Great Ocean Road

Tag 86 – Melbourne

6:15 Uhr! Fragt mich nicht wieso ich den Wecker schon so früh gestellt habe. Um 7:30 Uhr wollte ich fertig unten stehen. War ja klar, dass ich viel zu früh parat stand. Aber ich nehme mir dann doch lieber Zeit, als voll zu hetzen. Ich habe mich also fertig gemacht, meine Sachen geschnappt und mich in die Küche begeben.

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Die hatte ich so früh am morgen fast ganz für mich alleine. Das war auch mal cool. Im Hostel seine Ruhe zu haben kommt nämlich auch nicht oft vor. Nachdem ich dann mein Müsli (heute mit Pfirsich und Banane) gegessen habe bin ich auch schon runter an die Rezeption. So crazy! In Deutschland war um diese Uhrzeit noch ein anderer Tag. Bei mir der 24. Februar um 7:15 Uhr morgens. Zu Hause immer noch der 23. Februar um 21:15 Uhr. Einfach ein komisches Gefühl, so weit weg zu sein.

Dann ging es auch schon nach draußen. Ein Freund aus meiner G- Adventures Tour wohnt gerade in Melbourne. Heute hatten wir vor zusammen zur Great Ocean Road zu fahren. Das soll eines der schönsten Straßen der Welt sein. Dabei waren auch noch zwei Freundinnen aus Brisbane. Ich hab mich richtig gefreut, mit richtigen Australiern was zu unternehmen. Schon echt cool, vor Ort seine Connections zu haben.

Der Weg zur Great Ocean Road ist nicht gerade kurz. Man fährt schon eine Zeit lang. Das Wetter sah bis dort hin auch noch super gut aus. Wir hatten blauer Himmel und immer wieder einige Wolken. Dennoch wirklich gut. Eigentlich hat es nämlich Regen gebracht. Wir haben nur gehofft, dass der an uns vorbei geht. Als wir aus Melbourne raus sind, kamen wir schon in die ländlichere Gegend. Es war super cool, die ganzen Schilder mit „Achtung Kangoroos“ zu sehen. Als wäre es etwas ganz normales Kangoroos zu sehen. Aber das ist es hier. Und tatsächlich konnte ich eines am Straßenrand entdecken. Später dann haben wir einen kleinen Stop eingelegt. Kaffeepause! Das süße kleine Kaffee hatte echt tolle Angebote. Wirklich egal in welches Lokal man geht, wird man irgendwie überrascht. So trendy! Ich habe mich für einen Spicy Chai Almond Latte entschieden. Man wie habe ich den Zimt vermisst. Der Tee war super gut. Den hätte ich bei mir zu Hause nicht so bekommen können. Die anderen haben sich für Kaffee entschieden. Auch Bananenbrot oder andere Leckereien gab es im Angebot.

Für uns hieß es allerdings wieder ab ins Auto. Das Wetter hat schon ziemlich zugezogen. Aber die Hoffnung stirbt zu letzt. Nach insgesamt sicher 2,5 – 3 Stunden sind wir der Great Ocean Road immer näher gekommen. Das Wetter wurde schlimmer und schlimmer. Ich habe nur die Temperaturanzeige beobachtet, die bis zu 15 Grad gesunken ist. Ich hab gedacht ich sehe nicht richtig. Gestern hatte es noch 30 Grad und man hat sich einen abgeschwitzt. Deshalb habe ich mir auch das luftigste angezogen, was ich überhaupt so dabei hatte. Kurze Hose, dünne Bluse. Ich war noch kurz davor eine Jacke mitzunehmen wegen der Klimaanlage. Aber auch die habe ich dann zu Hause gelassen. Ich meine, es war echt so heiß! Schlechter hätte es wirklich nicht sein können. Es war super neblig, nur bewölkt, es hat geregnet und dazu super stark gewindet. Also wirklich eine Katastrophe. Es war einfach traurig.

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An der Great Ocean Road angekommen konnten wir nichtmal das Meer sehen, so neblig war es. Jetzt ist man einmal in seinem Leben hier und dann versaut einem das Wetter alles. Na gut. Wir mussten das Beste draus machen. Wir sind zu dem ersten Aussichtspunkt gefahren. Als wir aus dem Auto gestiegen sind, hat es mich gleich geschüttelt. Arsch kalt! Wir haben so gefroren. Ich habe so gefroren! Aber wenn wir hier sind, wollen wir ja auch die Hauptsehenswürdigkeiten sehen. Die Felsen im Meer sind wirklich wunderschön und beeindruckend. Allerdings sind wir einfach gerannt, haben ein – zwei Bilder gemacht und sind dann wieder weiter gerannt. Wirklich schade, es nicht so genießen zu können. Bei Sonnenschein sähe das alles auch noch mal ein ganzes Stück hübscher aus. Aber den hatten wir einfach nicht. Schnell ins Auto! Das war unsere Mission!

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Dann ging es weiter zu den den „12 Apostles“, die Wahrzeichen der Great Ocean Road! Dort sind wir nur schnell aufs Klo und gleich wieder ins Auto. Wir haben gleich mal die Heizung aufgedreht. Sogar was zu Essen haben die Drei vorbereitet. Mit Crackern, Karottensticks, Hummus, Oliven und Camembert haben wir es uns gemütlich gemacht. Super yummy und mega lieb von Ihnen. Wir hatten es einfach super lustig!

