Not my day

Tag 88 – Adelaide

Mit dem Firefly Bus bin ich um 6 Uhr morgens in Adelaide angekommen. Hier bin ich jetzt „nur“ noch 9,5 Stunden voraus. Schon komisch, dass sich die Zeit sogar in Melbourne und Adelaide unterscheidet. Aber ob es jetzt eine halben Stunde später oder früher ist macht mir dann auch nichts aus. Zum Glück war mein Hostel nicht weit vom Busbahnhof entfernt. Nur eine Seitenstraße musste ich im Dunkeln auf mich nehmen. Die Tür war erst noch zu. Aber irgendwann habe ich es dann doch nach Innen geschafft. Einchecken ging natürlich noch nicht. Die Rezeption war zudem nicht besetzt. Eigentlich hab ich denen sogar geschrieben, dass ich so früh ankomme. Da meinten sie nur, dass die Rezeption 24h belegt sei. Anscheinend ja nicht! Hauptsache ich musste nicht draußen in der „Kälte“ warten.

In der Küche bzw. dem Aufenthaltsraum habe ich es mir auf der Couch gemütlich gemacht. Zum Glück habe ich auch die Haferflocken von Melbourne mitgenommen. Da konnte ich mir schonmal was zum Frühstück machen. WLAN gibt es hier auch. Super ist es jetzt nicht. Aber schonmal besser als beim letzten Hostel. Das gute war auch, dass in Deutschland gerade noch Abend war. So konnte ich endlich mal wieder direkt mit zu Hause kommunizieren. Ansonsten musste ich mir die Zeit einfach vertreiben. Ich konnte meinen Blog schreiben und den Plan für die nächsten Tage nochmal anschauen. Was man hier in Adelaide machen kann bzw. was man sehen sollte habe ich auch schon aufgeschrieben. Irgendetwas muss man ja schon tun hier!
Was mich gewundert hat war, dass schon so viele Jungs wach waren. Wirklich viele! Der eine hat schon mega das Geköche angefangen. Mit Rezept, hundert Zutaten und einigen Köchen stand er da in der Küche. Ein paar andere haben auch gerade gefrühstückt. Zwei Franzosen saßen vor dem Fernseher und haben sich das Fußballspiel übertragen lassen. In Melbourne wäre um diese Uhrzeit noch nichts losgewesen. Später ging dann auch noch „Findet Dori“ los. Das Hostel war mir zu Beginn echt sympathisch, auch wenn es ganz anders als das Hostel zuvor ist. Es ist viel altmodischer, gemütlicher und kleiner. Aber auch die Leute sind super anders hier. Ich finde es auch irgendwie ungewohnt, dass es hier so viele ältere Frauen und Männer gibt. Normalerweise verbinde ich Hostels immer nur mit jungen Backpackern. Das ist hier auch der Fall. Aber es können eben auch andere Personen hier leben.

Für mich ging es dann mal los in den Coles! Ich wollte nicht mehr warten, bis ich Einchecken konnte. So wurde wenigstens das erledigt. In Adelaide findet man sich wirklich mega easy zurecht. Wie selbstverständlich, als wenn ich hier schon 2 Wochen leben würde, bin ich losgelaufen. Ohne einmal auf die Karte zu schauen stand ich auf einmal vor dem Supermarkt. Das mit der Orientierung wird auch immer besser. Müsli, Obst, Couscous, Gemüse und sonstigen Kram konnte ich alles ohne Probleme kaufen. So kann ich mir mein Essen wieder selber Kochen.

Als ich zurück gekommen bin und die Lebensmittel versorgt habe, durfte ich auch endlich einchecken. Juhu! Das Zimmer ist wieder für 12 Betten ausgelegt. Viel Platz hat man nicht gerade. Aber das bin ich langsam gewohnt. Ich wollte einfach nur schnell unter die Dusche, Zähne putzen und mich fertig richten. Das ist bei Nachtbussen oder Nachtzügen einfach immer blöd. Zu meinem Glück war das richtige Bad in unserem Stock gerade gesperrt. Deshalb musste ich nach unten. Nur eine Dusche gab es hier! Aber wenigstens war die frei. Wenn das Wasser allerdings entweder eiskalt oder brühend heiß ist, gestaltet sich das Haare waschen etwas schwer. Naja! Ich habe es irgendwie hinbekommen. Dann bin ich wieder nach oben, um mein Zeug für den Tag zu richten! Anschließend ging es auch gleich nach draußen.

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Der Typ an der Rezeption hat mir einige Sachen empfohlen. Es soll hier kostenlose City Bikes geben, mit denen man die Stadt erkunden kann. Alles zu laufen ist dann doch zu weit. Auf seinen Ratschlag hin bin ich dann los, um mir ein Fahrrad zu holen. Er meinte, dass der Fahrradladen weiter im Süden der Stadt gut geeignet wäre. Direkt neben dem Hostel wäre es zwar auch möglich gewesen! Aber auf den Weg zu diesem Laden sollte ich noch ein bisschen mehr von der Stadt sehen. Deshalb bin ich mal seinen Vorschlägen gefolgt.

