Let´s go to Fraser Island

Tag 106 – Fraser Island

Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt! Über 120 km ist die Insel vor Queensland an der australischen Ostküste lang. Und da ging es heute für mich hin! Um Fraser Island zu erkunden, muss man sich fast einer Tour anschließen. Alleine ist das schwer machbar. Außerdem macht es in einer Gruppe doch gleich viel mehr!
Um 5:45 Uhr musste ich schon wieder aufstehen. Nachdem ich mich gerichtet habe und all mein Gepäck fertig gepackt war, bin ich noch schnell in die Küche um mir etwas zum Frühstück zu machen. Danach ging es aber auch schon an die Rezeption zum auschecken. Das ganze Gepäck und die Wertsachen haben wir dann alle zusammen verstaut. Dafür ist einfach kein Platz. Außerdem gestaltet sich das so viel einfacher, wenn jeder nur einen kleinen Rucksack dabei hat. Es sind ja nur 3 Tage.

Nachdem dann alle parat waren, sind wir zusammen zum Bus gelaufen. Um 7:00 Uhr ging es los Richtung Rainbow Beach. 2 Stunden Fahrt mussten wir hinter uns bringen. Irgendwie echt unlogisch, in Noosa die Tour zu starten. Ich meine gestern bin ich an Rainbow Beach mit dem Greyhound vorbei gefahren. Da wäre es eigentlich gescheiter gewesen gleich hier zu bleiben. Aber so konnte ich den Tag zuvor noch Noosa erkunden. Somit spar ich einfach etwas Zeit! Das war wahrscheinlich auch der Hintergedanke bei der Buchung. Auf der Busfahrt hat sich unser Guide schonmal vorgestellt, ein richtig verrückter, dominanter, aber auch lustiger Typ. Auch die anderen Gruppenmitglieder hat man jetzt ein wenig kennengelernt. Zudem wurden noch zwei kleine Filme Abgespielt, die uns etwas über Fraser Island und die Gefahren beim Auto fahren erzählt haben. Natürlich gab es auch einen kurzen Stop, bevor wir am Ziel angekommen sind.

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In Rainbow Beach angekommen ging es gleich zu unseren Autos! Die sehen echt richtig cool aus. Richtige Geländewagen bzw. Cheaps benötigt man auf Fraser Island. Auch wir hatten die Möglichkeit auf der Insel zu Fahren. Allerdings musste man mindestens 21 Jahre alt sein und 2 Jahre Auto- Erfahrung haben. Deshalb fiel das für mich schonmal weg. Auf der einen Seit echt blöd, da das Fahren einen großen Bestandteil der Tour ausmacht. Auf der anderen Seite bin ich auch ganz froh, da man super viel Verantwortung übernehmen muss. Zudem ist das Fahren auf dem Sand komplett anders und nicht ganz einfach. Schon viele Unfälle sind dabei passiert. Davon wurde uns in den Videos einiges gezeigt. Aber auch der Guide hat nochmal über alle wichtigen Informationen geredet. Bevor es dann endlich losging, mussten wir uns noch in ein paar Listen eintragen und je nachdem auch den Führerschein vorzeigen. Mich hat es echt gewundert, dass super viele Jungs nicht vorhatten zu Fahren. Die meisten Mädels allerdings wollten es versuchen. Und so wurden wir schließlich auch in die verschiedenen Autos eingeteilt. Die meisten Nicht – Fahrer, so wie ich, sind in das Auto 1 mit dem Guide eingeteilt worden. Der Rest wurde in die Autos 2, 3 und 4 aufgeteilt. Und dann ging es auch schon los!

