Adé Adelaide

Tag 89 – Adelaide

Der Bus. Ich glaube der wird in den nächsten Wochen mein zu Hause sein. So viel Zeit wie ich im Moment durch die Gegend fahre, ist das auch kein Wunder. Australien ist echt größer als gedacht. Das unterschätzen die Meisten, die hierher zum Reisen kommen. Da ist Deutschland ja nichts dagegen. Um also wirklich meinen Plan durchzuziehen und alles zu sehen, was ich mir vorgenommen habe, muss ich mich ganz schön ran halten. Deshalb geht heute auch schon mein nächster Nachtbus weiter nach Coober Pedy. Nur eine Nacht war ich hier in Adelaide. Um ehrlich zu sein hat mir die aber auch voll und ganz gereicht. Ich habe auf keinen Fall das Gefühl hier irgendetwas verpasst zu haben. Und so sah auch mein Tag heute aus. Was ist als Touri überhaupt in Adelaide zu tun?

Um ca. 8:30 Uhr bin ich aufgewacht. Ich habe komischerweise besser geschlafen als gedacht. Zwar nicht ganz durch, aber das ist im Hostel bei mir eh nicht möglich. Jetzt ging es aber für mich auch schon ins Bad und ab ans fertig packen. Auscheckzeit war wieder einmal um 10 Uhr. Das hab ich auch alles pünktlich geschafft. Im Zimmer habe ich noch zwei nette Niederländerinnen und zwei Deutsche kennengelernt. Manchmal ist es zwar nervig, jedem immer wieder das Gleiche zu erzählen. Dennoch ist es wirklich spannend die Stories von den anderen Backpackern zu hören. Da kann man sich immer neue Anregungen holen.

Zum Frühstück gab es für mich wieder eine riesen Schüssel Porridge. Das machen sich die meisten Mädels hier. Und langweilig wird das auch nie. Zusammen mit Max aus Braunschweig, einem weiteren deutschen Mädchen und noch einer Anna aus Reutlingen haben wir dann zusammen gegessen. Mal wieder sind wir auf das Thema Studium gekommen. Aber davon wollten wir dann irgendwann doch nichts mehr wissen.

Ab dann ging es wieder ganz chillig zu. Ich saß noch eine ganze Weile am Tisch und habe am Blog weiter geschrieben. Damit habe ich mir auch echt Zeit lassen können. Was ich hier noch hätte machen sollen war mir ein Rätsel. Adelaide ist eine wirklich sympathische Stadt. Zum Leben, arbeiten und studieren finde ich sie super! Als Tourist ist es einfach zu langweilig. Man kann nicht wirklich viel machen außer shoppen zu gehen, den Botanischen Garten zu besuchen oder am Fluss entlang zu laufen. Ok, einen Zoo gibt es auch noch! Aber sonstige Highlight gibt es hier echt nicht. Was vielleicht noch ganz cool wäre, ist es an den Strand zu fahren. Der befindet sich allerdings 8km weiter weg. Für mich hat es sich also nicht mehr gelohnt.

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Um ca. 12 Uhr habe ich mich dann doch entschieden noch etwas durch die Stadt zu schlendern. Vor allem den Central Market wollte ich besuchen. Der hat Montags nämlich immer geschlossen. Deshalb war das die richtige Beschäftigung für heute. Man kann sich das alles ein bisschen wie eine Markthalle vorstellen. Auch das hat sich super für das Wetter geeignet. Draußen war es heute echt super heiß. 33 Grad hatte es! Super extrem, wie die Temperaturen hier schwanken. In der Halle war es glücklicherweise schön kühl. Hauptsächlich Obst und Gemüse wurden hier verkauft. Aber auch Brot, Torten, Käse, Fisch, Fleisch, Joghurt, Säfte, Süßspeisen, Smoothies, Antipasti, Nüsse, Trockenfrüchte und viele weitere Dinge standen zur Auswahl. Die Produkte sind wirklich alle super hochwertig. Was hier natürlich auch zu finden war, waren viele viele Essensstände oder auch kleine Lokale. Die Auswahl war mal wieder gigantisch. Ob Sushi, vietnamesische Nudeln, Couscous, Paella, Pasta, Pizza, Fisch, Sandwich, Porridge oder Smoothie Bowls. Es wäre schwer gewesen sich hier entscheiden zu können. Ich habe nur fast die Krise bekommen, als ich ein paar Leute im Subway nebenan gesehen habe. Wie kann man nur? Ok, vielleicht ist es da ein bisschen preiswerter. Aber trotzdem.