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Ich bin also nach draußen. Die Stadt hier ist echt gar nicht touristisch, für mich eher ein Ort zum leben, arbeiten oder studieren. Das fand ich gar nicht so schlecht. Um zum Geschäft zu gelangen, musste ich durch den Victoria Square gehen. Schließlich war ich dann an dem angegeben Punkt. Nur war dort keine Spur von einem Fahrradladen. Super! Zur Sicherheit habe ich auch extra noch in einem Lokal nachgefragt. Aber auch das Personal wusste von nichts. Oh man! Der hat mir wirklich einen Scheiß erzählt. Auf jeden Fall ging es für mich wieder zurück! Ich hatte schon dort wieder eine halbe Wanderung hinter mir. Um wenigstens noch etwas zu sehen, bin ich durch China Town Richtung Hostel gelaufen. Direkt nebenan wollte ich mir dann das Free Bike abholen.

Als ich dann endlich dort war, wurde ich wieder enttäuscht. Gerade vor einer Minute wurde das letzte Fahrrad vergeben. Das durfte doch nicht wahr sein! Manno! Vorher standen noch ca. 20 Räder da. Und jetzt sind alle weg? Die Frau meinte, dass direkt hinter ihnen am Busbahnhof auch Fahrräder verleiht werden. Deshalb bin ich wieder zurück gelaufen, um auch dort nachzufragen. Und was war dann? Alle Fahrräder sind verleiht gewesen! Alle! Soll das ein Witz sein? Ich kam mir echt blöd vor. Ich bin so lange im Scheiß rumgelaufen für nichts. Wäre ich direkt zu Beginn in den Händler nebenan gegangen wäre das alles so einfach gewesen. Aber nein! Es wollte einfach nicht sein. Vielleicht aus einem bestimmten Grund?! Man weiß es nicht. Schicksal oder Pech?!

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Ich war mir gar nicht sicher, ob ich meinen eigentlichen Plan ohne Fahrrad überhaupt durchziehen soll. Die Strecken waren nicht ganz ohne. Außerdem war ich jetzt schon platt und total müde! Aber wenn ich mir was vorgenommen habe, wird das auch durchgezogen. Deshalb habe ich mich auf den Weg in die North Terrace gemacht. Dort sollen sich alle historischen Gebäude befinden. Naja, so spektakulär war das jetzt nicht. Man konnte das Parlament und den Zugbahnhof ansehen. Nicht super spannend. Aber die Straße lag eh auf meinem Weg.

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Von dort aus ging es nämlich an den Fluss. Das sollte doch ganz schön werden. Vor allem weil das Wetter heute echt perfekt war. Es war super sonnig und warm. Der Wind war aber echt kühl! Ein richtiges Frühlingswetter. Zu Beginn war wegen des Festivalaufbaus noch einiges abgesperrt. Später kam man aber runter an den Fluss. Anfangs dachte ich nur: „Bei uns am Rhein ist es ja schöner“! Das ist es vielleicht auch. Aber für eine Großstadt ist es doch ein schöner Ort um sich zurückzuziehen und seine Ruhe zu haben. Wenn man immer weiter läuft, kommt man irgendwann am Zoo raus. Dort hatte ich allerdings nicht vor hinzugehen. Bei mir stand der botanische Garten auf dem Plan. Aber auch dorthin war es noch ein ganz schönes Stück! Das war mir dann aber egal.

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Zuerst bin ich in den Botanic Park gekommen. Überall standen schon so Schilder, dass dieser geschlossen sein soll. Ich hatte schon super Schiss, dass damit der botanische Garten gemeint ist. Dort bin ich nämlich gar nicht rein gekommen. Es hätte ja irgendwie zu dem Tag gepasst, dass auch dieser zu hat. Aber nein! Zum Glück nicht! Irgendwann habe ich doch noch eine kleine Tür in den Garten gefunden. Und dort ging es dann wieder weiter mit dem Laufen. Los ging es durch eine tolle Allee von Bäumen. Später bin ich dann in den „Rainforest“ gekommen. Es war ganz schön, aber definitiv kein Highlight. Weiter hinten hat sich der Rosengarten befunden. Meistens endet der ja in einem abgestorbenen, vertrockneten Garten. Aber das hat mich wirklich positiv überrascht! Es gab super viele verschiedene und wunderschöne Rosen. Vor allem gerochen hat es hier wahnsinnig gut!

