Gestern Großstadt, heute Dschungel!

Tag 70 – Ubud

Schon um 4:15 Uhr musste ich heute aus dem Bett kommen. Eigentlich viel mir das auch nicht so extrem schwer. Die Nacht war eh super unruhig. Ich lag zwar schon um 21:30 Uhr im Bett und wollte schlafen. Das wurde aber nichts. Um 22:00 Uhr kam eine Zimmerkameradin und hat verständlicherweise das Licht angemacht. Um 23:30 Uhr kam die Nächste. Um ca. 1:15 Uhr hat das Licht immer noch gebrannt. Ich war eigentlich wirklich durchgehend wach. Dazu hatte ich noch Angst, dass mein Wecker nicht runter geht und ich den Flug verpasse. Das hat aber funktioniert. Ich habe versucht so leise wie möglich alle meine Sachen zusammenzupacken und das Zimmer zu verlassen. Das hat mehr oder weniger gut geklappt. Ich bin beim Wecker ausversehen immer auf „snooze“ gekommen, anstatt auf stopp. Ich glaube das fanden die anderen Mädels nicht so geil, dass der Wecker dreimal runtergegangen ist. Aber das gehört im Hostel ja zum normalen Alltag mit dazu.

Als ich dann alles fertig gerichtet habe, bin ich runter an die Rezeption zum Auschecken. Zum Glück haben die einen 24h Service. Ansonsten hätte ich wirklich Pech gehabt. Eigentlich wollte ich, dass sie mir ein Taxi hier her bestellen. Der Typ meinte aber, dass ich mich einfach an die Hauptstraße stellen soll, da hier immer viele Taxis unterwegs sind. So habe ich es dann auch gemacht. Nur gut, dass kein Taxi kam. Ich musste ihn also noch einmal zurück rufen. So früh war ich jetzt nämlich auch nicht dran, um an den Flughafen zu gehen. Irgendwann kam dann aber eins. Das Taxi hat mich perfekt an das Terminal 1 gebracht. Hier musste ich nur aussteigen und konnte direkt zur Gepäckaufgabe. Das komische war, dass man wirklich alles selber machen musste. Ich musste den Boardingpass und den Gepäckaufkleber selber ausdrucken. Danach sollte ich mein Gepäck auch noch selber wiegen und aufgeben lassen. Zum Glück waren ein Paar Helfer da, die mir etwas weiter helfen konnten. Schlussendlich ging aber alles wirklich problemlos.

Danach ging es direkt zum Gate. Ich musste bis dahin nicht einmal durch eine Sicherheitskontrolle. Total komisch. So nach dem Motto: Wer schon nach Singapur rein gekommen ist, wird auch wieder raus kommen. Aber das fand ich dann auch nicht schlecht. Mein Gate hatte noch gar nicht offen. Ich konnte also noch ca. eine Stunde hier verweilen, bis das Boarding los ging. Die Zeit ging aber schnell vorbei. Man hatte hier ja auch WLAN. Bevor es dann aber in das Gate selber ging, musste man doch noch durch eine kleine Kontrolle. Ganz ohne wäre mir das auch echt komisch vorgekommen.

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Im Flugzeug saß ich relativ weit hinten. Ich glaube es war die dritt letzte Reihe. Dafür hatte ich wieder einmal einen Fensterplatz. Super cool. Das ist mir eigentlich immer am Liebsten. So kann man aus dem Fenster schauen und sich zum Schlafen oder Musik hören anlehnen. Neben mir saß eine ganze indische Familie. Aber auch mit denen bin ich zu Recht gekommen. Während dem Flug haben wir auch noch etwas zu Essen bekommen. Um 8:00 Uhr morgens gab es schon deftig warmes „Mittagessen“. Aber gut. Sie hatten sogar noch eine einzige vegetarische Option zur Auswahl. Die hab ich dann bekommen. Es gab Reis mit einer Art Curry glaube ich. Eigentlich hat es für Flugzeugverhältnisse echt nicht schlecht geschmeckt. Insgesamt ging der Flug auch recht schnell rum. Ach, es geht übrigens nach BALI! Das habe ich noch gar nicht erwähnt. Mein Flug war auf 2h50min angesetzt. Schlussendlich lief es aber auf 2h30min raus. Das ist einem doch gleich lieber. Zwischen durch habe ich wirklich gedacht wir stürzen ab. Es hat so krass gewackelt, dass ich mir halber das Trinken übergeleert habe. Mir wurde da einen Moment lang echt anders. Nichtmal Wolken hatte es, denen ich die Schuld hätte geben können. Es war einfach blauer Himmel und das weite Meer. Aber wir sind ja dann doch noch heile in Denpasar angekommen. Der Anflug über Lombok war wirklich spektakulär schön.

