Valley of the Winds

Tag 93 – Outback

Tag 2 der Outback Tour! Um 5:00 Uhr wurden wir mit ruhiger Musik aufgeweckt. Davon habe ich immer noch einen Ohrwurm. Es war echt irgendwie perfekt. Wir lagen alle in unseren Swags und haben den Sternenhimmel angeschaut. Dennoch war es einfach zu früh am morgen. Ich hätte einfach liegen bleiben können. Geschlafen habe ich Solala. Auf jeden Fall besser als in einem Nachtbus. Es wurde dann aber doch ein bisschen frisch. Ich habe mich ja gegen einen Schlafsack entschieden. 30 Dollar konnte ich mir somit sparen. Dafür habe ich ja eine Jacke und eine Jogginghose mitgenommen. Das ging also alles. Wir haben uns dann erstmal fertig für den Tag gemacht und unser Schlafquartier aufgeräumt. Dann ging es auch zum Frühstück. Es gab ganz einfach Müsli und Toast. Dann mussten wir auch schon startklar stehen.

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Um 6:10 Uhr haben wir uns auf den Weg Richtung Ayers Rock begeben. An dem gleichen Ort wie auch gestern haben wir den Sonnenaufgang angeschaut. Es sah wunderschön aus, wie die Sonne neben dem Uluru aufgegangen ist. Ich denke, dass man nicht besser in den Tag starten kann. Die Stimmung war einfach einmalig. Alles kommt einem im Outback so friedlich und sorgenfrei vor. Man bekommt nichts mit von dem stressigen Alltagsleben in einer Stadt. Es gibt nichts weswegen man sich hier Sorgen machen sollte. Einfach genießen! In jeden Tag einfach so hineinleben. Keine Routine, keinen genauen Plan, kein alltägliches Leben! Nach diesem Motto leben wir hier. Man konnte es richtig genießen den Sonnenaufgang am Uluru mitzuerleben. Trotzdem einfach immer noch unreal dort gewesen zu sein!

Danach ging es zum Kata Tjuta. Das bedeutet übersetzt soviel wie „viele Köpfe“. Das kann man auch ein bisschen nachvollziehen. Von weitem sieht es wirklich ein bisschen so aus, als wenn viele runde Köpfe nebeneinander gesetzt worden wären. Ein ganz anderen Erscheinungsbild als der Uluru. Kata Tjuta befindet sich ca. 30 Minuten weit entfernt vom Ayers Rock. Es ist also definitiv ein muss, wenn man schon einmal hier ist! Ich wusste gar nicht, dass es hier noch so eine Sehenswürdigkeit gibt. Umso mehr war ich überrascht und begeistert als ich dort war.

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Für uns stand der „Valley of the Winds Walk“ auf dem Programm. 2,5 Stunden bzw. 5 km sollte dieser Walk gehen. Das Wetter war wieder super. So früh am morgen war die Hitze auch noch nicht so zu spüren. Allerdings war es ab und zu echt windig. Es war aber auszuhalten. Wir sind also losgelaufen, durch die Landschaft des Kata Tjutas. Mir hat es so gut gefallen hier herumzulaufen. Man war mitten in der Natur und mitten im Geschehen. Hier läuft man nicht wie beim Uluru außen herum. Es gibt keine abgezäunten und vorgegebenen Wege. Beim Valley of the Winds Walk läuft man mitten in der Landschaft des Kata Tjutas. Das Gebiet ist echt weitläufig. Mondlandschaften, Täler, Felsen, Steine, Berge und Pflanzen vereinen sich hier. Es ist echt total cool.

Auch hier haben wir wieder einige Informationen bekommen. Heute hat er uns die geologische Erklärung zur Entstehung der beiden Felsen erklärt. Durch den Klimawandel ist das Eis auf dem Berg geschmolzen und hat einen Inlandssee gebildet. Dabei wurden Felsen mit nach unten auf den Grund gespült. Das Wasser ist später verdunstet. Und irgendwann blieben dann diese Felsformationen übrig. Ganz simpel eigentlich. Auf jeden Fall klingt das schonmal realistischer als diese Fantasiegeschichten der Aborigines.

