Die Löwenstadt

Tag 59 – Singapore

Diese Nacht war wirklich nicht so, wie ich sie mir erträumt habe. Für mich war sie wirklich der Horror. Als ich morgens dann aufgestanden bin, ging es mir einfach schlecht. Ich war die letzten Tage ja schon angeschlagen. Aber anstatt das es jetzt besser wurde, hat es sich heute noch einmal verschlimmert. Ich hatte Kopfweh, den Mörderhusten und Bauchweh. Ich hab mich wirklich so schwach und energielos gefühlt. Dann hab ich wieder super doll gefroren und schließlich wieder angefangen zu schwitzen. Das alles hat einfach nicht zur optimalen Bedingung einer Citytour beigetragen. Auch meine Mum und mein Bruder haben nicht ganz so toll geschlafen. Wahrscheinlich spielt da auch noch der Jetlag eine Rolle. Aufgrund dessen waren auch sie noch etwas müde. Trotzdem wollten wir heute natürlich auch etwas Neues entdecken und nicht nur den ganzen Tag im Bett verbringen. Auch wenn das in dem Zimmer gar kein Problem wäre.

Nachdem wir uns fertig gerichtet haben sind wir wieder in den 2. Stock zum Frühstück. Heute sind wir in das andere Restaurant. Nach kurzer Wartezeit wurden wir auch zu unserem Tisch gebracht. Die Auswahl war wirklich riesig. Es gab von süß bis herzhaft, wirklich alles. Pancakes, Waffeln, Müsli, Birchermuesli, Obst, Donuts, Muffins, Salat, Omelette, Gemüse, Bacon, Baked Beans, Rührei, Brot, Nudeln, Dumplings, Wurst, Käse, Marmelade, asiatische Spezialitäten und so viel mehr. Da kann nur jeder etwas finden. Für uns ist es nur etwas komisch, auch schon morgens so richtig deftig zu essen. Es gibt ja aber auch andere Möglichkeiten.

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Anschließend sind wir noch kurz ins Zimmer um unsere Sachen zu holen. Dann ging es auch los. Unser Plan war es nach China Town zu fahren. Und das haben wir auch so umgesetzt. Mit der MRT sind wir also problemlos Mitten in China Town angekommen. Eigentlich haben wir uns gar nicht viel davon erwartet. Ich meine China Town gibt es inzwischen wirklich fast in jeder größeren Stadt. Irgendwie ist es nicht immer so etwas Besonderes. Aber als wir die Rolltreppen hinaufgefahren sind und plötzlich Mitten in der Fußgängerzone standen, waren wir eine kurze Zeit lang geflasht. Wir hätten wirklich nicht damit gerechnet, dass es so cool sein wird. Die Straßen waren wirklich schön mit den roten chinesischen Lampions geschmückt. Wahrscheinlich war hier so viel geschmückt, da Chinese Newyear vor der Tür steht. Aber wer weiß. Wir sind also in der Menschenmenge durch die Straßen geschlendert und haben uns die verschiedenen Läden und Stände angeschaut. Es war wirklich super interessant zu sehen, was die Händler hier alles anbieten. Sobald aber ein Durian Stand kam sind wir so schnell wie es nur ging weitergelaufen, um unsere Nase in Sicherheit zu bringen. Durian ist die „Stinkfrucht“. Die gibt es hier überall zu kaufen. Das Problem ist nur das sie so wiederlich riecht, dass man es nicht lange in der Nähe dieser Frucht aushält. Die Geschäfte, die sich nebenan befinden müssen es wirklich schwer haben. Wirklich! Sogar in jeder U-Bahn oder auch Hotels ist es verboten, Durian zu essen oder sie mitzuführen. Eigentlich ist mir der Geruch auch noch nie so extrem aufgefallen. Aber hier war es wirklich stark. Die scheinen hier sehr beliebt zu sein. Der Geruch hat meinen gesundheitlichen Zustand jetzt nicht gerade verbessert. Aber wir haben es alle überlebt. In den Geschäften haben wir sogar die ein oder anderen Mitbringsel finden können. Es hat sich also doch gelohnt hier herzukommen.

