From Padangbai to Gili Air

Tag 75 – Gili Air

Auf diesen Tag heute hätte ich gerne verzichten können. Für mich war er einfach anstrengend und unnötig. Der Morgen begann noch ganz normal. Obwohl wir heute etwas länger liegen bleiben konnten war unsere Stimmung jetzt schon nicht die aller Beste. Ich war mal wieder schon um 7:00 Uhr wach. Seit dem meine Mama und mein Bruder weg sind habe ich nicht eine Nacht gut geschlafen. Ich habe das Gefühl jede Nacht einfach nur mit Augen zu, wach zu liegen. Das ist ätzend. Und dann fängt man natürlich an zu denken. Ein durchgängiger, tiefer Schlaf wäre langsam mal wieder angebracht.

Nachdem ich mich gerichtet habe sind wir zum Frühstück gegangen. Eigentlich habe jeden Tag meistens das selbe bestellt. Es gab Tee, Früchte, Saft bzw. Smoothie und hartgekochte Eier. Das war für die Tage wirklich in Ordnung. Ich freue mich aber jetzt auch schon auf die nächste Unterkunft, in der es bestimmt ein anderes Frühstück gibt. Die Mitarbeiter hier sind wirklich nett. Allerdings sind sie fast nie vor Ort oder verstecken sich in ihrem Raum. Wenn man etwas möchte, muss man wirklich auf Suche gehen. Das war oft etwas blöd. Zudem können sie nur sehr schlecht Englisch sprechen und verstehen. Das macht alles noch einmal um einiges komplizierter. Die Inhaberin allerdings ist wirklich super hilfsbereit und lieb. Erna findet man allerdings auch nicht oft im Resort vor. Nervig!

Fertig mit Frühstücken! Anschließend sind wir zurück in unser Zimmer. Dort habe ich dann endgültig mein ganzes Zeug zusammengepackt. Dadurch das ich gestern schon das meiste gepackt habe, ging das heute wirklich schnell. Die restliche Zeit haben wir nur noch gechillt und das WLAN ausgenutzt. Um 10 Uhr sind wir dann hoch zum Auschecken. Auch hier hatten wir wieder das Problem, dass keiner da war. Schlussendlich kam ein junger Kerl, um uns den Schlüssel abzunehmen. Man merkt einfach noch sehr stark, dass das Resort erst vor kurzem übernommen worden ist. Aber gut! Die Lage und der Pool sind wirklich der Hammer. Jetzt hieß es wieder warten. Um 10:40 Uhr kam dann unser Fahrer. Dieser sollte uns zum Hafen bringen. Der Fahrer arbeitet sogar dort. Unsere Inhaberin hat wirklich gute Connections. Die Fahrt bis zum Hafen Padangbai war länger als gedacht. Wir sind bestimmt 1,5h lang gefahren. Es war so abnormal heiß im Auto. Ich bin wirklich fast zergangen. Vielleicht war die Outfitwahl doch nicht die Beste. Die lange dünne Hose war wohl doch zu viel des Guten. Und auch die Sportschuhe waren einfach zu warm. Aber normalerweise sind die Schnellboote und auch die Taxis immer abnormal klimatisiert. Heute kam aber einfach alles anders.

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In Padangbai konnten wir erst einmal unser Ticket für das Schnellboot holen. Das Office war direkt in einem Restaurant. Dort konnten wir dann wieder warten. Jipii! Nichtmal das Wifi ging. Aber gut. Wenigstens hat bisher schonmal alles geklappt. Wir hatten da nämlich erst noch unsere Bedenken. Wir mussten schon in der Unterkunft zahlen. Ein Ticket haben wir dort aber noch nicht bekommen. Wir hatten also nichts in der Hand. Hätte ja auch sein können, das wir abgezockt wurden. Aber zum Glück war das nicht so. Zur Sicherheit habe ich es mir auch noch schriftlich geben lassen, dass wir die Fahrt bezahlt haben. Sicher ist sicher!

Um 13:30 Uhr sollte dann das Boot gehen. Ach ja, ich habe noch gar nicht gesagt wo wir hin wollen. Heute ging es für uns auf die Gili Inseln. Davon gibt es drei Stück, Gili Trawangan, Gili Meno und Gili Air. Nicht weit von den Gilis liegt Lombok. Wir haben uns entschieden nach Gili Air zu gehen. Gili Trawangan ist nämlich die Partyinsel schlechthin. Darauf hatten wir nicht so eine große Lust. Gili Air soll um einiges ruhiger und entspannter sein. Unser Boot sollte also erst in Gili Tralala halten, dann in Gili Air und zum Schluss in Lombok. Das Boote aber grundsätzlich zu spät kommen hat auch der Tag heute wieder gezeigt. Wir saßen noch eine Ewigkeit in der elenden Hitze. Es war fast nicht auszuhalten.

