Devil´s Tear

Tag 79 – Nusa Lembongan

Schon um 6:45 Uhr lag Olli wach. Und wenn irgendjemand wach ist, bin ich das meistens auch. Auch wenn ich noch super müde war. Für ihn ging es heute um 19 Uhr zurück nach Deutschland. Deshalb musste er schon früh die Insel verlassen. Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, ob ich an seiner Stelle überhaupt noch nach Nusa Lembongan gekommen wäre. Für mich hätte es sich nicht wirklich gelohnt. Ich meine das Schnellboot kostet auch sein Geld. Außerdem sind die Fahrten ja auch nicht immer die entspanntesten. Aber gut, er wollte es so.

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Um 7 Uhr sind wir schon zum Frühstück. Die Unterkunft erinnert mich ein kleines bisschen an die in Ubud. Das Frühstück zu mindest geht nach dem gleichen Prinzip. Man bekommt eine Karte, von der man sich bestimmte Dinge aussuchen darf. Für mich gab es einen Ananassaft, etwas Obst und zwei pochierte Eier. So viel war das jetzt nicht. Für den Morgen hat es mir aber ausgereicht. Olli hat gebratene Nudeln bestellt. Der Fahrer sollte ihn schon um 8 Uhr morgens abholen. Um ca. 8:45 Uhr war er dann endlich da. Jetzt hieß es schon wieder Tschüss sagen. Die zwei Wochen mit ihm sind jetzt auch schon rum. Es vergeht wirklich alles wie im Flug.

Jetzt startet für mich die wirkliche Reise „allein“. Davor hatte ich immer Gruppen bei der GAdventures Tour oder dem Elefantenprojekt. Dann kam meine Mama, mein Bruder und dann auch noch Olli. So viel alleine war ich schlussendlich gar nicht. Ab jetzt wird das anders aussehen. Das denke ich zumindest. Zum Glück konnte ich ihm aber noch einige Sachen mit nach Hause geben, die ich für unnötig halte. Mein Buch, den Reiseführer für Südostasien, einen Pulli, eine Short, ein Jumpsuit, ein T- Shirt und ein Top, ein Paar Souvenirs und die Daunenjacke durften weg. Dafür habe ich jetzt aber noch meine Wanderschuhe und zwei Bücher über Australien und Neuseeland bekommen. Eigentlich wollte ich mich noch von einem Paar Schuhe trennen. Ich habe jetzt einfach zu viele. FlipFlops, offene Schuhe, Chucks, Turnschuhe und Wanderschuhe sind einfach zu viel. Ich konnte mich aber einfach von keinem Paar trennen. Ich weiß, dass ich theoretisch auch mir zwei Paaren zurecht kommen würde. Aber es ist halt so doch schöner, die Auswahl zu haben. Ich hoffe nur das ich mir damit nicht doch das Leben schwerer gemacht habe. Das werde ich jetzt sehen. Denn Olli ist weg!

Irgendwie komisch jetzt wieder alleine zu sein. In manchen Situationen gibt es nichts besseres. In Anderen wünscht man sich jemanden an seiner Seite. Es gibt immer Vor – und Nachteile. Ich bin dann auf jeden Fall nochmal zurück ins Zimmer. Dort habe ich einfach noch etwas gechillt, Sprachnotitzen beantwortet und mich schließlich fertig gerichtet. Ich wusste zwar noch nicht wirklich was ich machen möchte. Eine grobe Vorstellung hatte ich aber. Deshalb ging es erst einmal raus!

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Nusa Lembongan hat einige schöne Strände. In der Nähe von meiner Unterkunft liegt der Mushroom Beach. Das soll auch der beliebteste Strand der Insel sein. Deshalb wollte ich dort einmal kurz vorbei schauen. Dort angekommen, hat mich ein schöner Strand begrüßt. Allerdings waren es für mich einfach viel zu viele Boote in der Bucht. Am Rand hat sich ein Lokal nach dem Anderen befunden. Baden hätte ich hier nicht gerne wollen. Deshalb bin ich nochmal weiter gelaufen. Der Typ an der Rezeption hat mir noch den Dream Beach empfohlen. Dieser liegt gar nicht so weit weg vom Mushroom Bay. Man kann ihn also zu Fuß erreichen. Damit kam ich mir aber fast alleine vor. Jeder hier fährt mit dem Scooter durch die Gegend. Nicht nur Einheimische! Auch Touristen! Mit dem ist man auf jeden Fall schneller unterwegs. Ich weiß nur wirklich nicht, ob ich mir das zutrauen soll. Gerade hier sind die Straßen echt super schlecht. Der Regen verschlimmert die Lage um Einiges. Das muss ich mir nochmal gut überlegen.

