Wings

Tag 101 – Whitsundays

Ein neues Abendteuer steht in den Startlöchern! Schon zu Hause habe ich mich ewig auf die Whitsundays gefreut. Und genau da geht es heute auch hin. So aufregend! Um ehrlich zu sein, ist meine Vorfreude nicht mehr ganz so groß, wie sie zu Hause war. Dennoch ist der Ort etwas ganz Besonderes für mich und wirklich weit oben auf meiner Bucket List! Wenn man hier in Airlie Beach ist, kommt man nicht daran vorbei eine Bootstour zu den Inseln zu buchen. Das ist definitiv ein Must- see! Ob es aber so schon war, wie ich es mir vorgestellt habe? Das kann ich erst jetzt berichten. Gerade bin ich nämlich wieder in Airlie Beach, um die letzten Tage festzuhalten. Also los geht’s!

Ich weiß nicht ob ich es mir eingebildet habe oder ob es wirklich so war! Um 6:00 Uhr morgens ist immer noch laut Partymusik gelaufen. Konnte das sein? Ich meine gestern Abend war das ja verständlich. Aber morgens um 6 Uhr? Naja! Auch komisch war, dass schon fast alle in meinem Zimmer wieder wach waren. Lautstark haben die zwei Mädels über irgendwas geredet. Danke fürs Rücksicht nehmen. Ich habe wirklich wieder an meiner Uhr bzw. meinem Wecker bezweifelt. Ist es wirklich erst 6 Uhr? Mein Wecker habe ich nämlich erst um 7:45 Uhr gestellt. Aber wenn jemand anders schon wach ist, bin ich das automatisch auch. Typisch! Also habe ich versucht noch etwas liegen zu bleiben. Schlussendlich habe ich mich dann aber doch schon Richtung Bad und unter die Dusche begeben. Ich weiß ja nicht, wie das die nächsten Tage auf dem Boot sein wird. Haben wir die Möglichkeit zu duschen? Man weiß es nicht!

Danach bin ich schon in die Küche zum Frühstücken. Und alles was ich hatte waren Haferflocken und Zimt. Also musste auch das heute morgen reichen. Aber zum Glück macht Porridge ja wirklich satt. Außerdem sollte ich die nächsten Tage ja hoffentlich mit leckerem Essen versorgt werden. Das hat die Tour zumindest versprochen. Anschließend bin ich wieder ins Zimmer um mein ganzen Gepäck zusammen zu packen. Meinen großen Backpack und den Rucksack mit den Wertsachen konnte ich für 6 Dollar hier im Hostel lassen. Die kleinen Taschen gingen mit aufs Boot. Nachdem ich ausgecheckt und versucht habe, mich ins WLAN einzuloggen, bin ich schon los zum Einchecken! Das hätte man eigentlich einen Tag vor Tourstart machen sollen. Aber ich bin ja erst um 19 Uhr abends angekommen. Somit ging das aus meiner Sicht schonmal nicht. Vor 10 Uhr sollte ich das aber spätestens erledigt haben. Deshalb bin ich zum anderen Ende der Straße gelaufen, um das Büro zu erreichen. Dort musste ich mich dann per IPad einloggen. Der Boardingpass wurde mir per E – Mail zugeschickt. Also musste ich wieder zurück ins Hostel, um irgendwie Internet zu bekommen.

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Den Weg zurück bin ich am Strand entlang gegangen. Airlie Beach ist wirklich ein schöner Ort direkt am Meer. Überall sind schöne Restaurants und Geschäfte. Auch eine toll angelegte Lagune gibt es hier. Denn auch in Airlie Beach ist es wegen Quallen und anderen Tieren verboten im Meer zu schwimmen. Es sei denn, man trägt wie beim Schnorcheln einen Ganzkörper- Neoprenanzug. Hier an der Lagune kann man schön auf der Wiese mit Blick auf das Meer liegen und gleichzeitig im sauberen Pool baden. Die Palmen verbreiten auch totales Urlaubsfeeling.
Als ich aber auch diesen Platz gesehen habe, bin ich wieder zurück ins Hostel. Hier habe ich mich dann etwas über Neuseeland informiert, meiner Mum Bescheid besagt, dass ich die nächsten Tage nicht erreichbar bin und einen weiteren Blogbeitrag angefangen zu schreiben. Ich hatte wirklich viel Zeit bis zum Startpunkt der Tour. Schlussendlich bin ich aber dann wieder fast in Zeitnot gekommen. Beschäftigen kann ich mich irgendwie immer.

