Red like a Chili Crab

Tag 62 – Pulau Bintan

Der erste Badetag auf Pulau Bintan. Wir konnten hier alle super gut schlafen. Ich wollte gar nicht aufstehen, geschweige denn mich richten oder anziehen. Im Moment habe ich wirklich nichts mehr zum Anziehen. Das letzte Mal habe ich in Bangkok gewaschen und das ist wirklich schon eine Zeit lang her. In Singapur hatten wir die Möglichkeit dazu nicht. Auch hier gestaltet sich das etwas schwer. Normalerweise gibt man seine Wäsche in einem Beutel ab und bezahlt per Kilo 1 – 5 €. Das gilt aber wirklich nur für Laundry Shops. Im Hotel zahlt man per Shirt, Hose, Kleid oder sonst was. Und da kostet dann ein Teil schon so viel wie ein Kilo. Wirklich super blöd für mich. Ich weiß langsam gar nicht mehr wie ich das machen soll. Aber eine frische Shorts und ein Top haben sich noch finden lassen für heute.

Danach sind wir so um 9 Uhr zum Frühstück gegangen. Das befindet sich dort, wo wir auch gestern zu Abend gegessen haben. Natürlich kann man die riesigen Ausmaße der Auswahl nicht mit der in Singapur vergleichen. Trotzdem gibt es wirklich viel. Von gebratenen Nudeln, Reis, baked Beans, Bacon, Spiegelei, Omelette und Salat bis hin zu Yoghurt, Müsli, Waffeln, Pancakes, Croissant und Obst findet man alles.

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Nachdem wir uns dann satt gegessen hatten ging es wieder auf Zimmer. Dort haben wir uns schnell in unsere Badesachen geschmissen, das Strandzeug gepackt und sind los. Zu erst sind wir ein bisschen an den Pool gelegen, haben gelesen, gebadet und einfach gechillt. Dort wird man auch immer mit Musik unterhalten. Das man sich dort kostenlos Wasser holen kann ist uns dann später aufgefallen. Ich trink hier einfach viel viel viel zu wenig. Das Wetter heute war für den Strand wirklich perfekt. Vielleicht etwas zu windig. Aber das ist hier denke ich normal. Ansonsten war es wirklich extrem heiß und auch sonnig.

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Später haben wir uns dann entschlossen an den Strand zu gehen. Irgendwie ist es hier dann doch schöner. Auch wenn es immer windiger ist. Am Strand war wirklich fast kein Mensch. Allgemein sind hier super wenige Touristen. Keine Ahnung an was das liegt. Wahrscheinlich fängt die Hauptsaison erst noch an. Ein Glück, dass wir die Anlage fast für uns alleine haben.
Auch am Meer haben wir das nichts Tun genossen. Ich war heute aber zwischendurch wirklich halber genervt, einfach unzufrieden. Mir fehlt der Sport jetzt wirklich sehr. Ich meine zu Hause gehe ich 3-4 Mal die Woche ins Training. Hier habe ich mich seit 2 Monaten noch nicht einmal wirklich sportlich beschäftigt. Ok, ich renne viel in den Städten rum, war Tauchen, wandern, hab einmal Yoga und Zumba gemacht und hatte schon oft viel zu tun. Aber das ist einfach nicht das Gleiche, wie richtiges Training. Dort wo man sich einfach mal auspowern kann. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich es so lange ganz ohne aushalten kann. Bisher ging es wirklich. Aber jetzt, wo ich die Zeit habe, fehlt es mir wirklich sehr.

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Deshalb musste ich, auch wenn es nur kurz war, einfach mal den Strand vorrennen. Keine Ahnung wann ich das letzte Mal gerannt bin. Wahrscheinlich war das im Elefantenprojekt um vor einem Elefanten wegzurennen. Auf gar keinen Fall ist das das Gleiche wie zu Hause. Aber besser als nichts. Still liegen und nichts tun ging einfach nicht mehr. Es war wirklich schön, dass ich den ganzen Strand für mich alleine hatte. Aber schon nach kurzer Zeit habe ich diese schwarzen Flecken an den Fußsohlen feststellen können. Schon gestern hat uns ein Mitarbeiter gesagt, dass hier zu der Jahreszeit viel schwarzes Öl von den großen Schiffen angespült wird. Das Team hier ist fleißig am sauber machen. Aber es ist unmöglich wirklich alles zu entfernen. Dafür ist es einfach eine zu große Masse. Irgendwie traurig zu hören und zu sehen, welche Auswirkungen die großen Schiffe in Singapur auf eine indonesische Insel haben. Aber für uns ist das nicht weiter schlimm. Am Pool gibt es ein Mittel, mit dem man sich seine Füße reinigen kann.