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Das Wetter heute war wieder super gut, aber auch super heiß. Zu heiß! Ich habe mich zwar so gut es geht eingeschmiert. Als ich aber einen Schritt in die Sonne gegangen bin, hat gleich alles angefangen zu brennen. So stark ist die Sonne hier. Schatten findet man auch nicht häufig. Deshalb war es gar nicht so ohne, einmal quer durch die Insel zu laufen.
Irgendwann bin ich dann aber angekommen, am Dream Beach. Es ist wirklich ein Traumstrand. Nusa Penida ist ganz anders als Gili Air, eine von Felsen geprägte Insel. Zwischen diesen befinden sich immer wieder wunderschöne kleine Sandstrände. Die Buchten sind wirklich traumhaft. Dadurch, dass ich relativ früh schon hier war, war auch noch nicht viel los. Später dann kamen aber immer mehr Touristen. Vor allem tausende Gruppen an Chinesen waren wieder unterwegs. Sogar hier sind sie! Unvorstellbar!

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Ich bin dann aber erstmal runter an den Strand gelaufen. Die Wellen waren echt enorm groß und hatten eine unvorstellbare Kraft. Das blöde an dem Strand war, dass es einfach nirgendwo Schatten gab. In der prallen Sonne konnte ich auf jeden Fall nicht bleiben. Ich verstehe einfach nicht, wie sich so viele Leute einfach so, in die stechende Sonne legen können. Da ist doch Hautkrebs vorprogrammiert. Aber das geht mich ja nichts an! Ich bin auch schon mehr als zu lange in der Sonne herumgelaufen. Am Felsen dann gab es einen kleinen Part Schatten. Dort war es zwar nicht unbedingt bequem zu sitzen, dafür hatte man einen guten Blick über die Bucht. Hier habe ich einfach ein wenig relaxt. Zu Beginn war es echt ruhig. Dann kamen wie gesagt immer mehr Chinesen, die mit professionellen Kameras Bilder von sich gemacht haben. Was auch sonst! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viele gestrandete Waale schlussendlich am Strand lagen. Die Wellen waren ab und zu wirklich unerwartet stark. Die haben einem schnell mal die Füße unterm Boden weggezogen. Einige wurden auch böse an den Steinen von einer Welle überrascht. Danach waren sie pitsch nass. Es war echt lustig, die ganzen Leute zu beobachten.

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Später dann habe ich angefangen mein Australien Buch etwas zu lesen bzw. durchzublättern. Das hat mit mein Dad zu Hause noch besorgt. In dem Buch stehen viele allgemeine Sachen über Autralien drin. Das ist echt interessant zu lesen. Ob ich ihn als Reiseführer für Sehenswürdigkeiten nutzen kann, werde ich noch sehen. Auf jeden Fall habe ich mir so etwas die Zeit vertrieben.

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Gegen Mittag bin ich dann wieder weitergezogen, um mir etwas zu Essen zu suchen. Richtig großen Hunger hatte ich nicht. Aber wenn man nicht wirklich was zu tun hat, ist Essen immer eine gute Lösung. Ich habe mich erst an der Bar direkt am Strand umgeschaut. Die Preise haben meinen Rahmen aber definitiv gesprengt. Deshalb bin ich weiter ins Innere der Insel gelaufen. Schlussendlich bin ich wieder in der gleichen Straße wie gestern Abend gelandet. Dort sind einfach ein Paar gute Lokale direkt nebeneinander. Allerdings saßen nur in einem Lokal ein Paar Menschen. Deshalb habe ich mich auch für dieses Restaurant entschieden. Es wurden wirklich gemischte Speisen angeboten. Die Preise waren wirklich unschlagbar gut. Schlussendlich hat der Mitarbeiter oder Inhaber für mich entschieden und mir etwas zusammengekocht. Es war super gut! Außerdem war es auch einfach mal wieder etwas Anderes als Nasi Goreng oder Curry. Mir hat es super geschmeckt. Dazu hat das Gericht gerade einmal 30.000 Rupiah gekostet, das sind vllt. 1,6€.

Anschließend ging es wieder weiter durch die pralle Mittagssonne. Ich bin gelaufen und gelaufen. Bei den Wegen ist man sich nie sicher, ob man sich gleich in einer Sackgasse befindet oder ob es wirklich der richtige Weg ist. Auf meine Mapsme App kann ich mich hier zum ersten Mal nicht ganz verlassen. Manche Straßen gibt es gar nicht. Dafür sind an anderen Stellen wieder kleine Gassen die irgendwohin führen. So war es auch mit dieser. Ein Paar Chinesen sind aus diesem Weg hervorgekommen. Deshalb musste ich auch dort einen Abstecher hin machen. Dort wo die sind, muss es etwas Sehenswertes geben. Außerdem habe ich mir vorher noch zwei Aussichtspunkte herausgesucht, die in dieser Richtung liegen sollen. Und so war es auch!