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Um 12:15 Uhr habe ich mich dann aber auf den Weg zur Ablegestelle begeben. Der Weg dorthin war schon spektakulär. Das Wasser war so extrem türkis blau! Wirklich paradiesisch! Ein toller Weg zum Einstieg des Trips. Unter den weißen Schirmen haben schon die anderen Leute gewartet. Pünktlich bin ich trotzdem noch gekommen. Die Gruppe bestand fast nur aus Mädchen. Aber es waren auch ein Paar Paare dabei, die das Ganze aufgemischt haben. Zu allererst hat sich uns ein echt cooler Typ vorgestellt. Anschließend musste wir uns nochmal auf dem IPad anmelden und einige Formulare bestätigen. So nach dem Prinzip doppelt hält besser! Irgendwann war aber auch das geschafft und wir konnten auf das Boot Wings! Wirklich modern. Auf den ersten Blick hatte ich schonmal ein guten Gefühl bei der Sache.

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Innen hat dann auch schon eine junge Lady auf uns gewartet. Pizza stand auch schon für jeden bereit. Die Leute die kein Gluten oder Lactose vertragen bzw. Vegan sind haben sogar Reiswaffeln mit Hummus, Gurken- und Tomatenscheiben bekommen. Super aufmerksam und echt lieb! Da ging es uns gleich allen gut! Außerdem habe ich mich direkt mit Tina, einer Schweizerin aus Bern, angefreundet. Mit der habe ich mich super gut verstanden. Nachdem wir uns beide in unsere Bikinis geschmissen haben, sind wir auch vor aufs Deck. Dort haben sich schon alle ausgebreitet, um die Sonne zu genießen. Die Fahrt zu den Whitsundays ging dann auch schon los. Zu Beginn war noch alles ganz easy. Als wir dann aber weiter raus aufs Meer gefahren sind, hat es ganz schön angefangen zu schwanken. Davor haben mich ja auch schon einige gewarnt. Es kommt nämlich nicht selten vor, dass jemand Seekrank wird. Die raue See ist aber auch hauptsächlich dem Wetter die letzten Tage geschuldet. Da kann man nichts dagegen machen.
Ganz vorne konnte man sich auf solche Netze liegen. Ich war aber froh, dass wir beide nicht auf die Idee gekommen sind. Die Leute waren danach nämlich von oben bis unten komplett nass. Sogar wir haben eine ganze Ladung abbekommen. Aber nachher ging es ja eh ins Wasser. Trotzdem waren wir alle nach diesen Wasserschüben ganz weiß. Noch nie habe ich so salziges Wasser gesehen. Man konnte richtig die Salzkörner auf der Haut erkennen. Überall haben sich die Kristalle festgesetzt. Wirklich krass. Wenn also jemand Meersalz zum kochen gebraucht hätte, hätten wir nur unseren Arm ausstrecken müssen. Lecker!

Währenddessen wurden wir in die verschiedenen Kabinen eingeteilt. Klein, aber fein! Für zwei Nächte wird das reichen. Insgesamt waren wir um die 31 Personen. Drei Toiletten gab es nur. Deshalb mussten die Zähne auch draußen geputzt werden. Pro Tag durfte jeder 1 Minute duschen. Zum Glück habe ich die Haare noch im Hostel gewaschen. Das wäre sonst etwas schwierig geworden. Nachdem dann jeder sein Bett zugewiesen bekommen hat ging es wieder vor aufs Deck. Hier konnten wir uns dann schon etwas besser kennenlernen. Wieder viele Deutsche waren an Bord. Aber insgesamt war es doch eine super gemischt Gruppe. Zum Glück. Engländer, Schweden, eine Niederländerin, eine aus Schottland, zwei Schweizer, Amerikaner, eine Polin und natürlich einige Deutsche. So konnte man sich zwar oft auf Deutsch unterhalten, was die Konversation vereinfacht hat. Dennoch hat man mit vielen Leuten Englisch gesprochen, was ja der Sinn ist, wenn man in Australien reist.

Bevor es dann zum ersten Schnorchelspot ging, haben wir eine kleine Einführung bekommen. Die Crew war einfach super super super cool drauf. Eine junge Frau und zwei junge Männer haben uns die Zeit begleitet und uns einen tollen Aufenthalt beschert. Nach der Einführung haben wir uns aber schon in unsere Anzüge geschmissen und die passende Brille und die passenden Flossen besorgt. Auch eine Nudel haben sich die meisten geschnappt. Da kann man im Wasser auch einfach mal chillen. Mit einem kleinen Schlauchboot wurden wir dann zum Riff gefahren. Das war für mich aber etwas enttäuschend. Man konnte fast nichts sehen. Das Wasser war extrem milchig und trüb. Das war auch wieder die Schuld des Wetters. Vielleicht bin ich auch nur ein bisschen verwöhnt von Cairns. Dort hatte ich super viel Glück. Das Wasser war glasklar. Ich habe auch schon Leute getroffen, wo das Wasser trüb und milchig gewesen sein soll. Das hängt eben immer von den äußeren Umständen ab. Dennoch konnte man ein paar Fische erkennen. Aber wirklich super schlecht!