Auch über das Bushfood haben wir wieder einiges gelernt. Es ist so beeindruckend zu sehen, dass in einer solchen Gegend diese Pflanzen wachsen und überleben können. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass diese Trockenen Sträucher zu gebrauchen sind. Aber doch! Es befinden sich an einigen zum Beispiel vitaminreiche Beeren. Allgemein ist die Nahrung die man im Busch findet super reich an Nährstoffen. Man benötigt also nur eine kleine Menge, um den Bedarf zu decken. Zum Beispiel gibt es auch einen Strauch der an Zitronengras erinnert. Sogar einen Stoff wie „Tigerbalm“ findet man im Busch. Wenn man krank wird, weiß man sich also auch zu helfen. Man ist hier also für alles gewabnet.

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Das Highlight von diesem Walk war der Aussichtspunkt am Ende des Walks! Hier konnte man einen Teil des Kata Tjutas erkennen. Von dort oben hatte man einfach einen schönen Blick! Man hat jetzt wieder gemerkt, wie weitläufig diese Gegend ist. Danach ging es aber wieder zurück. Leider ist dieser Weg kein Rundweg. Aber man kann eben nicht alles haben. Auf dem Rückweg hat auch schon unser Guides mit einigen Snacks auf uns gewartet. Es gab Cookies und Müsliriegel. So lieb, dass auch an sowas gedacht wird. Getrunken werden musste auch mal wieder was. Jetzt hat man nämlich langsam wieder die Hitze gespürt. Das Wasser ist zwar echt nicht das leckerste, aber wichtig! Langsam hat man sich auch daran gewohnt warmes, nach Chlor schmeckendes Wasser zu trinken.
Von dort aus war es auch gar nicht mehr all zu weit. Der Walk war wirklich schön und auch nicht zu anstrengend. Für mich hatte er die perfekte Länge!

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Zurück bei Suzi ging es zum nächsten Aussichtspunkt für heute. „Wow“! Genau das ging mir durch den Kopf. Nach Singapur, Bali und Nusa Penida war das wirklich wieder ein Wow- Moment. Ich war echt begeistert. Von weitem hatte man einen Überblick über ganz Kata Tjuta. Die Form ist schon echt speziell. Ich finde das Erscheinungsbild schon fast spannender als die Erscheinung des Ulurus. Beide haben ihren Scharm. Für mich war das eigentliche Highlight aber diese Felsen. Um den Ayers Rock wird im Vergleich einen zu großen Wind gemacht. Wenn man ans Outback denkt, denkt man an den Uluru. Vom Kata Tjuta wissen die wenigsten. Vielleicht war es für mich auch gerade deshalb so überraschend, dass es hier noch weitere Dinge zu sehen gibt.

Jetzt mussten wir uns auch schon von dieser Gegend verabschieden. Für uns ging es in eine andere Location. Dort gab es einen Pool und einen Grillplatz. Wir haben uns erstmal in unsere Badeklamotten geschmissen und sind ab ins Wasser. Das tat gut! Da hat man mal gemerkt, wie sehr man aufgehitzt war. Währenddessen hat Dean, unser Guide, das Mittagessen gemacht. Barbecue war angesagt! Buletten und Würstchen hat er gegrillt. Aber auch vegetarische Frikadellen hat er auf den Grill geschmissen. Aileen und ich hatten erst ein bisschen Schiss, dass wir so ein komischen Tofu- Etwas bekommen. Normalerweise schmecken diese Ersatzsachen ja nicht so lecker. Wir beide essen ja kein Fleisch. Aber wir waren super positiv überrascht. Die waren super lecker! Wirklich! Jeder konnte sich so wieder seine Sandwiches bzw. Burger zusammenstellen.