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Ich bin an die Felsen der Küste gekommen. Sofort hat mich eine Masse an Chinesen begrüßt. Das ist hier wohl wirklich eine Sehenswürdigkeit. Gut, dass ich sie noch gefunden habe. Devil’s Tear! Und es war echt wunderschön. Die Felsen machen einfach was her. Wenn das Wasser an den Steinen hochpeitscht, macht das schon was her. Manchmal ist das Meerwasser wie eine Fontäne hinaufgestiegen. Wirklich beeindruckend. Zudem war das Meer einfach Glas klar. Ich habe sogar eine Meeresschildkröte von oben entdecken können, als sie aufgetaucht ist. Wahnsinnig! Das einzigste was mich gestört hat, waren die vielen Menschen und die Tatsache, dass es auch hier keinen Schattenplatz gab. Ein Fotoshooting musste ich hier auch wieder geben. Das chinesische Paar aber wirklich lieb. Mit denen habe ich gerne ein Bild gemacht, auch wenn ich aussah wie sonst was.

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Dann bin ich auf die Idee gekommen noch etwas weiter zu laufen. Das war die beste Idee, die ich hätte haben können. Hier war ich plötzlich ganz für mich. Ein weiterer Mann war hier noch unterwegs. Ansonsten kein Mensch. Das wenigstens eine Person da war, hat mich eher beruhigt als gestört. Ich glaube sogar, dass das hier die echte Attraktion war. Wunderschön! Es sag aus, wie ein natürlicher Infinitypool, der hinaus ins Meer leitet. Es ist schon bewundernswert, was die Natur alles schafft. Das das überhaupt natürlich ist, ist fast unglaubwürdig. Wirklich beeindruckend! Hier hat es mir wirklich um einiges besser gefallen.

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Schlussendlich musste ich dann wieder umkehren. Ein Schattenplatz war nun einfach notwendig. Sonst hätte ich wirklich noch einen Sonnenstich bekommen. Das war das erste Mal, dass ich die Asiaten mit ihren Sonnenschirmen verstanden habe. Trotzdem musste ich mich hier noch etwas umschauen, bevor ich schließlich weiter gegangen bin.

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Die Wege waren super schlammig. Ich sah aus, als hätte ich gerade ein Schlammbad genommen. Super ekelhaft. Als ich den Weg hinuntergelaufen bin, bin ich an den Sandy Beach gekommen. Hier war aber eigentlich nur ein Restaurant, welches wieder nur überteuert war. Der Zugang zum Strand war sogar gesperrt. Von weitem habe ich mich schon gewundert, wieso dort keine Menschen sind. Ich bin dann einfach wieder weiter! Irgendwann bin ich zu einem weiteren Aussichtspunkt an den Felsen gekommen. Hier war ich auch wieder ganz alleine. Zum Sonnenuntergang wäre das der perfekte Punkt. Danach ging es wieder Richtung Mushroom Beach. Ich wollte mich einfach in eine Bar setzen und etwas Trinken. Schlussendlich bin ich in der Hai Bar gelandet. Die ist zwar nicht die Günstigste, aber günstig ist am Meer ja nichts. Auf jeden Fall habe ich mir einen Mangoshake bestellt. Yummy! Auch das WLAN konnte ich hier ausnutzen. Das geht im Hotel ja nicht besonders gut.

Gegen 16:15 Uhr wollte ich zurück ins Resort. Dort musste ich erstmal unter die Dusche. Anschließend hat es so krass angefangen so regnen und zu stürmen. Ich wusste gar nicht was geschieht. Ich war einfach nur froh schon wieder hier zu sein und nicht irgendwo im nirgendwo zu stecken. Was ein Glück! Im Zimmer habe ich dann die Bilder angeschaut, versucht den letzten Blog hochzuladen, WhatsApp Nachrichten gecheckt und mich fertig gerichtet. Abendessen gehen wollte ich ja auch noch. Das aber erst, wenn der Regen aufgehört hat.

