Hot hot hot

Tag 91 – Alice Springs

Heute ist der 1. März 2018! In genau 2 Monaten lande ich wieder am Flughafen in Zürich. Die Zeit vergeht wirklich wie im Flug. Aber auch diese 2 Monate sind eine lange Zeit, in der ich noch viel erleben werde.
Heute morgen ging es schon wieder super früh los. Um 4:20 Uhr habe ich meinen Wecker gestellt. Jipi! Ich werde langsam wohl wirklich noch zum Frühaufsteher. Unter der Erde merkt man es aber wirklich nicht, wie viel Uhr man gerade hat. Ob früh morgens, mittags, abends oder nachts! Es ist immer gleich dunkel, leise und angenehm kühl! Zum Glück musste ich auch nicht Rücksicht auf andere Backpacker nehmen. Ich hatte das Zimmer ja für mich alleine. So konnte ich mich in Ruhe und bei Licht fertig machen. Oben in der Küche gab es dann noch ein schnelles Frühstück. Auf jeden Fall um einiges besser als sich etwas an der Tankstelle unterwegs zu holen. Dann war ich auch wirklich fertig! Das Bett war abgezogen, der Backpack gepackt, ich gerichtet und die Küche sauber. Also habe ich mich auf den Weg zur Bushaltestelle begeben. Stock finster und wie ausgestorben war es. Kein Mensch weit und breit. Schon ein bisschen gruselig. Zum Glück haben auch schon 3 andere Leute am Bahnhof gewartet. So war ich schonmal nicht ganz alleine. Es war auch echt frisch und windig am morgen. Das glaubt man gar nicht, wenn es tagsüber so unglaublich heiß ist. Aber so ist es!

Der Bus wollte einfach nicht kommen. Ich habe gewartet und gewartet. Da wird einem schon ein bisschen anders, wenn man mitten im nirgendwo in Australien steht. Was mache ich wenn der Bus nicht kommt? Es ist ja hier nicht so, dass jede 10 Minuten ein Bus vorbeikommt. Ein Bus fährt am Tag. Genau einer! Wenn man den also verpasst, muss man einen Tag warten. Das wäre für mich eine Katastrophe gewesen. Denn das Hostel und eine Tour für den nächsten Tag ist schon alles gebucht. Aber naja! Mich hat es auf jeden Fall beruhigt, als ein weiterer Busfahrer gekommen ist. Da hat man sich schon einmal etwas abgesichert gefühlt. Dennoch war von einem Greyhound Bus keine Spur. Mit den drei Franzosen habe ich mich etwas über das Übliche unterhalten. Woher kommst du? Wie lange reist du? Wo gehst du überall hin? Eben die Standartfragen!

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Endlich kam dann auch der Bus angefahren. Eine Stunde Verspätung! Halleluja! Hauptsache er war da. Im Bus bin ich dann überraschenderweise gleich eingeschlafen. Wieso klappt das bei Nachtbussen nie?! Naja! Die Fahrt war eigentlich ganz ok. Die Fahrt war allerdings wirklich wieder lang. Zwei Stops haben wir eingelegt. Schon dort haben wir Bekanntschaft mit den Fliegen machen dürfen. Davon hört man ja überall! Fliegen Fliegen Fliegen, die dir ums Gesicht fliegen. Nervig! Einen Stop haben wir bei der Abzweigung vom Ayers Rock eingelegt. Dort haben sich sogar Emus herumgetrieben. Wirklich riesige Viecher. Ich war da schon froh, ein Gitter zwischen mir und den Vögeln zu haben. Die können extrem schnell werden. Ansonsten gab es hier einen kleinen Shop wo man sich etwas zu Essen, zu Trinken oder Souvenirs kaufen konnte. Mit einem Chinesen, der auch im Bus war, habe ich mich noch ein bisschen unterhalten. Das gibt es auch nicht oft, dass Menschen aus China alleine unterwegs sind. Normalerweise ja immer nur in riesigen Gruppen.

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Dann ging es wieder weiter! Noch ca. 2 Stunden hatten wir vor uns! Wenn man in Australien von A nach B kommen will, muss man echt weite Strecken auf sich nehmen. Ich bin mir gar nicht mehr so sicher, wann wir genau angekommen sind. Aber ich meine es war gegen 14:30 Uhr. Insgesamt waren wir also 9 Stunden unterwegs. Auch die Zeit musste ich noch einmal umstellen. Einfach verrückt, wie sich das innerhalb Australiens ändert. Ein bisschen blöd war es, dass die Greyhound Station ca. 20 Minuten entfernt von meinem Hostel lag. Aber gut! Das Stück bin ich dann gelaufen. Das sagt sich aber harmloser als es schlussendlich ist. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie heiß es war. 37 Grad hatte es! 37! Soooo heiß! Ich dachte ich verbrenne. Mit langen Klamotten (wegen der Klimaanlage im Bus und der Kälte heute morgen) und dem ganzen Gepäck habe ich mich dann in der prallen Mittagssonne zum Havens gemacht. Ich glaube den Leuten, denen ich begegnet bin, tat ich schon halber leid. Als Kommentar kam nur: „wholy Shit“! Aber zum Glück war das Hostel ganz einfach zu finden. Und so lange ging es jetzt auch nicht. Ich war aber einfach nur froh endlich da zu sein.