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Danach ging es wieder weiter mit Suzi. Wir sind in Richtung des Kings Canyon gefahren. Ich weiß gar nicht mehr wie lange wir gefahren sind. Auf jeden Fall wieder eine ganze Weile. In Curtain Springs haben wir eine Rast eingelegt. Als wir ausgestiegen sind haben wir fast einen Hitzeschlag bekommen. 40 Grad hatte es. 40! Die Fliegen werden auch immer schlimmer, je heißer es wird. Die Souvenirs die es hier zu kaufen gab waren echt gewöhnungsbedürftig. Es gab den roten Sand, Kuhscheiße und Papier aus Kuhscheiße zu kaufen. Why? Wieso wollte man sich das kaufen? Naja!
Weiter ging es wieder. Aber es war echt gut, dass wir einige Stops eingelegt haben. Der nächste Halt war an einem Salzwassersee. Einer davon war schon so gut wie ausgetrocknet. Der andere aber konnte man noch gut entdecken. Alleine der Weg durch den roten Sand war wahnsinnig. Von dort oben konnte man auch die kerzengerade Straße durch das Outback sehen. Wirklich todlangweilig hier Auto zu fahren. Aber auch echt easy! Länger als 10 Minuten haben es wir draußen aber nicht ausgehalten. Wir sind gleich wieder in den Van gestiegen und weitergedüst.
Der letzte Stop war dann zum Feuerholz sammeln. Über offenem Feuer möchte Dean heute das Abendessen zubereiten. Das Holz findet man hier ja problemlos. Nur die Handschuhe waren dezent ekelhaft. Aber wir sind ja hier in der Wildnis. Schon nach kurzer Zeit hatten wir genug Holz zusammen. Wir konnten also wieder weiter.

Wir waren insgesamt sicher wieder 4 Stunden unterwegs. Aber das kann auch weniger oder länger gedauert haben. Dann sind wir aber endlich in unserem neuen Camp angekommen. Auch hier ging es für uns an den Pool. Arsch kalt war der! Wir haben uns alle nur an den Beckenrand gesetzt. Dort haben wir aber einige Leute aus den anderen Gruppen kennengelernt. Mit denen haben wir uns dann echt lange unterhalten. Auch die zwei Mädels aus meinem Hostel in Alice Springs habe ich wiedergesehen. So verlief der Nachmittag ganz gechillt.

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Bevor es dann zum Abendessen ging, bin ich noch schnell unter die Dusche gehüpft. Dann war aber auch schon wieder 19:30 Uhr und Zeit zum Essen. Heute gab es Pasta, Kangoroo Bolognese, Veggie Bolognese und Knoblauchbrot oder auch Knöbli Brot, wie Aileen sagen würde. Es ist so lustig immer mit ihrem Schweizer Dialekt. Ich habe schon selber angefangen mehr Dialekt zu reden. Wir waren gefühlt immer am lachen. Immer! Wir haben uns so gut verstanden. Das Abendessen war aber echt super lecker! Extrem lecker! In Australien Kangoroo zu essen ist ja auch üblich. Das er sich aber auch noch die Mühe gemacht hat, eine Veggie Bolognese zu machen, hat mich überrascht. Aus Kidneybohnen, Tofu und ganz viel Gemüse bestand die Soße. Und als wäre das nicht genug gewesen gab es auch noch ein Dessert. Zu erst hat er Honigmelone aufgeschnitten. Dann war auch das Brot fertig. Normalerweise ist es herzhaft. Heute hatte er es aber als Dessert zubereitet. Er hat Cookies und Kaffee mit eingearbeitet. Es war so lecker! Ich will gar nicht wissen, wie viel ich davon gegessen habe. Aber das musste man ausnutzen!

Auch am Tisch haben wir uns alle schon besser unterhalten. Trotzdem war Gruppe ganz anders als die andere. Wir waren eher alle ruhig und gechillt und nicht so super aufgedreht. Dann hat uns auch noch Dean den Plan für den nächsten Tag erzählt. Als er allerdings meinte, dass wir um 4:25 Uhr morgens aufstehen müssen, ist uns erstmal die Kinnlade heruntergefallen. Schon wieder so früh! Arghhh! Aber das gehört hier einfach dazu um der Hitze zu entkommen.

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Nachdem wir uns dann wieder alle bettfertig gemacht haben, haben wir unser Lager aufgebaut. Alle lagen wir ums Lagerfeuer. Der Sternenhimmel war wunderschön. Der Mond war nämlich noch nicht aufgegangen. Das hat man gleich gemerkt. Von Weitem hat man sogar Dingos hören können. Ich habe nur gehofft, dass die uns Nachts keinen Besuch abstatten. Die sind aber generell eher scheu. Als Aileen und ich gesehen haben, dass Dean auf dem Dach von Suzi schläft, haben wir uns erstmal nicht wieder bekommen. Schon bisschen unfair, dass wir aufm Boden den ganzen Tieren ausgesetzt sind und er sicher auf dem Dach des Autos schläft. Wir fanden es einfach nur super lustig. Und das wars dann auch schon wieder von diesem Tag. Die Zeit vergeht so schnell. Die letzte Nacht im Outback!

 

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