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In Bali angekommen musste ich dann wieder durch lauter Kontrollen. Ein Visa on Arrival habe ich doch nicht benötigt. Um so besser. Das brauch man denke ich nur, wenn man an die 30 Tage oder länger bleibt. Das ist bei mir ja nicht der Fall. Endlich habe ich es dann auch geschafft. Mein Backpack kam glücklicherweise auch heil an. Am Flughafen kamen direkt gefühlt hunderte von Taxi Fahrern auf mich zu und wollten mich mitnehmen. Ich musste aber erst einmal noch Olli, ein Freund, suchen. Der kommt mich nämlich hier für fast zwei Wochen besuchen. Darauf habe ich mich wirklich schon sehr gefreut. Außerdem kommt das nach dem Abschied von meiner Mama und meinem Bruder gerade richtig. Super Timing würde ich sagen. Ich dachte erst wird finden uns nicht an diesem Flughafen. Nach kurzer Zeit aber stand er auf einmal vor mir. Zusammen haben wir dann einen Taxifahrer ausfindig gemacht, der uns nach Ubud bringen sollte. Dort haben wir nämlich unsere erste Unterkunft gebucht. Um genauer zu sein, ist die Unterkunft nicht direkt in Ubud. Sie befindet sich etwas außerhalb Mittten in der Natur. Nach längerer Diskussion wusste der Fahrer dann auch wo er hin muss. Unterwegs haben wir auch noch an einem ATP Halt gemacht. Ohne Geld geht es eben nicht. Leider war die maximale Cash- Ausgabe ziemlich niedrig. Da muss ich wohl doch öfter Abheben gehen.

Die Fahrt war auch gar nicht mal so kurz. Ziemlich viel war auf den Straßen um Kuta los. Insgesamt sind wir sicher 1,5 – 2h gefahren. Die Zeit ging aber ganz schnell rum. Wir hatten uns ja einiges zu erzählen. Je näher wir an Ubud gekommen sind, desto besser hat uns die Umgebung gefallen. Aus dem Auto bekommt man ja doch schonmal einen ersten Ausdruck. Es wurde viel ländlicher und untouristischer. Als wir am Monkey Forest vorbei gefahren sind, hat uns gleich ein Affe mitten auf der Straße begrüßt. Hier werden wir sicher auch in den nächsten Tagen vorbei schauen. Am Hotel sind wir allerdings immer noch nicht angekommen. Wir sind weiter und weiter gefahren. Irgendwann waren wir wirklich irgendwo im nirgendwo. Einfach cool. Wir sind an lokalen Hütten, Wäldern und den wunderschönen Reisterassen vorbei gefahren. Und schließlich waren wir auch hier. Im Paradis!

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Die Unterkunft ist der absolute Wahnsinn. Wirklich! Die Eingangstür war so unscheinbar. Durch einen Hinterhof ist man schließlich an die Rezeption gelangt. Ich glaube so freundlich wurde ich noch nie begrüßt. Die Inhaberin ist wirklich so toll. Als wir dann den Pool gesehen haben und die ganze Anlage drum herum waren wir schon mehr als happy. Es ist wirklich traumhaft hier. Sogar das Wetter spielt heute mit. Sonne und ein Paar Wolken. Wenn man auf den Wetterbericht schaut, zeigt es für die nächsten Wochen jeden Tag Regen und Gewitter an. Im Moment ist in Bali nämlich Regenzeit. Als wir dann in unser Zimmer geführt wurden, wussten wir gar nicht mehr was wir sagen sollen. Für den Preis den wir zahlen ist es einfach den Hammer. Und das coolste ist, das wir die Pool Suit haben. Das heißt, dass wir direkt vor dem Pool unser Zimmer haben. Ein Schritt und wir sind dort. Wir haben ihn quasi fast für uns alleine. Alle anderen hier sind um einiges weiter weg und kommen nur mal kurz an den Pool um eine kleine Abkühlung zu nehmen. Es ist einfach toll.

