The spirit of Ubud

Tag 72 – Ubud

Die erste Nacht hier in Bali war wirklich in Ordnung. Um 8:15 Uhr habe ich mich dann aber entschlossen aufzustehen. Olli wurde dann auch wach. Nachdem ich mich kurz gerichtet habe, ging es auch schon zum Frühstück. Um ehrlich zu sein, habe ich mir das etwas anders vorgestellt. Aber es war dennoch ganz gut. Ich dachte eigentlich, dass man einfach ein kleines Buffet hat, wo man sich sein Essen aussuchen kann. Das ist ja meistens der Fall. Hier aber nicht. Wir haben eine kleine Speisekarte bekommen und durften uns 4 Dinge aussuchen. Entweder Kaffee oder Tee, Saft oder Obst, Omelette oder gekochtes Ei und Toast, Pancakes oder Cornflakes. Anschließend bin ich nochmal kurz zu der Inhaberin gegangen. Die hat diese Unterkunft erst vor kurzem übernommen. Deshalb geht hier manches auch noch drunter und drüber. Sie ist aber einfach super nett. Mit ihr haben wir unseren nächsten Tage geplant. Das macht im Grunde genommen alles sie für uns. Die hat da bessere Kontakte als wir. Außerdem ist es so einfach am unkompliziertesten.

Anschließend ging es wieder ins Zimmer. Dort musste ich mir erstmal einen kleinen Überblick über die nächsten Tage machen. Eine Unterkunft für die nächsten Tage haben wir dann auch noch gebucht. Das darf ja auch nicht vergessen werden. Anschließend haben wir aber wirklich unsere Sachen gepackt, haben uns eingeschmiert und sind los. Das Wetter war einfach wieder der Wahnsinn. Wenn man auf die Wettervorhersage schaut, zeigt es einfach nur Regen und Gewitter an. Wir hatten puren Sonnenschein. Es war gigantisch. Ich hätte niemals damit gerechnet.

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Heute wollten wir einfach das Zentrum von Ubud etwas erkunden. Wir sind von unserem Resort aus in die Stadt gelaufen. Wir wussten gar nicht, das schon der Weg dort hin eine wahre Attraktion ist. Es war wirklich wunderschön. Das viele Grün, die Wiesen, der Dschungel und die Ruhe haben einfach total zu diesem Ort gepasst. Mir gefällt es immer mehr hier. Überall könnte man anhalten, um Bilder zu schießen. Aber gut. Wir sind dann schließlich an einem Tempel herausgekommen. Schon der kam einem so ursprünglich, traditionell und natürlich vor, wie kein anderer Tempel, den ich bisher gesehen hab. In Thailand zum Beispiel sind alle Tempel total prunkvoll, gold und super aufwendig verziert. Hier kommt es einem manchmal schon fast wie eine Ruine vor. Aber auch das hat seinen Charme. Etwas anderes würde hier auch nicht hinpassen. Was uns auch sofort aufgefallen ist, sind die Menschen hier. Die Mentalität ist einfach unbeschreiblich. Einmalig! Jeder Einheimische hier ist so unglaublich freundlich. Jeder der an dir vorbeiläuft, begrüßt dich freundlich.

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Von dem Tempel aus, sind wir Richtung Innenstadt gelaufen. Hier war schon alles sehr touristisch. Dennoch hat Ubud irgendwie seinen Charme behalten. Hier sind wir einfach etwas die Straßen entlang gelaufen, haben uns Geschäfte angeschaut und einfach die Gegend etwas erkundet. Auf dem Gehweg liegen auch überall Opfergaben in Form von Blumen. Alles ist hier so liebevoll gemacht. Vor allem an Kaffees und Restaurants hat Ubud einiges zu bieten. Es ist wirklich ein Himmel für Essensliebhaber. Ich glaube ich könnte hier Wochen lang bleiben, um einfach nur alle Lokale einmal ausprobiert zu haben. Aber Hunger hatten wir jetzt noch keinen.