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In einer Linie sind wir Richtung Strand gefahren. Der Guide hatte echt super viele Ansprüche und war zwischendurch auch echt heftig drauf. Wenn einer nicht genau seiner Spur gefolgt hat oder einen Meter zu weit weg war, gab es gleich einen Anschiss übers Walkie-Talkie. Oft hat er dann auch einfach angehalten, um es den Leuten persönlich zu sagen. Da war ich schon froh, kein Fahrer zu sein. Aber ich meine die Leute sind so ein Auto auch das erste Mal gefahren. Da war es ja klar, dass zu Beginn nicht alles einwandfrei läuft. Allgemein war er aber super zufrieden.
Mit den Cheaps ging es dann auf eine Fähre, die uns nach Fraser Island bringen sollte. Das ging auch wirklich ruck zuck. In ca. 15 Minuten waren wir schon da! So ruhig war eine Schiffsfahrt auch schon lange nicht mehr bei mir.

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Jetzt konnte die Tour auch wirklich beginnen! Schon als wir die Fähre verlassen haben, konnten wir einen Dingo sehen. Dafür ist Fraser Island auch bekannt. Überall am Strand kann man die Wildhunde entdecken. Ganz ungefährlich sind sie aber nicht. Auch wenn sie wie süße, kleine Hunde aussehen, ist schon froh, wenn sich in einem Auto befindet. So konnte man aber leider auch nicht wirklich gute Bilder von Ihnen schießen.

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Das erste Mal auf Sand zu fahren war super aufregend und extrem cool. So eine Erfahrung kann man auch nicht überall machen. Wirklich unbeschreiblich, wie wir alle hintereinander den Strand entlang gerast sind. 80 km/h darf man an solch einem Strand fahren. Das ist ganz schön schnell. Der Guide ist zu Beginn echt allen weggerast. Die anderen mussten schauen, wie sie hinterher kommen. Denen wurde ganz schön Druck gemacht. Anfangs muss man aber erstmal das Gefühl dafür bekommen, hier zum fahren. Der Strand ist kilometerlang. Man fährt und fährt und sieht kein Ende. Rechts hat man das fantastische Meer, in der Mitte den tollen Strand und auf der linken Seite den Wald. Es hat so Spaß gemacht. Jeder, vor allem die Jungs, haben es total gefeiert. Durch das Walkie-Talkie hat der Coach den anderen immer wieder ein paar Hinweise gegeben. Die Antworten von den anderen Gruppenmitgliedern mitzuverfolgen war zu lustig.

Mein Auto bestand aus 3 Dänen, 1 Engländer, 1 Italienerin, 5 Deutschen und dem Guide. 3 Mädels und der Rest alles Jungs. Allgemein bestand unsere Gruppe fast nur aus Jungs. Aber trotzdem war es eine ganz gute Mischung. 3 Schwedinnen, 3 weitere Dänen, 4 Norweger, 3 Engländerinnen, 2 Niederländer, 1 Französin, noch 3 Deutsche, 1 Amerikanerin, noch ein Paar aus Skandinavien und ein Paar aus Wales. Eine bunte Mischung! Da aber viele als Gruppen reisen, war es manchmal schwer sich zu integrieren. Da ist einem auch wieder aufgefallen, dass die meisten Jungs in Gruppen reisen. Es sind eher die Mädchen, die alleine kommen. Was es auch nicht einfacher gemacht hat war, dass sich die Schweden, Norweger und Dänen alle untereinander verstehen. Somit saß man manchmal einfach nur neben dran und hat kein Wort verstanden. Das war manchmal etwas Schade. Aber ich denke das geht den anderen manchmal auch so, wenn die Deutschen unter sich dann Deutsch reden. Zudem fand ich die Gruppe auch einfach etwas groß. Da hatte ich zumindest nicht mit allen wirklich Kontakt. Man hat sich eher auf seine kleine Gruppe im Auto fokussiert.