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Wir haben uns gleich umgezogen und sich in den gigantischen Pool gehüpft. Danach sind wir hoch ins Bistro um etwas zu Mittag zu essen. Für uns beide gab es typisch indonesisches Nasi Goreng. Super gut und super billig. Wir haben uns auch noch schlau über die Sehenswürdigkeiten hier gemacht. Wir müssen ja noch entscheiden, was wir die nächsten Tage so machen wollen. Aber auch die Inhaberin hat uns schon liebe Tipps gegeben. Gleich wollte sie auch meine Nummer, damit ich sie über WhatsApp kontaktieren kann, wenn wir Hilfe oder Tipps benötigen. Anschließend haben wir einige Stunden am Pool gechillt. Olli merkt den Jetlag jetzt auch echt stark. Bis heute Abend muss er aber noch durchhalten. Dennoch musste ein kleiner Mittagsschlaf sein. Ich habe mein Buch weitergelesen und schonmal den Blog angefangen zu schreiben. Gegen frühen Abend haben wir uns noch einmal entschlossen in den Pool zu gehen. Der ist einfach der absolute Wahnsinn. Danach ging es aber auch schnell unter die Dusche.

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Anschließend wollten wir etwas die Gegend um unser Resort erkunden. Wir hätten wirklich keine bessere Entscheidung mit diesem Hotel machen können. Es liegt wirklich im Paradis, mitten im nirgendwo, einfach abgeschottet von allem. Das beste ist, dass wir die traumhaften Reisfelder direkt vor der Nase haben. Dadurch das gerade Regensaison ist, sind diese auch wunderschön mit Wasser gefüllt. Sie sind wirklich traumhaft schön. So schön habe ich es mir gar nicht vorgestellt. Auf der anderen Seite sieht man direkt in den Dschungel bzw. den total durchwachsenen Wald. Ubud gefällt mir jetzt schonmal super gut. Alleine dadurch das wir hier etwas in der Gegen herumgelaufen sind, ist mir dieser Ort schon super sympathisch. Irgendwie hat er etwas Besonderes und Einzigartiges. Alles wirkt so unglaublich friedlich und ruhig. Man kann die Stimmung hier wirklich nicht beschreiben. Auf dem Rückweg haben wir uns noch in ein kleines „Restaurant“ direkt an den Reisterrassen gesetzt. Auch hier gibt es total gutes Essen uns super frische Säfte. Es war wirklich einmalig hier zu sitzen, zu essen, die Gegend zu genießen und die Stimmung mitzuerleben. Gestern war ich noch in der absoluten Großstadt, in Singapur. Heute bin ich schon wieder Mitten im Dschungel, bei den Reisterrassen, in Ubud. Das ist das, was ich an meiner Reise so liebe. Ich erlebe einfach die unterschiedlichsten Dinge.

Anschließend sind wir auch wieder zurück in unser Resort. Wir mussten auch feststellen, dass es hier echt viele Mosquitos gibt. Ich habe jetzt schon gefühlt 10 Stiche mehr. Auch in unserem Zimmer sind so einige zu Hause. Hoffentlich wache ich morgen nicht komplett zerstochen auf. Aber das hoffe ich jetzt mal nicht. Auch einen kleinen Salamander haben wir schon entdeckt. Ich will gar nicht wissen was hier sonst noch so lebt. Olli schläft schon. Der ist wirklich fertig. Aber ich denke ich gehe dann auch bald ins Bett. Meine Nacht war ja auch nicht die längste. Mal sehen wie der Tag morgen so verläuft. Ich hoffe einfach, das Wetter bleibt so wie es ist. Das wäre schön!

 

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