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Das Einchecken ging auch easy. Der Typ an der Rezeption war super lieb. An sich habe ich mich wirklich wohl gefühlt. Auch im Zimmer habe ich gleich zwei liebe Mädels kennengelernt, die sich auf einer anderen Tour kennengelernt haben. Eine von denen kommt aus England, die andere aus Deutschland. Mit denen habe ich mich dann gleich unterhalten. Es wäre wirklich cool gewesen, wenn die die gleiche Tour wie ich machen würden. Aber nein! Sie werden mit einer anderen Gruppe von Alice Springs nach Adelaide reisen. Also genau das, was ich schon hinter mir habe.

Für mich ging es dann gleich mal ans Packen. Bei der 3 Tages Tour ins Outback sind nämlich nur 10kg erlaubt. Meinen Backpack muss ich also auf jeden Fall hier lassen. Auch Wertsachen wie meinen Pass oder mein IPad lasse ich im Hostel. Das ist so einfach praktischer. Mir viel es gar nicht so leicht, den kleinen Rucksack zu packen. Ich hatte nämlich wirklich wenig Ahnung, was überhaupt auf mich zukommen wird. Aber schlussendlich habe ich mich dann doch gut beschränken können. Ansonsten habe ich hier nicht mehr wirklich was gemacht. Das WLAN wollte ich vorne in der Lobby noch auschecken. Man, hat das Nerven gekostet. Wie oft wollte ich mich anmelden, und wurde gleich wieder aus dem WLAN herausgeschmissen. Naja, das ist halt immer ein bisschen das Problem in den Hostels. Aber wenigstens WhatsApp und Instagram haben einigermaßen funktioniert.

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Dann war es auch schon 17 Uhr. Wenn ich hier in Alice Springs noch etwas machen hätte wollen, hätte ich auf jeden Fall früher gehen müssen. Das Meiste schließt um die Uhrzeit nämlich schon. Um ehrlich zu sein gibt es hier aber auch nicht viel. Ein Reptilienhaus gibt es. Das soll wirklich super cool sein, wenn man auf Schlangen steht. Das wäre für mich also eh nichts gewesen. Deshalb bin ich einfach mal in den Coles gelaufen, um mir etwas zum Abendessen zu kaufen. Das habe ich auch! Und dann ging es ganz langweilig wieder zurück. Heute gab es einen Couscoussalat. Der bestand aus Rucola, Tomaten, Paprika, Gurke, Karotte, Bohnen und natürlich Couscous. Bald müsste ich den auch aufgebraucht haben. Bei der Hitze hatte ich einfach Lust auf etwas Frisches.

Eigentlich hatte ich mir auch noch überlegt auf einen Aussichtspunkt zum Sonnenuntergang zu gehen und danach noch den Nachtmarkt zu besuchen. Die anderen zwei Mädels wollten das auch. Dann wurde es mir aber einfach zu knapp. Ich wollte auch noch duschen und dann früh ins Bett. Mein Gepäck musste ich auch noch abgeben, bevor die Rezeption geschlossen hat. Also bin ich lieber hier geblieben. Im Zimmer habe ich dann wieder 3 Mädels kennengelernt, die die gleiche Tour wie ich schon hinter sich haben. Da konnte ich sie noch einige Dinge Fragen. Wir hatten es echt noch lustig. Manchmal ist es schon witzig, dass den anderen Backpackern das Gleiche passiert, wie einem auch. Man ist also doch nicht so alleine!
Das wars dann aber auch schon von meinem Tag. Morgen muss ich schon wieder um 4:00 Uhr aufstehen. Irgendwie ich stressig alles. Ich freue mich aber wirklich schon unglaublich auf die nächsten 3 Tage. Aufgeregt bin ich aber auch ein wenig. Ich weiß noch gar nicht was auf mich zukommen wird. Aber es wird bestimmt super cool und ein unvergessliches Abenteuer. WLAN werde ich dort aber nicht haben. Vom Blog schreiben nehme ich auch einmal eine Auszeit. Anders würde es auch nicht gehen. Ich hoffe einfach nur das alles gut geht. Aber da bin ich mir sicher!

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