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Danach habe ich mir eine kleine Pause auf der Bank gegönnt! Ich hätte mich einfach hinlegen und schlafen können. Meine Beine wollten nicht mehr weiterlaufen. Wenn ich mir den Weg auf der Karte angeschaut habe, habe ich realisiert, wie weit es noch zurück geht. Aber naja! Der nächste Stop war das Palmenhaus. Wieso sollte ich in ein Palmenhaus gehen, wenn ich gerade erst von Indonesien komme? Dort wachsen die überall einfach so! Aber gut! Auch schöne Lotusblumen, Kakteen (KackTusse) und wirklich besondere Vögel konnte ich entdecken. Aber das wars auch! Mehr konnte der Garten nicht bieten. Für einen schönen Spaziergang ist es aber wirklich schön.

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Der Weg nach draußen war auch nicht mehr so weit. Dort kam ich dann auch am Schild vorbei, dass man hier nicht mit dem Fahrrad fahren darf. Vielleicht war es also doch ganz gut! Auch in der Stadt ist es ja echt mühsam bei dem Verkehr mit dem Bike zu fahren. Sehen wir einfach mal das Positive! Bevor ich den Fluss erreicht habe, bin ich zufällig noch an der Universität von Adelaide vorbei gekommen. Irgendwie total komisch! Das ganze Schul- bzw. Unlieben ist im Moment so weit von mir weg. Ich bin echt froh mal Abstand vom Lernen zu haben. Nur weiß man eben auch, dass es bald auch wieder anders sein wird! Da genießt man die Zeit nochmal viel mehr. Von dort aus bin ich über eine Brücke auf die andere Seite des Flusses gekommen. Auch hier habe ich eine kleine Pause eingelegt. Ich hatte eh noch den ganzen Mittag Zeit. Anstatt im Hostel rumzuliegen, habe ich das lieber hier gemacht. Mit Musik wurde das auch gleich hundertmal besser! Darauf hätte ich auch früher kommen können.

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Das nächste Ziel war für mich das „Oval“. Ich habe erst gezweifelt, ob man da ohne ein Ticket reinkommt. Aber doch! Das Oval ist das Stadion hier in Adelaide. Vor allem Cricket bzw. Baseball wird hier gespielt. Als der Typ an der Tür meinte, ob ich hier wegen dem Spiel bin, meinte ich nur „klar“. Ich wusste nichtmal, dass gerade ein Spiel stattfindet. Aber so war es. Es war nicht besonders viel los. Aber einige Zuschauer, vor allem die Vereinskollegen, waren hier zum Zuschauen. Von Baseball habe ich null Ahnung. Dennoch war es einfach chillig, sich ins Stadion zu setzen und das Spiel ein bisschen zu verfolgen. Außerdem gab es hier Toiletten und sogar WLAN. Ich glaube so gutes WLAN hatte ich in den letzten 4 Wochen nicht.

Gegen 17:15 Uhr habe ich mich auf den Weg zurück gemacht. Hunger hatte ich auch schon bald wieder. Zum Glück habe ich das Einkaufen schon am Morgen erledigt. Der Weg zurück ging noch eine ganze Weile. Aber dann bin ich auch endlich angekommen. Als ich ins Zimmer kam, lag auf einmal jemand anders in meinem Bett. Ich habe nur höflich gefragt, ob sie meine Sachen auf das Hochbett gelegt hat. Da meinte sie nur: „Das ist mein Bett. Du schläfst gefälligst oben“! Ich dachte ich höre nicht richtig. Aber um irgend einen Streit anzufangen bin ich auch nicht der Typ für. Deshalb habe ich es akzeptiert und bin runter in die Küche. Zum Essen gab es heute Couscous mit Kichererbsen, Brokkoli, Karotten und Zucchini in Tomatensoße. War schon echt gut! Obst gibt es ja immer zwischen durch. Was ich allerdings nicht bedacht habe war, dass man hier keine Gewürze zur Verfügung gestellt bekommt. Ich hatte also kein Salz! Supi! Das konnte ich mir dann aber noch von einem Mädel ausleihen. Auch meine „Freundin“ ist zum Kochen gegangen. Die ist wegen jeder Kleinigkeit so genervt. Ätzend! Aber was will man machen. So Leute gibt es überall!

Den Abend habe ich damit verbracht, meine Hostelreservierung zu bestätigen, Bilder anzuschauen, den Blog zu schreiben und zu versuchen mit meiner Mami zu skypen. Aber auch das wollte nicht funktionieren. Heute sollte einfach nichts klappen! Es war definitiv nicht mein Tag! Später im Zimmer musste ich noch das Bett beziehen und mein Zeug zusammenpacken. Dann habe ich allerdings gemerkt, dass ich auch hier etwas WLAN habe. Schlussendlich hat es dann doch noch mit dem Skypen geklappt. Super! Und das wars auch wieder für heute!

 

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