Nach einer coolen ersten Fahrt am Strand von Fraser Island ging es zu einem Camp. Dort gab es Mittagessen. Und wie üblich bei solchen Touren gab es wieder Sandwich. Das geht einfach schnell, einfach, schmeckt jedem und bringt alle Leute mit wenig Aufwand satt. Unser Auto hat die Gurken, Zwiebeln, Tomaten und den Salat geschnitten. Dann durfte sich auch schon jeder seine 4 labbrigen Toastscheiben nehmen und sich nach Belieben sein Sandwich zusammenstellen. Danach gab es auch noch eine Packung Kekse für alle.

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Weiter ging es aber auch gleich mit den Geländewagen. Diesmal waren die Fahrer auch schon mutiger. Gewechselt wurde natürlich auch immer unterwegs. Jetzt ging es aber nicht nur am Strand entlang, sondern mitten durch die Insel. Ich dachte ja die Straßen in Myanmar oder Nusa Penida seien schlimm. Aber nein, das hat nochmal alles getoppt. Wir sind im hinten so krass im Zeug herumgeflogen. Man musste sich schon anstrengen nicht gleich beim Nachbar auf dem Schoß zu landen. Vielleicht lag das auch ein bisschen an unserem Auto. Wir saßen nämlich alle nicht normal mit dem Blick nach vorne im Auto, sondern seitwärts wie auf einer Bank. Da konnte man sich auch nirgends festhalten.
Die Autos müssen echt einiges aushalten. Ich hab mich nur gewundert, wie unser Gepäck auf dem Dach gehalten hat. So holprig wie das war! Dadurch hat man auch einfach eine Ewigkeit gebraucht, um nur einen Meter vorwärts zu kommen. Eine ganze Weile sind wir so durch die Pampa gefahren. Der DJ hat auch versagt. Diesen Job hat immer derjenige, der vorne neben dem Fahrer sitzt. Trotzdem war es irgendwie ganz unterhaltsam auch die anderen Autos von uns zu beobachten.

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Nach einiger Zeit sind wir dann an einem kleinen Parkplatz angekommen. Ich wusste gar nicht genau, was uns erwartet. Allerdings hatte ich schonmal von einem See hier gehört. Und da ging es auch hin! Der Lake McKenzie ist bekannt für sein klares Wasser und den feinen, weißen Sand. Wir wurden nicht enttäuscht. Es war echt ein WOW Erlebnis. Ich war total fasziniert von dem türkisfarbenen Wasser, welches sich abrupt in dunkelblaues Wasser verwandelt. Der Sand hat mich sehr an die Whitsundays erinnert. Auch das Wasser war so klar wie dort. Dennoch hatte man hier den Vorteil, dass man auch wirklich schwimmen gehen konnte. Das ist ja immer der Nachteil am Meer gewesen. Im See musste man keine Bedenken haben. Und das haben wir auch ausgenutzt. Alle haben wir uns erstmal eine Abkühlung gegönnt. Echt kalt war es! Aber auch wunderschön. Den Sand kann man anscheinend zum Gesicht reinigen, Haare waschen oder Zähne putzen verwenden. Das mussten wir auch gleich mal ausprobieren. Unser Guide hat auch alles mitgemacht. Der war voll dabei und hat das alles extrem genossen. Sogar einen Ball hatte er dabei. Somit konnten wir zusammen auch noch etwas Volleyball im Wasser spielen. Wir hatten wirklich Spaß!

Anschließend konnten wir uns noch ein bisschen in den Sand liegen. Nach einer Stunde am Lake McKenzie ging es aber schon wieder zurück in die Autos. Die Wege wollten nicht besser werden. Ein anderes Auto vor uns ist sogar stecken geblieben. Das musste dann von vielen Leuten herausgeschoben werden. Das stell ich mir auch nicht ganz einfach vor, bei solch einem Gewicht. Schließlich ging es aber wieder vorwärts. Unterwegs haben wir dann doch noch eine Tasche vom Dach verloren. Wir selber haben das gar nicht mitbekommen. Die 3 Autos hinter uns haben das zum Glück mitbekommen. Vielleicht kann man sich jetzt vorstellen, wie heftig die Straßen gewesen sind. Für die Fahrer war das die nächste Herausforderung. Wir haben aber alles gut gemeistert. Bevor wir dann wieder ins Camp zurück sind, gab es noch einen kurzen Stop bei einem Supermarkt. Hier konnte man sich Souvenirs, Snacks oder Alkohol einkaufen. Ihr könnt euch aber nicht vorstellen, wie teuer das war. Die Jungs haben sich ein Karton Bier für 76$ gekauft. Heftig! Ich geb mein Geld dann sicher nicht für so etwas aus. Da spar ich mir das lieber wieder für eine andere Aktivität.