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Unser Ziel war der „Monkey Forest“. Das ist die Attraktion schlecht hin hier in Ubud. 50000 Rupiah haben wir für den Eintritt gezahlt. Und dann ging es auch schon los. Schon vor dem Wald hat uns ein Affe auf der Straße begrüßt. Aber auch eine große Tafel mit Verhaltensregeln stand vor dem Eingang. Man darf nichts zu Essen und kein Plastik mit sich führen, den Affen nicht in die Augen schauen und zum Beispiel nichts an sich hängen haben. Ansonsten können aus den süßen Affen ganz schnell mal aggressive Biester werden. Aber schon die Inhaberin unseres Resorts hat gemeint, dass die Affen hier, im Gegensatz zum Süden, ganz ruhig sein sollen.

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Der Affenwald war wirklich toll. Ich habe es mir gar nicht so schön vorgestellt. Es waren wirklich eine ganze Menge an Affen unterwegs. Ob kleine Babys, junge Teenager, Mütter oder die Chefs. Es waren wirklich alle Altersstufen vertreten. Natürlich waren hier viele Touristen unterwegs. Dennoch waren die wirklich immer nur an speziellen Orten versammelt. Oft war man auch wirklich für sich und konnte die Natur genießen und die Affen bestaunen. Das sind wirklich faszinierende und super intelligente Tiere. Die waren wirklich süß. Vor allem die kleinen Babys.

Irgendwann dann bin ich auf eine Bank gesessen und ein Affe wollte mir Gesellschaft leisten. Es ist hier nichts neues, dass ein Affe zu dir kommt oder sogar auf dich drauf springt. Dieser Affe war aber wirklich nicht der freundlichste. Ich hatte kein Essen bei mir, nichts an Plastik und hab mich auch nicht auffällig verhalten. Ich saß einfach nur da. Wenn man dann aber dort so sitzt, kann man gar nicht sagen, wo sich der Affe gerade befindet. Deshalb wollte ich mich nur mal umschauen. Natürlich musste ich dem Affen direkt in die Augen schauen. Ich glaube es war nichtmal eine Sekunde. In diesem Moment hat er auf einmal seine Zähne gezeigt und gefaucht. Der Affe hat mich gleich angesprungen und versucht am Arm zu beißen. Zum Glück nicht richtig. Trotzdem habe ich mich echt zu Tode erschreckt. Das hätte glaube ich jeder. Sofort ist ein Guide gekommen und hat ihn verjagt. Ich hatte nur ein paar rote Stellen am Arm. Es hat etwas gebrannt, aber das ging schon. Später sind wir dann aber kurz zum Ausgang, um die Stelle zu desinfizieren. Das war mir dann doch lieber. Aber ich war auch nicht die einzigste, der das passiert ist. Affen sind eben wilde Tiere und wirklich unberechenbar. Die stehen auch nicht einfach vor dich hin, um das perfekte Bild zu machen. Das hätte ich mir manchmal gewünscht. Aber es sind einfach wilde Tiere. Auf der einen Seite sind es einfach so faszinierende und süße Tiere. Auf der anderen Seite können sie wirklich aggressiv werden. Ich hatte dann schon Respekt vor den Tieren. Ich hatte einfach Schiss nochmal irgend einem ausversehen in die Augen zu schauen.

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Nach ein paar Stunden haben wir beschlossen wieder raus in die Stadt zu gehen. An einem super gut bewerteten Kaffee haben wir einen Stopp gemacht. Es gab einfach nur geiles Essen. Auch die Preise waren ok. Nicht das billigste Essen, was man hier finden kann, aber dennoch in Ordnung. Für mich gab es einen grünen Smoothie und einen Salat. Olli hat sich auch einen Smoothie bestellt und die Quinoa Bowl. Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben einen besseren Smoothie getrunken. Er hat wirklich nicht so grün geschmeckt, wie er aussah. Auch das Essen war einfach nur so lecker und gesund. Genau nach meinem Geschmack eben. Alles war auch so schön angerichtet. Richtig Instagram-Like. Einfach toll. Hier sind wir dann auch einfach eine Zeit lang geblieben, haben geredet und das WLAN etwas ausgenutzt.

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Später ging es wieder weiter. Durch Zufall sind wir in eine Seitenstraße gelangt. Hier fand gerade ein Markt statt. Super cool, dass wir den auch noch entdeckt haben. Hier war natürlich wieder alles super touristisch. Jeder Stand hat irgendwie das gleiche verkauft. Aber trotzdem haben wir was kleines gefunden. Ein Andenken von hier muss doch sein. Ob Schmuck, Magnete, Anhänger, Klamotten oder sonst was. Hier gab es die typischen Markt- Gegenstände zu verkaufen. Handeln durfte man auch nicht vergessen. Danach ging es einfach weiter durch die vielen Gassen hier.