Dann ging es aber raus in die Schlacht. Wir haben uns dann doch dazu entschieden sexy Regencapes zu kaufen. Die haben auch etwas warm gehalten. Und vor allem ein wenig vom Wind und vom Regen geschützt. Die 12 Apostles sind verstreute Felsen, die aus dem Meer ragen. Allerdings sind nur noch 8 von ihnen übrig. Echt wunderschön! Aber auch hier haben wir nicht länger als 5 Minuten ausgehalten. Kaaaaaalt! Überall waren die Chinesen mit ihren Daunenjacken, Regenjacken, langen Hosen und Mützen unterwegs. Die haben mich echt komisch angeschaut, als ich da mit kurzer Hose und Bluse angelaufen kam. Wieso hatte ich die blöde Jacke nicht dabei? Normalerweise habe ich auch bei 40 Grad noch eine Jacke bei mir. Nur heute nicht!

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Zurück im Auto war unser Plan jetzt die komplette Great Ocean Road Richtung Melbourne zurück zu fahren. Am Anfang habe ich mich echt gefragt, ob das überhaupt die Great Ocean Road ist. Wir sind nur durch den Regenwald gefahren. Das sah mit dem Nebel super geheimnisvoll aus. Von der Straße habe ich mir allerdings vorgestellt, dass sie die ganze Zeit an der Küste entlang führt. Das kam später dann aber doch noch! Immer wieder haben wir kleine Stops eingelegt, um die Aussicht anzusehen. Von genießen kann man da nicht sprechen. Aber gut! Will hat auch mal eine Pause vom Fahren gebraucht.

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Am Apollo Bay ging es dann zum Mittagessen. Essen, essen, essen! Ganz typisch hier ist es Fish and Chips zu essen. Deshalb gab es das. Die Veganerin hat sich nur für Pommes und Potatoe- Cake entschieden. Bei mir gab es Lachs und Salat. Die anderen haben ganz traditionell Fish and Chips gegessen. Für den Preis hätte ich in Asien ein Gourmetessen bekommen können. Aber da bin ich jetzt nichtmehr. Es war auf jeden Fall ganz gut! Weiter ging es auf der berühmten Straße. Es war wirklich wunderschön, direkt am Ozean entlang zu fahren. Menschen, die gerne kurvige Strecken fahren haben hier auf jeden Fall ihren Spaß. Mit Musik und unserem brillianten Gesang ging die Fahrt weiter.

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In Lorne war der nächste Stop. Dort sind wir auf einem Steg ins Wasser hinaus gelaufen. Es hätte alles so schön sein können, wäre das Wetter etwas besser gewesen.

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Der letzte Stop war der Bells Beach. Ein toller Strand! Der Sand ist ganz orange hier. Ich hab fast die Krise bekommen, als ein kleiner Junge hier gebadet hat. Verrückt, dass die Eltern das bei dem Wetter und den Wellen erlauben. Aber gut! Für uns ging es wieder zurück nach Melbourne.

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Noch 1,5 Stunden hat es gedauert, bis wir uns der Stadt genähert sind. Es war wirklich toll, mit William etwas zu unternehmen und dabei noch Emma und Elle kennenlernen zu dürfen. Ich habe so wieder super Tipps bekommen und spannende und witzige Gespräche geführt. Vielleicht sehe ich sie auch, wenn ich in Brisbane bin. Will tat es so Leid, dass das Wetter nicht mitgespielt hat. Aber dafür kann ja keiner was. Oder hat da jemand seinen Teller nicht leer gegessen? Aber jetzt mussten wir uns auch schon verabschieden. Leider!

Für mich ging es zurück ins Hostel. Zum Abendessen habe ich mir einfach nochmal Porridge gemacht. Ich war mir gar nicht sicher ob ich zum Abendessen schon hier sein werde. Und nochmal einkaufen hatte ich auch keine Lust und hätte sich auch nicht rentiert. So hat es mir auch gereicht. Im Zimmer musste ich mein Backpack wieder zusammenpacken. Morgen früh wird schon wieder ausgecheckt. Okai, was heißt schon! 4 Nächte war ich jetzt hier. Aber auch so wollte ich mir noch einen gechillten Abend machen, Bilder anschauen und den Blog schreiben. Um 20:00 Uhr saß ich schon im Bett. Dann hat sich allerdings noch ein ewig langes Gespräch mit zwei Deutschen, die zufälligerweise beide aus München kommen, ergeben. Ich glaub um 0:15 Uhr haben wir immer noch geredet. Zum Schreiben bin ich dadurch auch nicht mehr gekommen. Es war aber echt super. Die beiden wollten eigentlich noch Feiern gehen. Aber das haben sie dann auch sein lassen. Es war echt cool, die Storys und Erlebnisse der Anderen zu erfahren. Außerdem habe ich sogar noch ein kleinen Einblick ins BWL Studium bekommen. Das ist ja auch mal nicht schlecht, sich darunter etwas vorstellen zu können. Dann ging es aber auch wirklich schlafen! Ist ja doch wieder ein längerer Abend als gedacht geworden. Ein toller Tag, tolle Menschen, aber kack Wetter! Wir haben das beste draus gemacht! Melbourne ist unberechenbar!

 

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