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Danach ging es wieder zurück zur MRT. Unser nächster Stopp hieß „Clarke Quay“. Man kann sagen, dass es die Essensmeile Singapurs ist. Mir hat der Stadtteil aber wirklich super gut gefallen. Ich kann mir richtig gut vorstellen hier Abends am Wasser zu sitzen und etwas essen bzw. Trinken zu gehen. Über die Brücke sind wir zu den verschiedenen Lokalen gekommen. Dort haben wir dann eine kleine Pause gemacht. Für meinen Bruder und mich gab es eine Kokosnuss. Yummy! Nachdem wir uns noch etwas ausgeruht hatten haben wir uns entschlossen mit dem Boot zu unserer nächsten Station zu fahren. Das hat sich hier einfach super angeboten.

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Unsere Entscheidung haben wir auf keinen Fall bereut. Nachdem wir das Ticket besorgt hatten, konnten wir auch gleich in das Boot einsteigen. Vom Wasser aus hat man einfach einen ganz anderen Blick auf die Stadt und das ganze drum herum. Es ist toll die Stadt aus verschiedenen Perspektiven sehen zu können. Außerdem war es auch eine schöne Abwechslung zur U – Bahn. Durch die Bootsfahrt konnten wir auch wirklich noch mal einiges entdecken. Von Clarke Quay sind wir zum Boat Quay gefahren. Vom Kolonialviertel ging es schlussendlich bis zum Marina Bay.

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Am Merlion Park sind wir schlussendlich ausgestiegen. Der Merlion ist das Wahrzeichen Singapurs und eine Mischung aus Fisch und Löwe. Ich meine der Gründer hat hier aufgrund eines gesehenen Löwens die Stadt „Singapura“ gegründet, was „Löwenstadt“ bedeutet. Das blöde ist nur, dass der Merlion gerade in der Renovierung steckt. Da sind wir einmal in unserem Leben in Singapur und jetzt können wir nicht einmal das Wahrzeichen anschauen? Typisch! Aber gut. Ich glaube so besonders ist der jetzt auch nicht. Trotzdem finde ich es echt ärgerlich, dass er genau zu dem Zeitpunkt eingerüstet sind, wo wir hier sind. Und jetzt ratet mal, wann die Renovierung beendet ist. An dem Tag, an dem im weiterreise. Perfektes Timing würde ich mal sagen. Aber da kann man jetzt nichts ändern. Dafür wurde ein Baby-Merlion aufgestellt. Natürlich nicht ansatzweise so toll wie der echte Merlion, aber besser als nichts. Wir hatten auf jeden Fall eine tolle View auf das luxuriöse 5-Sterne Hotel „Marina Bay Sands“. Das ist wirklich der Wahnsinn. Ganz oben befindet sich der größte Infinity Pool der Welt. Einfach der Hammer.

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Das gute war, das wir gar nicht mehr weit weg von unserem Hotel waren. Deshalb konnten wir gut von hier aus zurück laufen. Im Hotelzimmer wollten wir uns einfach etwas ausruhen. Wir waren wie gesagt wirklich platt, vor allem ich. Ich musste einfach langsam machen. Außerdem wollten wir lieber heute Abend noch einmal energiegeladen los. Im Zimmer haben wir noch eine Kleinigkeit gegessen. Dann bin ich auch wirklich fix und alle eingeschlafen. Ich denke der Schlaf tat mir ganz gut, auch wenn es mir nicht wirklich besser ging danach. Irgendwie hat sich wieder eher zum schlechteren gewendet. Aber das ist einfach ein auf uns ab. Schon hier haben wir uns dann nach einem Restaurant für heute Abend umgeschaut. Auf Empfehlung haben wir uns das Jumbos herausgesucht. Um dorthin zu kommen mussten wir zur Bushaltestelle laufen und den nächsten Bus Richtung Clarke Quay nehmen. Das ging wirklich problemlos. Ich hätte mir nur gewünscht das es mir besser geht.