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Und das hat er dann auch! Kurz vor 18 Uhr bin ich wieder losgezogen. Ich habe mir zwei Lokale auf TripAdvisor herausgesucht, die mich angesprochen haben. Eigentlich hatte ich heute keine Lust schon wieder Curry, Nasi Goreng oder sonst was zu essen. Ich hatte so Bock auf was Italienisches. Einfach mal wieder Pasta essen. Aber das findet man hier auf der Insel so gut wie nicht. Es musste schon was in der Nähe sein. Deshalb habe ich mich dazu entschieden heute Sushi essen zu gehen. Ich habe so viel Gutes von diesem Restaurant gelesen. Der Weg dorthin war aber dann doch wieder etwas härter und länger, als geplant. Manchmal glaube ich das mir meine Navigationsapp die Luftlinie als Distanz berechnet. Aber gut! Es war ja noch hell. Dort angekommen habe ich es mir so richtig gut gehen lassen. Irgendwie habe ich das jetzt gebraucht. So sehr habe ich mich auf meine Edamame gefreut. Dann gab es den „green dragon“. Das Sushi war so weit ich weiß mit crunchy Garnelen und Thuna gefüllt. Oben drauf durften die Avocados nicht fehlen. Es war so verdammt lecker. Dazu sah es noch wunderschön aus. Die haben sich wirklich extrem viel Mühe mit dem Anrichten gegeben. Einen frischen Mangoshake habe ich mir auch noch gegönnt. Und weil es so schön war, kamen dann auch noch die Veggie Maki. Sooooo gut! Danach war ich auf jeden Fall glücklich. Eigentlich hätte man hier auch billig rausgehen können. So viel wie ich bestellt habe war es klar, dass das ein teurer Spaß wird. In das eine Lokal wollte ich zwar erst gehen, war mir schlussendlich aber zu teuer. Im Grund genommen wäre das sogar viel günstiger gewesen, als der Sushispaß heute Abend. Aber das darf jetzt auch mal sein. In Deutschland hätte ich für den Preis nicht mal halb so viel bekommen. 211.000 Rupiah musste ich zahlen. Das sind umgerechnet ca. 12 €. Das war wirklich eine Ausnahme!

Danach ging es wieder zurück. Das habe ich unterschätzt. Natürlich war es jetzt schon stockdunkel. Ich konnte nichts sehen. Beleuchtet ist hier natürlich auch nichts. Das hätte man sich auch denken können. Zum Glück habe ich mein Handy davor nochmal aufgeladen gehabt. So hatte ich meine lebensrettende Taschenlampe. Durch die ganzen Pfützen, ist der Dreck super toll an den Beinen hinaufgespritzt. Ich hätte gleich schon wieder duschen können. Aber jetzt musste ich erstmal zurück kommen. Dummerweise bin ich nicht den selben Weg gegangen, wie ich hergekommen bin. Auf meiner Karte hieß es, dass der andere Weg kürzer sei. Auch hier habe ich wieder gemerkt, dass ich mich darauf nicht verlassen konnte. Diese eine Straße existierte nämlich wieder nicht. Es war einfach schlimm! Zu Beginn meiner Reise hätte ich mich niemals getraut hier alleine zu laufen. Es war stockdunkel, kein Tourist unterwegs und in den Gassen haben sich die Einheimischen versteckt. Immer mal wieder kam ein Scooter vorbei, dem ich Platz machen musste. Überfahren werden wäre jetzt auch nicht praktisch gewesen. Einfach gruselig! Aber hatte ich eine andere Wahl? Nein! In einer Stadt hätte ich mir jetzt wahrscheinlich einfach ein Taxi genommen, welches mich sicher zum Hotel gebracht hätte. Ich bin also durch die halbe Insel geirrt und musste einen riesigen Umweg gehen. Ich war bestimmt bald eine halbe Stunde unterwegs. Gegen Schluss bin ich mit dem Fuß noch an einem Stein hängen geblieben. Die Straßen sind einfach katastrophal. Und klar, sieht man nachts nicht jeden Stein der vor einem liegt. Mein ganzer Zeh wurde aufgeschlitzt und hat geblutet. Das hat mir jetzt gerade noch gefehlt. Einfach schnell zurück, war meine Mission!

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Als ich dann endlich angekommen bin, musste ich gleich mal wieder unter die Dusche. Danach ging es ans Verarzten meines Zehs. Das hätte doch jetzt nicht auch noch passieren müssen. Aber was will man machen. Er ist wenigstens noch dran. Ich denke so schlimm ist es auch nicht. Hoffentlich! Danach habe ich mich noch um die nächste Unterkunft gekümmert. Auch für die nächsten Tage hier wollte ich noch etwas organisieren. Ich habe also so einen Guide angeschrieben, den ich über Instagram gefunden hatte. Dieser hat mir eine Tour angeboten. Allerdings sollte sie 1.400.000 Rupiah kosten. Das ist mir definitiv zu viel. Ich gebe doch keine 70 € für so ein winziges Angebot aus. Da chille ich lieber hier. Jetzt mal sehen, was sich ergibt. Schlaf ist das einzige, was ich gerade dringend brauche.

 

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