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An Bord gab es dann gleich für alle Tee, Kaffee, Kuchen und Kekse. Kurz darauf haben sie uns noch mit einem Snack verwöhnt. Es gab wie eine Art von Frühlingsrolle. Ganz unterschiedlich gefüllte Sorten mit Fleisch, Gemüse, etc. Für einige gab es dafür die Frühlingsrollen aus Reispapier und Gemüsefüllung. So wurde wieder an jeden gedacht. Wir wurden echt verwöhnt. Super lecker war alles!
Daraufhin habe ich gemerkt, dass mein Fuß geblutet hat. Woher das kam weiß ich nicht. Auf jeden Fall war das etwas nervig, aber halb so schlimm. Wir sind dann wieder hinten draußen auf dem Boot gesessen und haben uns unterhalten. Es waren wirklich nur coole Leute auf dem Boot. Irgendwie haben wir uns alle toll verstanden. Es waren viele junge Mädels, aber auch ein paar Paare und sogar einige älteren Leute an Bord. Eine super Mischung! Ich habe mich sofort mit Tina, Georga und Rabea verstanden. Aber irgendwie hatte man mit fast allen Kontakt. So schön man sich auch unterhalten hat. Man musste sich schon öfters auf den Horizont konzentrieren. Ansonsten wurde einem wirklich schlecht. Wirklich vielen hat die schauklige Fahrt etwas ausgemacht. Das war aber auch verständlich. Deshalb wurden uns gezuckerte Ingwerstückchen verteilt. Die haben den Magen etwas beruhigt. Ich war aber wirklich froh, dass ich die Fahrt gut überstanden habe. Wenn es einem auf dem Boot schlecht geht, gibt es keinen Ausweg. Da kann man nicht mal schnell sagen, dass man an Land will.
Das Schönste an der Fahrt war aber der traumhafte Sonnenuntergang. Wirklich wunderschön ihn vom Boot aus zu beobachten.

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Schließlich gab es auch schon Abendessen. Irgendwie hatten die Alergiker oder Vegetarier immer einen Vorteil. Die Personen hatten den Vortritt. Zu Essen gab es Ceasar Salat mit Speck, normalen Salat, Kartoffelgratin, Maiskolben, Knoblauchbrot und gefüllte Paprika mit Tofu. Echt lecker alles! Normalerweise gibt es bei solchen Touren ja immer einfaches Essen wie Pasta, Burger, Sandwich oder Pizza. Hier wurde wirklich aufwendig gekocht.
Anschließend wurden wir nach draußen gerufen, um die Haie anzuschauen. Ja wirklich. Haie! Und wie viele. Das Licht am Boot hat die kleinen Fische angezogen. Da diese das Futter für die Haie darstellen, sind auch sie gekommen. Noch nie habe ich so viele Haie auf einmal gesehen. Irgendwie gruselig. Aber eigentlich weiß man ja, dass die ganz ungefährlich sind. Trotzdem eine coole Erfahrung, wirklich im freien Meer Haie zu entdecken.
Anschließend wurden wieder wieder nach innen geholt. Schoko- und Zitronenkuchen gab es für alle! Er war zwar nicht selber gebacken. Trotzdem musste ich zugreifen. Daraufhin gab es noch eine kleine Präsentation. Dort haben wir etwas über die Whitesundays erfahren und den Plan für morgen erhalten. Die Crew gestaltet alles einfach super unterhaltsam und extrem lustig. So ist auch der Informationspart echt interessant.

Anschließend sind Tina und ich noch nach draußen um die Sterne anzusehen. Auch Rabea hat sich noch dazu gesellt. Noch nie habe ich so einen schönen Sternenhimmel gesehen. Der Wahnsinn! Um uns rum war alles stock dunkel. Es gab nur das Meer, die Inseln, das Boot und uns. Einfach traumhaft. Wir drei haben uns noch ganz lange unterhalten. Die eine macht Ballett und die andere spielt Handball. So hatte wir alle unsere Stories zu berichten. Irgendwie sind wir uns alle super gleich. Gerade deshalb haben wir uns so super verstanden.
Danach ging es dann aber schon in die Kabine. Früh sollte es am nächsten Tag schon wieder los gehen. Ich bin auch echt froh, dass das hier kein Partyboot ist und nur super aufgestylte Mädels rumrennen. Man kann auch anders einen schönen Abend haben. Und das hatten wir!

 

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