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Als wir ausgestiegen sind, hat uns das Jumbos gleich angelächelt. Einmal über die Brücke gelaufen und schon waren wir dort. Man musste sich eintragen, um überhaupt einen Platz bekommen zu können. 45 – 60 Minuten Wartezeit hieß es. Das Restaurant muss wirklich was besonderes sein. Aber gut. In der Zwischenzeit wollten wir dann etwas in der Nachbarbar trinken. Nach gefühlten 10 Minuten wurden wir aber schon angerufen, dass sie ein Tisch frei haben. Das war dann echt super, dass wir nicht so ewig haben warten müssen.
Das typische am Jumbos ist das „Seafood“. Hier gibt es die beste Chili Crab in ganz Singapur. Und wenn man einmal hier ist, muss man Chili Crab essen gehen. Das ist ein Muss! Ich war so happy! Ich hab mich wirklich riesig gefreut in diesem Restaurant essen zu dürfen, wo auch wirklich alle Lokals essen gehen. Natürlich mussten wir die Chili Crab bestellten. Dazu Fried Rice, Broccoli, Buns und Cod Fish. Bevor wir die Krabbe essen konnte mussten wir uns erst alle ein Lätzchen anziehen. Das sah vielleicht aus. Bis wir herausgefunden haben, wie man das Gericht jetzt am besten isst, ging es ein bisschen. Aber ich muss sagen dass wir uns echt nicht blöd angestellt haben. Es war wirklich so gut. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man irgendwo besser „Chili Crab“ essen kann als hier. Es war so lecker. Aber wir haben wirklich viel zu viel bestellt. Das kann man schlecht wissen, wenn man noch nie hier gewesen ist. Es war aber einfach ein Erlebnis. Unvergesslich und so gut! Ich glaube an dieses Essen werde ich mich noch lange zurückerinnern können. Als wir die Rechnung bekommen haben, ist uns zwar die Kinnlade heruntergefallen. Aber das vergessen wir lieber schnell wieder.

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Jetzt wollten wir noch zum Gardens By the Bay, eines der Top Sehenswürdigkeiten in Singapur. Da wir aber in Chinatown umsteigen mussten, sind wir noch kurz die Rolltreppe hinauf gefahren um Chinatown auch einmal bei Nacht zu sehen. Danach sind wir aber auch gleich weiter. Bei der Bayfront sind wir schlussendlich ausgestiegen und Richtung Gardens by the Bay gelaufen. Das komische war nur, dass uns wirklich ein gigantischer Strom an Menschen entgegen gekommen ist, als wir durch den Park hinlaufen wollte. Dabei hatten wir schon ein komisches Gefühl. Wir haben uns aber nicht davon abhalten lassen und sind weitergelaufen. Irgendwann haben wir dann bemerkt, wieso alle Menschen gegangen sind. Die Lichtshow ging um 21 Uhr zu Ende. Und kurz danach sind wir erst gekommen. Super Timing schon wieder. Aber was soll’s. Im Nachhinein war es eigentlich noch ganz gut. Wir waren so gut wie für uns alleine. Ich war so beeindruckt von diesen Bäumen. Das kann ich gar nicht in Worte fassen. Ich habe sowas einfach noch nie irgendwo auf dieser Welt gesehen. Es gibt nirgendwo irgendetwas in dieser Art! Mich hat es einfach beeindruckt. Ich konnte gar nicht aufhören Fotos zu schießen. Gerade Abends, wenn sie beleuchtet sind sind sie wirklich wunderschön. Tagsüber kann ich sie mir allerdings nicht so gut vorstellen. Da kommen die Bäume nicht wirklich gut zur Geltung. Deshalb war das wirklich noch cool, hier fast alleine sein zu können.

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Danach sind wir noch etwas hier in der Gegend herumgelaufen. Das war auch richtig toll. Es gibt hier so viel grün, obwohl man sich mitten in der Stadt befindet. Einfach genial. Und dazu ist es Abends noch so warm. Es war einfach perfekt und wunderschön. Die Stimmung ist einfach unbezahlbar.
Anschließend sind wir mit der MRT zurück ins Hotel. Es war wirklich schon recht spät. Auf das Bett freue ich mich aber auch. Ich kann nur hoffen das ich heute besser schlafen kann und es mir morgen besser gehen wird. Das muss jetzt einfach so sein!

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