Mir macht es einfach Spaß, durch solche Hallen zu laufen, und die verschiedenen Stände zu sehen. Man findet immer Dinge, die man zuvor noch nie gesehen hat. Auch neue Rezeptanregungen bekommt man ständig. Vor allem die kreativen Namen finde ich echt gut. „Say Cheese“!
Ich habe mir hier dann auch noch ein paar weitere Zutaten fürs Essen später besorgt. Was mir aber viel wichtiger war, war es eine Drogerie zu finden. Und die habe ich auch gleich im Gebäude nebenan. Dort habe ich endlich neues Kontaktlinsenmittel kaufen können. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob ich das in den nächsten Orten bekommen kann. Deshalb habe ich die Chance noch einmal genutzt. Auch eine Sonnencreme habe ich mir mitgenommen. Vor der Sonne hier habe ich echt ein wenig Respekt. Deshalb wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen. Nicht, dass mir mein Vorrat nicht mehr ausreicht.

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Dann habe ich aber auch genug Zeit hier verbracht. Ich bin wirklich mehrmals hoch und runter gelaufen. Die Zeit hatte ich ja. Anschließend bin ich wieder nach draußen. Dort hat es mich fast umgehauen wegen der Hitze. Mein nächstes Ziel war die Rundle Mall. Ich wusste gar nicht was es da geben soll. Aber schauen schadet ja nichts. Was ich Richtig cool fand war, dass hier keine Autos fahren durften. Das finde ich ansonsten immer super anstrengend. Wie oft muss man an Ampeln warten, um diese riesigen Straßen zu überqueren. Hier war reine Fußgängerzone, eine richtige Shoppingmall eben. Die ganze Straße war voll von Kaufhäusern und Geschäften. Das hat mich schon ein bisschen an die Städte zu Hause erinnert. Es hätte genau so gut in Lörrach sein können. Was nichts schlechtes bedeutet. An jeder Ecke hat ein anderer Musiker gespielt. Das war schön. Ich habe mich also nur von Bank zu Bank begeben, um diesen zuzuhören. Zum Shoppen ist die Mall auf jeden Fall ein Paradis. Nur das kommt bei mir ja eher nicht in Frage.

Deshalb ging es auch wieder zurück Richtung Hostel. Es war auch schon wieder 15 Uhr. Das hat also alles gut gepasst. Dort habe ich erst mal die eingekauften Sachen verräumt. Auch zum Aufladen der Kamera bin ich noch gekommen. Das ist manchmal echt ein Problem, wenn man nur eine Steckdose zur Verfügung hat und die nichtmal immer geht. Das Handy hat da meistens den Vortritt. Den letzten Blog aus Melbourne habe ich auch noch geschafft hochzuladen. Und dann ging es auch schon ans Kochen. Naja, so groß etwas anderes als gestern gab es nicht. Aber es hat echt komplett anders geschmeckt. Sogar Pilze habe ich mir mal gegönnt. Es gab also eine große Portion Couscouspfanne. Es war echt so praktisch noch einmal die Küche verwenden zu können. Vor dem Nachtbus wollte ich auf jeden Fall nochmal etwas Richtiges essen. Außerdem konnte ich so noch die frischen Sachen von gestern aufbrauchen.
Gegen 17:20 Uhr habe ich mich auf den Weg Richtung Busbahnhof gemacht. Zum Glück liegt der nicht weit vom Hostel entfernt. Mein Greyhound Bus stand auch schon in den Startlöchern. Es ging echt alles wie geschmiert. Super gut ist auch, dass der halbe Bus noch leer ist. Man kann sich also ein bisschen mehr ausbreiten als sonst. Und hier sitze ich jetzt. Ich hab noch eine weite Fahrt vor mir. Hoffen wir mal das alles gut geht und ich etwas schlafen kann. Und es wär mal schön wenn wir einen Halt einlegen würden. Ich müsste nämlich mal dezent aufs Klo. Aber gut. 2,5 Stunden Fahrt habe ich jetzt hinter mir. Fehlen nur noch 9!

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