Really rainy rainforest

Tag 97 – Cairns

Regen! Der hat mir heute wirklich den Tag versaut. Wenn das Wetter nicht mitspielt, ist es einfach nicht einmal halb so schön. Es kann einem echt einen Strich durch die Rechnung machen. Das habe ich heute zu spüren bekommen. Eigentlich sollte dieser Tag ein wunderschönes Erlebnis werden. Ein Erlebnis war es. Wunderschön ist aber was anderes.
Auch heute bin ich schon wieder früh aufgestanden. Eigentlich schlafe ich hier echt ganz gut. Trotzdem würde ich gerne einfach mal wieder liegen bleiben. Das wird aber noch etwas dauern denke ich. Im Zimmer habe ich mich schnell gerichtet und bin dann gleich in die Küche. Dort gab es erstmal Frühstück. Die Schwedinnen waren auch schon auf den Beinen. Schon jetzt hat es draußen geregnet. In dem Moment habe ich mir aber noch gar nichts dabei gedacht. Es kann ja immer mal regnen in der Regenzeit. Das es schlussendlich so schlimm ist, habe ich erst später realisiert.

Um 7:25 Uhr wurden wir von einem Bus am Gilligans abgeholt. Wirklich viele Leute wollten die Tour heute machen. Zum Schluss war der Bus bis auf den letzten Platz voll. Ach ja, es ging übrigens in den ältesten Regenwald der Welt, den Daintree Forest. Er ist zwar im Vergleich zu anderen Regenwäldern eher klein und nimmt nur ca. 0,1% von Australien ein. Dennoch ist er mit 1.800.000 Jahren der Älteste der Welt. Wenn man hier in Cairns ist, sollte man das auf keinen Fall verpassen.
Im Bus wurden wir erst einmal vollgelabert von unserem Fahrer bzw. Guide. Das fand ich erstmal gar nicht so schlecht. So wurde man gut unterhalten und hat viele Informationen über die Umgebung bekommen. Irgendwann habe ich mich aber echt gefragt, ob er das den ganzen Tag so durchziehen will. Wirklich pausenlos hat er geredet und geredet. Mich hat es noch gewundert, dass er sich dabei überhaupt aufs Fahren konzentrieren kann. Irgendwann hätte ich schonmal gerne meine Ruhe gehabt. Aber gut!

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Unser erster Stop fand an einem Aussichtspunkt satt. Dieser gehört eigentlich gar nicht mit zur Tour. Da er aber auf dem Weg liegt, durften wir aber doch einen kleine Pause einlegen. Man hatte wirklich eine wunderschöne Aussicht auf das Meer, den langen Strand und den dahinter liegenden Wald. Ein Traum! Zu dem Zeitpunkt hat es sogar aufgehört zu regnen. Dennoch denke ich mir immer: „Wie schön wäre das alles bei blauem Himmel und Sonnenschein.“! Gegen das Wetter ist man halt einfach machtlos. Für und ging es auf jeden Fall weiter.
Unterwegs sind wir an einem Feld mit tausenden Kangoroos vorbei gekommen. Von der Straße aus konnte man sie zwar nur grob erkennen. Dennoch war es enorm, wie viele frei lebenden Tiere sich auf dem Feld befunden haben. Danach ging es an ewig weiten Zuckerrohr Plantagen vorbei. „Sugarcane“ ist nämlich die größte Industrie hier in Cairns. Nichtmal der Tourismus kann das toppen. Neben Brasilien zum Beispiel gehört Cairns zu den Top 3 der Zuckerrohr Industrie. Daraus gewinnen sie nicht nur Rohrzucker und andere Zuckerarten, sondern auch Alkohol wie zum Beispiel Rum.

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Nach ca. 1,5 Stunden sind wir dann endlich am Massmon Gorge Visitor Center angekommen. Meine Laune war schon nicht so super. Der Regen hatte seinen Hochpunkt erreicht. Es hat geschüttet und geschüttet was runter kam. Super stark! Und anders als in Asien, war auch kein Ende in Sicht. Der Guide hat schon die Andeutung gemacht, dass die Tour möglicherweise abgebrochen werden muss. Das hätte mich wirklich super geärgert. Ich wäre echt sauer gewesen. Die Tour in den Regenwald war echt nicht billig! Und wenn das Wetter nicht mitspielt kann keiner was dafür. Das wiederum heißt, dass man sein Geld auch nicht wieder zurückbekommen würde. Aber wir haben alle noch gehofft! Man denkt zwar: „es ist ja nur ein bisschen Regen“ oder „wir sind ja nicht aus Zucker“. Aber wenn es hier regnet, ist es anders als wenn es bei uns zu Hause schifft. Die Flüsse und die Straßen standen schon halber unter Wasser. Einfach eine Katastrophe. Ich war nur froh, dass ich meine Regenjacke dabei hatte. Außerdem habe ich heute sogar meinen wasserdichten Rucksack mitgenommen. Der konnte jetzt beweisen was er kann. Das hat mich echt gerettet.