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Irgendwann kam dann die Ansage, dass wir zum nächsten Wartestop können. Das Boot sei endlich da. Aber auch hier hieß es warten. Endlich konnten wir dann einsteigen. Schon jetzt habe ich gemerkt, dass es ganz andere Boote als bisher sind. Viel kleiner! Gestern hat uns eine Freundin von Olli, die hier Connections hat, geschrieben, dass wir auf keinen Fall auf eine Insel fahren sollen. Der Wellengang sei enorm und es sollen schon einige Unfälle passiert sein. Aber ganz ehrlich! Sonst wär der Hafen nicht offen gewesen. Das war wieder viel zu viel Aufregung für nichts. Ich weiß auch nicht wieso die uns Angst machen wollte. Im Boot habe ich die meiste Zeit einfach Musik gehört und versucht zu schlafen. Vielleicht wäre der Schlaf auch nötig gewesen. Bis nach Gili Trawangan dauerte es ca. 1,5 Stunden. Ich hab mich schon gefreut, dass der nächste Stopp Gili Air ist. Endlich! Als dann aber alle Menschen die auf diese Insel wollten ausgestiegen sind, kam die tolle Nachricht. Der Hafen in Gili Air ist immer noch kaputt. Er kann nicht angefahren werden. Der nächste Stop sei Lombok! Ich dachte nur: „Das darf doch nicht wahr sein!“. Ich wollte einfach nur ankommen. Und zwar schnell!

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In Lombok mussten wir dann alle raus. Hier wurden wir auf ein kleines Boot gebracht, dass uns auf die Insel bringen sollte. Turnschuhe waren echt eine Kack Idee. Aber aus Platzgründen sind das meine Reiseschuhe. Wir mussten durchs Wasser laufen, um in das Boot zu kommen. Ich war echt schon fix und fertig! Ich konnte echt nichtmehr. Immer diese Rumschlepperei von A nach B und dazu noch die brütende Hitze. Irgendwie aufs Boot habe ich es aber dann doch noch geschafft. Gegessen haben wir auch noch nichts seit dem Frühstück. Meine Laune war einfach betrübt.
Im kleinen Boot hat man den Wellengang viel mehr gemerkt. Wir wurden wirklich ganz schön nass. Auch das noch! Als wir dann kurz vor Gili Air waren und der Motor ausging, wurde es mir ganz anders. Das Boot hat wirklich so schlimm geschaukelt, dass ich dachte wir kippen um. Ich war einfach nur froh endlich draußen zu sein!

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Welcome to Gili Air! Eine super kleine Insel hier in Indonesien. Ich habe schon viel Gutes von diesem Ort gehört. Schon als wir angekommen sind, war fast nichts los. Hier gibt es keine Autos, keine Scooter und keine Busse. Entweder man ist hier zu Fuß unterwegs, mit dem Fahrrad oder per Pferdekutsche. Man hat sich wirklich sofort in die Vergangenheit zurückversetzt gefühlt. Zum Glück ist unser Resort nicht weit vom Hafen entfernt. Wir sind also am Strand ca. 15 Minuten gelaufen bis wir an der Rezeption angekommen sind. Hier wurden wir schonmal nett empfangen. Daraufhin wurden wir in das Zimmer gebracht. Wir wohnen leider nicht in einem so coolen Bungalow am Pool. Wir sind im Hauptgebäude untergebracht. Der Blick vom Zimmer ist sehr bescheiden. Trotzdem ist es wirklich sauber und ausreichend für uns.

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Schnell wollten wir ein Lokal zum Abendessen finden. Auf TripAdvisor habe ich mich schnell informiert. Daraufhin sind wir etwas ins Innere der Insel gelaufen. Dort haben wir schon etwas vom lokalen Leben der Einwohner mitbekommen. Irgendwie fast unvorstellbar hier zu leben, auf einer so kleinen Insel. Bis zum Restaurant ging es dann doch noch länger als gedacht. Irgendwann haben wir es dann aber gefunden. Kein Mensch saß hier. Aber das war in jedem Lokal der Fall. Hier ist einfach nichts los. Dennoch haben wir uns entschlossen hier zu Essen. Ich habe mir ein Indonesischen Green Curry mit Reis und einen Shake bestellt. Das Essen war wirklich super lecker. Genau das habe ich jetzt gebraucht.

Kurz bevor wir dann gehen wollten hat es noch super stark angefangen zu regnen. Zum Glück nur kurz. Wir haben es also doch noch halbwegs trocken wieder zurück geschafft. Wir wollten dann auch einfach nur noch ins Hotelzimmer. Irgendwie war der Tag einfach schon gelaufen. Außerdem konnte ich so noch den Blog schreiben, duschen und mit meiner Familie skypen. Ich vermisse sie schon sehr. Am liebsten hätte ich sie immer bei mir. Bis ich sie wieder sehe, dauert es aber noch ein bisschen. Ich muss einfach versuchen, die Zeit hier zu genießen und das beste draus zu machen!

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