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Später sind wir wieder zum Palast, um ein Ticket für die Tanzveranstaltung heute Abend zu kaufen. Zwei Aufführungen wurden angeboten. Schlussendlich haben wir uns für die traditionelle, historische Aufführung entschieden. Bis dahin hatten wir aber noch Zeit für das Abendessen. Dafür habe ich schon ein paar gut bewertete Lokale herausgesucht gehabt. Eins davon lag auch direkt auf dem Weg. Und auch hier war es einfach nur das perfekte Essen für mich. Alles war vegan, glutenfrei und meistens sogar roh. Ich habe einfach die Bedienung nach ihrer Empfehlung gefragt. Das haben wir schlussendlich auch beide bestellt. Das Essen war einfach der absolute Wahnsinn. Wir haben die SOL Bowl bestellt. Ich kann gar nicht genau sagen, was dort alles drinne war. Zucchini Spaghetti, Hummus, Salat, Nori Blätter und vieles vieles mehr. Wirklich perfekt! Dazu gab es noch einen leckeren, frischen Saft.

Beim Abendessen haben wir auch noch eine Bekanntschaft gemacht. Ein Berliner Künstler hat uns angesprochen. Der ist hier für einen Monat und Chili einfach sein Leben. Von morgens bis abends ist er in Kaffees, trinkt Tee, läuft herum, malt und genießt sein Leben. Der Typ war wirklich nett. Trotzdem war Tim auch echt merkwürdig und sehr spirituell unterwegs. Ich glaube so Leute zieht Ubud aber auch an. Die Stimmung ist einfach ganz besonders hier. Viele kommen auch einfach hier her um Yoga zu machen. Ein wirklich spiritueller Ort. Manchmal find ich das auch echt cool. Ab einem gewissen Grad wird mir das aber unheimlich. Trotzdem war es super interessant mit ihm zu reden.

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Um 19:00 Uhr mussten wir aber dann auch los, um einen guten Platz bei der Tanzvorstellung zu bekommen. Das haben wir dann aber auch. In der ersten Reihe haben wir Platz genommen. Und um 19:30 Uhr ging es dann auch los. Es war wirklich einmalig. Am Anfang musste ich aber halber anfangen loslachen. Gefühlt Tausend Männer kamen und haben angefangen zu singen und tanzen. Es war wirklich einmalig und extrem traditionell. Später kamen auch noch extrem verkleidete Frauen und Männer dazu, die eine historische Geschichte erzählen wollten. Es war echt ein Erlebnis den Tanz zum sehen. Anstelle der Männer hätte ich das nie im Leben durchgehalten, die ganze Zeit diese komischen Laute zu singen. Das war echt anstrengend mit der Zeit. Am Schluss gab es auch noch eine kleine Feuershow. Da kam ein Mann auf einem Art Holzpferd angeritten. Um ehrlich zu sein, habe ich wirklich nicht viel von der Geschichte dahinter verstanden. Aber das war auch nicht anders zu erwarten. Bis um 20:30 Uhr ging die Vorstellung. Das hat mir aber auch voll und ganz gereicht. Wirklich! Länger hätte es nicht sein dürfen. Am Schluss war es irgendwie immer das selbe. Trotzdem eine schöne Erfahrung.

Anschließend sind wir den Weg von heute morgen wieder zurück ins Hotel gelaufen. Es war stock finster. Alleine wäre ich nie auf die Idee gekommen, hier hoch zu laufen. Aber zu Zweit und mit Taschenlampe ging das. Man fühlt sich hier eh komplett sicher und super wohl. Den Sternenhimmel durften wir auch noch bewundern. Einfach ein magischer Ort hier. Das hat den Tag super abgerundet.

Jetzt sind wir aber auch echt müde. Duschen musste ich aber noch. Es war wirklich extrem heiß und vor allem schwül heute. Die Luftfeuchtigkeit ist in Ubud extrem hoch. Aber ich will mich nicht beschweren. Am Blog schreiben bin ich jetzt gerade. Morgen geht es aber etwas früher aus dem Bett. Da haben wir nämlich etwas mehr auf dem Programm. Bin schon ganz gespannt was wir alles sehen werden. Und jetzt. Gute Nacht!

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