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Am Visitor Center konnte man sich etwas zu Essen oder zu Trinken besorgen. Auch einen Souvenirshop und eine kleine Gallerie gab es. Dann kam die Rede der Leiter. Die Massmon Gorge und der Regenwald Walk wird hier abgesagt. Das Wasser war einfach zu hoch und die Wege somit unzugänglich. Den Rest wollten sie allerdings durchziehen. Das hat mich schon einmal etwas beruhigt. Wenigstens kein totaler Abbruch. Wir sind also erst einmal zur Rauchzeremonie gegangen. Dort hat ein Aborigine auf uns gewartet. In das Feuer hat sie spezielle Tücher geworfen. So hat sich Rauch gebildet, durch den wir hindurch gehen sollten. Der Rauch soll übrigens auch als Insektenspray dienen. Danach hat sie uns ein Paar Dinge über die Malereien der Aborigines erzählt. Jeder Stamm hat sein eigenes Symbol. Die Punkte stehen bei ihrem Stamm für den Regen. Von dem gibt es im Regenwald ja nicht gerade wenig. Was mich total fasziniert hat, waren die grünen Blätter. Die hatte sie mit ein bisschen Wasser zwischen ihren Händen zerrieben. Dadurch hat sich ein seifenartiger Schaum entwickelt, den sie als Duschgel, Seife, Shampoo oder Conditioner verwenden. Wirklich super irre, was man so mit Pflanzen anstellen kann.

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Als auch diese kurze Zeremonie zu Ende war ging es zurück in den Bus. Der nächste Stop sollte der „River Cruise“ sein. Darauf hatte ich mich echt gefreut. Aber auch hier hat das Wetter uns wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Im Center davor haben wir Getränke bekommen und konnten uns schonmal über die Tiere informieren, die es hier im Regenwald so gibt. Eigentlich gibt es so gut wie alles. Käfer, Spinnen, Heuschrecken, Schmetterlinge, Krebse, Schlangen, Vögel und Krokodile. Und davon hundert verschiedene Sorten. Auch einen super speziellen, riesigen Vogel mit blauem Kamm auf dem Kopf soll es geben. Aber auf der Flussfahrt sollten wir vor allem Krokodile zu Gesicht bekommen. Das größte Krokodil im Raum Cairns ist 6 Meter lang. Riesig! Früher gab es auch noch größere Exemplare. Die letzte Gruppe hat anscheinend super viele gesehen. Eine tote Kuh ist im Fluss geschwommen. Somit haben sich alle Krokodile auf sie gestürzt. Ich bin auch mit der Hoffnung ins Boot gestiegen, Krokodile zu sehen. Ich meine zu 98% sehen Touristen hier Krokodile. Aber man weiß ja nie.

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Zu Beginn konnten wir eine gelb – grüne Schlange in den Ästen erahnen. Ich habe sie aber wirklich nur erahnen können. Danach ging es auf Krokodilsuche. Das Problem war, dass es wieder geschüttet hat wie sonst was. Das Wasser war extrem hoch. Der Guide meinte, dass sich die Krokodile bei so einem Wetter nicht gerne zeigen und sich eher unter den Bäumen im Wasser herum treiben. Wir haben verzweifelt nach ihnen gesucht. Hatten aber kein Erfolg. Bei jedem Baumstamm dachten wir, es wäre ein Krokodil. Einmal meine ich echt ein paar Augen und Nasenlöcher gesehen zu haben. Aber wer weiß ob das nicht auch ein Stock war. Später hat sich dann ein ganz kleines Krokodil auf einem Baumstamm herumgetrieben. Wenigstens das haben wir entdeckt! Trotzdem konnte man die Fahrt einfach nicht genießen. Ich saß auch noch ganz vorne und habe somit den meisten Regen abbekommen. Ich war von oben bis unten komplett nass. Das Wasser ist nur so von mir herunter getropft. Der Guide hier allerdings war richtig gut. Er hat uns viele Informationen über diese Tiere gegeben. Um ehrlich zu sein, habe ich davon aber nur Bruchstücke mitbekommen. Wusstet ihr aber, dass Vögel die Tiere sind, die am meisten mit Krokodilen verwandt sind? Ich nicht!