Als ich zurückgekommen bin, haben es sich meine Mum und mein Bruder schon an der Strandlounge gemütlich gemacht. Ich hab mich dann dazu gesetzt. Die Beiden haben sich eine frische Pizza Margherita geteilt. Dazu haben wir alle noch etwas erfrischendes getrunken.
Danach ging es wieder in den Liegestuhl. Dort habe ich dann mal mein englisches Buch angefangen zu lesen. Am Anfang finde ich es immer schwer reinzukommen. Ich will ja auch nicht jedes zweite Wort nachschlagen. Aber irgendwann ging es dann ganz gut. Das ich die Sonne aber wirklich unterschätzt habe, habe ich einige Zeit später gemerkt. Schon beim Lesen haben mir auch einmal die Beine angefangen zu brennen. Da wusste ich, dass es jetzt höchste Zeit ist aus der Sonne zu gehen. Auch für die Anderen war es jetzt genug. Es war auch schon wieder nach 16 Uhr.

Zurück auf dem Zimmer haben wir dann das Unglück festgestellt. Wir haben uns so krass verbrannt. Das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Vor allem meine Beine und mein Bauch sind feuerrot und brennen wie ab. Ich musste sofort AfterSun zum Kühlen drauf schmieren. Auch meinen Bruder hat es im Gesicht, im Nacken und auf den Füßen erwischt. Wieso haben wir uns nicht besser eingeschmiert. Das hätten wir uns auch denken können. So ein kack. Wie blöd kann man eigentlich sein, sich in der Mittagssonne an den Strand zu legen. Durch den krassen Wind merkt man die Hitze irgendwie noch viel weniger. Aber jetzt ist es schon zu spät. Morgen heißt es auf jeden Fall mal keine Sonne.

Jetzt wollte ich mir mal das Fitnessstudio anschauen. Mein Bruder war bereits da. Naja, so riesig ist es jetzt nicht. Aber besser als nichts. Natürlich kann ich hier nicht halb so viel machen, wie wir zu Hause im Training machen. Hier mache ich es nur, damit ich mich etwas ablenke und zu mindest ein bisschen denken kann, etwas gemacht zu haben. Danach geht es einem einfach besser. Und dieses Gefühl fehlt mir hier.

Nach kurzer Zeit sind wir dann wieder ins Zimmer um uns für das Abendessen zu richten. Wir hatten langsam wirklich Hunger. Deshalb sind wir wieder in das Restaurant von gestern Abend. Mein Problem ist langsam einfach, dass ich nicht mehr weiß was ich essen soll. Ich habe zwar Hunger, aber keine Lust auf irgendwas. Jeden Tag muss ich in Restaurants gehen oder mir am Buffet mein Frühstück holen. Das klingt jetzt blöd. Aber ich würde mir im Moment einfach so viel lieber morgens mein Porridge machen und mir mittags oder abends das Kochen, worauf ich gerade Lust habe. Das fehlt mir einfach. So viel Essen kochen wie man will. Aber gut. Schlussendlich habe ich dann doch mal was Anderes außer Reis bestellt. Ich denke mir immer, wenn ich in Asien bin sollte ich auch das typische Essen hier essen. Heute habe ich mich aber nur nach italienischer Pasta gesehnt. Und das war im Nachhinein auch die richtige Entscheidung. Ich meine ich bin ja noch etwas länger hier in Südostasien. Da darf ich das einen Abend auch mal. Deshalb gab es Penne a la Arrabiata. Das ist jetzt zu hundert Prozent falsch geschrieben. Aber ihr wisst ja was ich mein. Auch mein Bruder hat sich für Pasta entschieden. Bei meiner Mum gab es einen Wrap. Heute also bei jedem mal nicht asiatisch.
Das Essen war wirklich super lecker. Die Portionen hätten aber gerne doppelt so groß sein können. Deshalb mussten wir uns auch nochmal etwas bestellen. Am Schluss waren wir aber alle zufrieden und satt.

Anschließend ging es wieder aufs Zimmer. Abends fehlt hier ein bisschen das Programm. Es war noch wirklich nicht spät. Ich hab so immer Zeit den Blog zu schreiben. Aber ansonsten ist wirklich nicht viel zu tun.
Irgendwann waren wir aber auch einfach müde und wollten schlafen gehen. Es ist ein schönes Gefühl einzuschlafen und zu wissen, dass man sich keinen Wecker für den nächsten Tag stellen muss.

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