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Im Camp wurden wir dann in die verschiedenen Dorms bzw. in die Tipis aufgeteilt. Die meisten Leute haben in einem normalen Hostelzimmer geschlafen. Ich wusste gar nicht, dass ich ein Tipi gebucht hatte. Das war im Nachhinein aber wirklich cool und hat das Camping Feeling auch irgendwie ausgemacht. Mit 4 anderen Leuten von meiner Gruppe habe ich mir dann ein Tipi geteilt. Im Kreis haben wir unsere Matratzen aufgebaut. Natürlich wäre ein Bett bequemer gewesen. Aber so war das Feeling einfach speziell. In normalen Hostelzimmern werde ich noch oft genug schlafen müssen.

Abendessen gab es um 18:45 Uhr. Wir mussten heute nicht kochen. Eine andere Gruppe hat diese Aufgabe übernommen. An diesem Abend gab es Pasta mit Bolognese oder für die Vegetarier eben Tomatensauce. Knoblauchbrot gab es auch mal wieder dazu. Man kann sich vorstellen wie das zugeht, wenn ca. 70 Leute Hunger haben und endlich ans Essen kommen wollen. Aber satt wurden alle. Man konnte auch ein zweites Mal gehen.
Anschließend hat man noch ein wenig am Tisch geredet. Dann sind die meisten aber auch schon in die Zimmer verschwunden. Seine Getränke durfte man nämlich nur dort trinken. Geendet hat es damit, dass fast die ganze Gruppe in einem Zimmer saß und ein Kartenspiel gespielt hat.

Irgendwann bin ich mit zwei Leuten noch kurz vor an den Strand. Wir wollten uns nur einmal umsehen und frische Luft schnappen. Bevor man allerdings in den Sand kam, musste man ein Gitter überqueren. Das war gar nicht einfach. Dieses stellt eine Falle für die Dingos dar, damit die keinen Zutritt zum Camp haben. Das ist auch besser so. Am Strand konnte wir den phänomenalen Sternenhimmel beobachten. Wunderschön! Wir hatten echt Glück, da ein paar Stunden später der ganze Himmel mit Wolken bedeckt war. Ansonsten gab es hier aber nichts zu sehen. Ich wollte deshalb gleich wieder zurück. Auf dem Weg zurück bin ich dann allerdings gestürzt. Ich hatte gar nicht realisiert das über dem Gitter auch noch Drähte gespannt waren, damit die Dingos auch hängen bleiben. Ich hatte natürlich nur FlipFlops an und bin direkt hängen geblieben und schön mit den Schienbeinen und den Knien auf den Metallstäben gelandet. Aua! Das tat weh. Ich wollte nur schnell zurück! Meine Beine hatten wirklich schöne Schnatten. Gut, dass ich die Wundsalbe und Pflaster in Noosa gelassen habe. Aber halb so wild!

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich dann aber wirklich keine Lust mehr, noch einmal hoch in das Hostelzimmer zu gehen. Ich habe mich stattdessen lieber zurückgezogen, mich bettfertig gemacht und ins Tipi gelegt. Bei den anderen ging natürlich voll die Party ab. Aber dafür bin ich einfach nicht der Typ! Ich bin da einfach anders als die anderen. Naja! Morgen werde ich es mir danken, etwas früher ins Bett gegangen zu sein.

 

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