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Zurück im Bus ging es weiter zu dem am weitesten entfernten Ort heute. Cape Tribulation! Das ist der Ort, an dem zwei Weltkulturerbe aufeinander treffen, der älteste Regenwald der Welt und das größte Korallenriff der Welt. Der Daintree Forest und das Great Barrier Reef treffen hier aufeinander. Auf dem Weg dorthin haben wir wieder einige Geschichten zu hören bekommen. Es gab hier nämlich schon so einige Krokodilattacken. Vor 1,5 Jahren haben eine Neuseeländerin und ein Australier hier in einem Restaurant zu Abend gegessen. Danach wollten sie zusammen noch ein bisschen am Strand entlang laufen. Ein Mann hat sie gewarnt und meinte nur, dass das vielleicht nicht so eine gute Idee ist. Die Krokodile sind nämlich gerade Nachts aktiv und haben einen äußerst guten Geruchsinn. Auch sehen können sie nachts perfekt. Die Beiden haben darauf aber nicht gehört und sind an den Strand. Als sie an die Felsen gekommen sind, haben sie beschlossen näher ans Wasser bzw. ins Wasser zu gehen. Das ist ja an normalen Stränden in Europa, Asien oder Amerika auch kein Problem. In dem Moment hat sich ein Krokodil aus dem Wasser gestürzt und das rechte Bein des Mädchen geschnappt. Ihr Freund wollte sie an ihrer Hand nach draußen ziehen. Aber wie man sich denken kann, hat ein riesiges Krokodil deutlich mehr Kraft! Man hat keine Chance! Wenn so etwas passiert, ist man einfach machtlos. Den Tag darauf wurde mit der Polizei nach dem Mädchen gesucht. Ihre Leiche wurde gefunden. Das Krokodil haben sie darauf entdeckt und erschossen. Krasse Geschichte! Ob das jetzt stimmt oder nicht, weiß ich nicht. Aber so hat es uns der Guide erzählt. Von diesen Geschichten gibt es noch einige mehr. Es heißt immer: „Krokodile fressen nur dumme Menschen“. Wenn man sein Gehirn einschaltet, dann dürfte nichts passieren.

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Dann sind wir auch schon an dem berühmten Ort angekommen. Zu aller erst gab es aber Mittagessen. Wirklich eine schöne Location mitten im Regenwald. Normalerweise hätten wir am Strand gegessen. Aber ich brauch glaube ich nichtmehr erzählen, dass das Wetter bescheiden war. Wir konnten uns schon im Bus für ein Gericht entscheiden. Ob Cheeseburger, Kangoroo Burger, Wraps, Pasta, Fish and Chips, Süßkartoffel – Fetasalat oder Calamari. Man konnte sich selbst aussuchen, was man gerne essen möchte. Das Essen war wirklich extrem lecker. Ich dachte eher, dass das eine Qualität wie von einer Pommesbude haben wird. Aber nein! Es wurde wirklich gut und hochwertig gekocht.
Anschließend sind wir auch runter an den Strand gegangen. Bei Sonnenschein wäre das sicher super schön gewesen. So war es eben ein bisschen trist. Irgendwie habe ich mich auch ein bisschen unsicher gefühlt. Irgendwie ist das ja ein ganz normaler Strand. Man denkt gar nicht, dass sich dort Krokodile herumtreiben. Aber sonst wären ja nicht überall diese Warnschilder. Jetzt war ich aber auch hier. Cape Tribulation.

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Anschließend ging es wieder in den Bus. Als nächstes stand der Spaziergang durch den Regenwald an. Es war eher ein gerenne. Der Guide ist super schnell voran gesprintet. Wir mussten schauen, wie wir hinterherkommen. Trotzdem war es echt cool durch den Dschungel zu laufen. Immer wieder haben wir kleine Stops eingebaut. Dort hat er uns etwas über die Bäume oder die Tiere erzählt. Dann sind wir auch schon zum Mangrovenwald gekommen. Das fande ich echt super spannend und geheimnisvoll. Unten auf dem Boden konnte man sehen, wie alle Bäume miteinander verbunden sind. Die Wurzeln sehen super komisch aus. Das Salzwasser vom Meer läuft hier immer wieder rein und raus. Am Boden befinden sich somit viele Krabben. Das Salzwasser bringt zwar die ganzen Meerestiere und Nährstoffe in den Mangrovenwald. Zu viel Salz vertragen die Bäume allerdings nicht. Einige Blätter sterben somit ab, werden gelb und fallen auf den Boden. So wird sichergestellt, dass der restliche Baum überlebt. Für die kleinen Krokodile stellt das hier den Kindergarten dar. Als Baby lernen sie hier, wie man jagt bzw. überlebt. Wenn sie dann alt genug sind schwimmen sie raus ins Meer und in den Fluss.

