansonsten ist nicht mehr so viel passiert.

Nachdem ich geduscht und mich fertig gemacht habe, habe ich mich mit Eric getroffen. Mit ihm bin ich dann später ins Fishbowl, um seine anderen vier Freunde zu treffen. Es ist wirklich cool, auch mal eine größere Gruppe zu sein. Und alle sind wirklich super nett. Tatjana hatte ihre erste Theoriestunde in der Tauchschule. Sie ist dann später dazu gekommen. So lange haben wir dann mit der Essensbestellung gewartet. In der Zeit durfte ich das Video der Hochzeit heute anschauen. Ansonsten haben wir einfach über alles mögliche geredet. Das klappt immer besser im Englischen. Mir ist es sogar passiert, dass ich Tatjana auf englisch geantwortet habe statt auf deutsch. So komisch! Das Essen war wirklich gut. Es war zwar nicht das billigste, aber es war definitiv super gut. Die Auswahl war gemischt. Eigentlich gab es alles, von Pasta, Pizza, Sandwich, Curry, Pad Thai bis zu Suppen, Salate und Steak war alles dabei. Eigentlich denke ich immer, je kleiner die Karte desto frischer und besser die Gerichte. Aber das Essen hat einem auf keinen Fall enttäuscht. Tatjana hat ein Masaman Curry bestellt, Eric Pad Thai, Rihanna ein geiles Sandwich, die andere Freundin Spaghetti Carbonara, das Hochzeitspaar etwas mit Kartoffelbrei und Fleisch und ich hab mich für das Green Curry entschieden. Irgendwie kann ich davon im Moment nicht genug kriegen. Anfangs war ich nicht so der große Fan davon. Jetzt gibt es nichts besseres für mich!

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Später hat in dem Lokal eine Band angefangen zu spielen. Sie war wirklich super gut. Die Sänger hatten es extrem drauf und die Liedauswahl war dazu genau meins. Besser hätte der Tag nicht weitergehen können. Eigentlich wollten wir zwei Mädels dann nur zwei, drei Lieder anhören und gleich wieder zurück ins Hostel. Morgen müssen wir nämlich früh aufstehen. Da wollten wir auf jeden Fall fit sein. Zudem wurde es gestern schon spät. Der ganze Abend hat sich aber so komplett gewendet. Das hätten wir nie gedacht. Die Band war so gut, dass ich unbedingt bleiben wollte. Die Stimmung war toll, die Menschen waren toll, die Musik war toll und die ganze Atmosphäre war toll. Mir hätte es nicht besser gehen können. Aus 2 Liedern wurden dann 3, 4, 5 und schlussendlich gefühlte 100. An der Bar haben wir noch zwei weitere Deutsche Jungs getroffen. Da tat mir der Kanadier schon fast Leid, wenn man so gar nicht mitreden kann. Auf jeden Fall ist es immer spannend zu hören, was die anderen Reisenden so vor haben. Der eine Typ kam aus Lindau, der Andere aus Ulm. Mit denen haben wir uns dann ein wenig unterhalten. Rihanna hat auch ein tolles Mädel kennengelernt. Die Münchnerin war so begeistert, als sie mich kennengelernt hat. Ich wusste gar nicht was abging. „Omg du bist 18? Omg du reist alleine? Wie geil ist das denn? Ich reise zwar auch alleine, aber bin schon 30 Jahre alt. Und meine Eltern kommen immer noch nicht drauf klar, dass ich alleine nach Asien verreise. Was werden deine Eltern bloß gesagt haben? Ich bin jetzt schon zum 4. Mal hier auf Koh Tao. Ich habe zwar schon einige 18- jährige kennengelernt. Die waren aber immer im Rudel. Du bist die erste, von der ich das höre. Ich finde das so geil. Du bist mutig!“. Und blablabla! Ich wusste gar nicht was mir geschieht. Für mich ist das irgendwie nicht abnormal alleine zu reisen. Außerdem gehen bei uns doch wirklich viele nach dem Abi auf Reisen. Aber gut! Die waren wirklich lieb. Danach haben auch noch Rihanna und Eric mit dem Scheiß angefangen. Sie hätten noch nie so eine Person wie mich kennengelernt. Einfach komisch. Sie reisen doch auch alle.
Nach einiger Zeit sind wir dann noch etwas am Strand gelaufen. Dort waren wieder tolle Feuershows. So eine Stimmung erlebt man wirklich selten. Schließlich wollte ich aber wirklich ins Bett. Es war schon 0:00 Uhr. Eigentlich war geplant, schon um 21 Uhr zurück zu gehen. Der Abend verlief echt anders als erwartet. Aber er hat den Tag wieder einmal perfekt gemacht. Das einzigste woran ich nicht denken will ist, dass ich übermorgen das Paradis schon wieder verlassen muss. Ich will nicht! Aber gut. Morgen ist auch noch ein Tag!

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