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Bis zu 700 Jahre alte Bäume befinden sich hier übrigens. Das ist wirklich abnormal. 700! Das muss man sich erst einmal vorstellen. Was mich aber viel mehr beeindruckt hat, waren die tropischen Regenschirme. Es hat nämlich auch hier angefangen zu regnen. Regen im Regenwald! Authentischer geht es nicht. Auf einmal standen wir aber im Trockenen. Als wir nach oben geschaut haben, haben wir gesehen, wie sich über uns runde Palmenblätter befanden. Das sah wirklich spektakulär aus. Schon beeindruckend, was die Natur so alles bietet. Auch tropische Früchte und Vogelnester konnten wir entdecken. Vieles hier ist aber giftig. Wenn aber die Vögel kommen, um zum Beispiel Beeren zu essen, dann kann man sicher gehen, dass die Früchte ungiftig sind. Das wurde uns auch schon im Outback beigebracht. Ansonsten stellen die Bäume wirklich ein Labyrinth dar. Wenn man im Regenwald verloren geht, dann ist man wirklich verloren. Meistens kann man dort nicht einmal nach der Sonne oder den Sternen orientieren. Die sieht man gar nicht. Auch Trinkwasser ist schwer zu finden. Unser Guide hat uns aber auch für dieses Problem die Lösung gezeigt. Wenn man eine lianenartige Pflanze aufschneidet, rinnt Trinkwasser aus ihr. Die muss man aber auch erstmal finden.

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Anschließend sind wir zu einem Eisladen gefahren. Dort konnten wir uns organisches Eis aus dem Regenwald kaufen. Damit ging es dann aber schon weiter auf den Aussichtspunkt. Das war der letzte Stop der heutigen Tour. Leider hat man fast nichts sehen können. Man konnte das Meer, den Strand, die Berge und den Regenwald nur so erahnen. Super schade. Ansonsten wäre das mit Sicherheit ein traumhafter Ausblick und wahrscheinlich sogar das Highlight des heutigen Tages gewesen. So war es leider enttäuschend. Aber dafür kann ja keiner was.
Wir sind deshalb wieder zurück in den Bus und haben uns auf den Weg zurück nach Cairns begeben. Ewig mussten wir fahren. Ich glaube wir waren insgesamt sicher 6 – 7 Stunden im Bus unterwegs. Alleine die Rückfahrt ging ca. 2 Stunden, wenn nicht sogar länger. Aber da mussten wir dann durch. Fast jeder hat versucht einfach ein bisschen zu schlafen. Am Port Douglas haben wir die Erste abgeladen. Dieser Ort ist auch ein typischer Urlaubsort mit Restaurants und Souvenirshops. Auch von hier kann man toll das Great Barrier Reef erkunden. Ansonsten hat der Ort nichts zu bieten. Es könnte genau so gut irgendwo anders auf der Welt sein.

In Cairns angekommen bin ich noch kurz in den Coles eine Kleinigkeit einkaufen. Zurück im Hostel bin ich dann gleich ans Packen gegangen. Morgen heißt es nämlich schon wieder „Tschüss Cairns“. Ansonsten habe ich es mir im Bett gemütlich gemacht, etwas gegessen und YouTube Videos angeschaut. Auch einen Blogbeitrag habe ich fertig bekommen. Das ist aber wirklich immer mühsamer als man denkt. Man muss da schon viel Zeit investieren. Aber das ist es mir wert. Dann wollte ich auch endlich schlafen gehen. Kurz davor habe ich aber bemerkt, dass mir mein Adapter geklaut wurde. An der Steckdose hat sich nur noch mein normales Aufladekabel befunden. Der Adapter war weg. Ich hätte fast die Krise bekommen. Sowas macht man doch nicht. Wie soll ich jetzt mein Handy, etc. aufladen. Klar, dass den jeder gebrauchen kann. Manno! Das blöde ist auch noch, dass ich die Jungs nichtmal mehr fragen kann, wer meinen Adapter eingesteckt hat. Im Moment bin ich nämlich alleine im Zimmer und will ins Bett. Morgen früh muss ich schon wieder ganz früh raus um pünktlich am Bus zu sein. Somit treffe ich die nicht mehr. Aber auch wenn, bezweifle ich, dass jemand sagen würde das er ihn geklaut hat. Mich nervt sowas einfach. Aber sehen wir es mal positiv. Es war nur ein Adapter für 6 Dollar. Wenn es meine Kreditkarte, mein iPad, mein Handy, mein Pass, Geld oder meine Kamera gewesen wäre, wäre ich wirklich sauer gewesen. Aber es hilft jetzt alles nichts. Hoffentlich wird der morgige Tag etwas besser. Meine Laune liegt gerade wirklich im Keller.

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