Chilli Milli

Tag 110 – Byron Bay

Ausschlafen? Dieses Wort kannte ich bisher auf meiner Reise selten. Heute war es aber so weit. Ich konnte einfach mal liegen bleiben. Das musste ich aber auch fast. Mir tat alles weh: Rücken, Kopf, Arme, Schultern. Der Bienenstich hat seine Spuren hinterlassen. Nur gut, dass ich mich heute einfach mal ausruhen kann. Das hat mir in der letzten Zeit gefehlt. Das tun, wozu man sich fühlt! Heute ist übrigens der 21. März. Das heißt, dass ich jetzt schon 1 Monat in Australien bin. Am 21. Februar bin ich in Melbourne angekommen. Ich glaube in diesem Monat habe ich mehr von Australien gesehen, als Leute die ein 5 Monate in Australien unterwegs sind. Es war wirklich alles sehr straff organisiert. Dennoch komme ich meinem Ziel Sydney immer näher. Es war auf jeden Fall die beste Entscheidung die Ostküste nach unten zu reisen. So habe ich jetzt alle Touren hinter mir und kann mich in Byron Bay nochmal ausruhen und mich dann komplett auf Sydney freuen. Zudem gefällt mir Australien, je südlicher man geht, umso besser. Wichtig war für mich auch, dass der letzte Ort hier nochmal mein Highlight wird! Aber jetzt bin ich erstmal in Byron Bay. Bisher ist das definitiv der entspannteste Ort indem ich in Australien bisher war.

Nachdem ich etwas länger im Bett liegen geblieben bin habe ich erstmal ein paar Blogbeiträge online gestellt. Ich komm gar nicht mehr hinterher! So viele fehlen noch! Aber ich versuche dran zu bleiben. Danach bin ich in die Küche um mir Frühstück zu machen. Porridge bzw. Müsli hängt mir langsam wirklich aus dem Hals raus. Ich kann es nichtmehr sehen. Auch wenn ich das Obst immer mal wieder austausche ist es schlussendlich immer das selbe. Aber viel andere Möglichkeiten habe ich nicht. Mich wundert es nur immer wieder, dass sich so viele Omelette, Rührei, Spiegeleier, Speck, armer Ritter, Pancakes, Avocadotoast oder sonst was zubereiten. Darauf hätte ich echt auch mal wieder Lust. Das Problem bei der Sache ist nur, dass es im Aldi zum Beispiel nur ein 10er Pack Eier zu kaufen gibt. Wie soll ich die bitte in so kurzer Zeit aufbrauchen? Unmöglich! Naja, also bin ich erstmal beim Müsli geblieben. Die nächste Zeit muss ich mir aber mal etwas anderes überlegen.

Anschließend bin ich einfach noch etwas sitzen geblieben, habe mich dann gerichtet und bin zum TravelAgent marschiert. Eigentlich wollte ich hier den Surfkurs buchen und mich über die Tour nach Nimbin informieren. Nimbin ist ein kleines Hippie-Dorf. Wirklich total crazy soll es da abgehen. Das Problem war nur, dass am Freitag Tina von der Whitsundays Tour nach Byron Bay kommt und wir eigentlich zusammen den Surfkurs belegen wollten. Sie kommt allerdings erst am Mittag an. Der Surfkurs würde aber schon früher losgehen. Super blöd! Später ging es für mich wieder nicht, da ich Byron dann schon wieder verlassen. Des weiteren war die Nimbin Tour nur noch am Freitag frei. Irgendwie hat alles nicht so gepasst, wie ich es mir vorgestellt habe. Deshalb musste ich ihr erst einmal anrufen um das abzuklären. In dem Moment kam aber noch nichts dabei raus. Sie hat nur noch ein Paar andere Surfschulen im Internet herausgesucht. Schlussendlich habe ich mich dazu entscheiden die Tour nach Nimbin ausfallen zu lassen und dafür einen anderen Surfkurs mit ihr am Freitag Nachmittag zu machen. Somit haben wir das alles fertig gebucht. Klar, wäre ich auch gerne nach Nimbin gegangen. Für mein Geldbeutel ist das allerdings so besser. Außerdem kann ich mir so mehr Zeit für Byron Bay selber nehmen.

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Los bin ich dann zum Strand direkt neben dem Hostel. Der Strand hat mir super gut gefallen. Wirklich eines der schönstes Strände, an denen ich bisher war! Da ich nicht am „Mainbeach“ war, gab es fast keine Menschen hier. Der Sandstrand ist super fein, super breit und Kilometer lang. Sogar Hunde waren hier erlaubt. Ich denke mir so oft, wie schön es wäre hier mit unserem Hund zu sein. Inki hätte ihren Spaß! Ich laufe hier so oft wirklich weite Strecken, mache Wanderungen oder gehe an den Strand. Da finde ich es manchmal echt Schade. Aber gut! Obwohl Hunde erlaubt sind, ist der Strand extrem sauber. Ich habe nicht eine Plastikflasche oder sonst etwas herumliegen sehen. Das war in Asien ja leider manchmal anders. Einen Schattenplatz zu finden war allerdings schwer. Jeder lag in der prallen Sonne. Das wäre bei mir nicht so schlau gewesen. Deshalb bin ich lieber auf die Suche gegangen. Fündig bin ich unter einem Baum geworden. Da war ich wenigstens etwas geschützter. Aber auch so brennt die Sonne wie ab!

Was mich hier auch gefreut hat ist, dass man auch endlich mal im Meer schwimmen kann. Jetzt ist dann zum Glück kein Problem mehr. Die Quallenplage hat man nur nördlich der Ostküste. Darüber brauch man sich hier zum Glück keine Sorgen mehr zu machen. Somit habe ich mich erst ein bisschen im Sand ausgeruht und bin zur Abkühlung ins Meer. Die Wellen sind gar nicht ohne. Verständlich, dass hier die Surfer ihren Spaß haben. Ich war einfach froh mal nichts machen zu müssen.

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Gegen 14:30 Uhr bin ich wieder zurück ins Hostel um mich einen weiteren Blog zu widmen. Draußen kann man sich toll nach draußen auf Holzbänke sitzen. Somit konnte ich dennoch das halbwegs gute Wetter ausnutzen. Nur im dunklen Zimmer wollte ich dann doch nicht sitzen. Dabei habe ich auch noch die leckeren Trauben gesnackt. Als ich dann aber auch damit fertig war, bin ich wieder zurück an den Strand. Diesmal wollte ich ihn aber bis nach vorne in die Stadt ablaufen. Das finde ich wirklich cool! So muss ich gar nicht 40 Minuten an der Straße entlang gehen. Da ist der Weg am Meer entlang wirklich schöner. Irgendwie kommt einem der Weg auch um einiges kürzer vor. Man muss ja keine Umwege gehen. Nach ca. einer halben Stunde bin ich dann an einem Campingplatz herausgekommen. Wenn man noch weiter gelaufen wäre, käme man bis ganze nach vorne in Richtung Leuchtturm. Der Strand ist einfach ewig lang. Ich wollte mir aber mal einen Überblick über die Stadt machen.

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Genau in die Hauptstraße bin ich gekommen. Erst jetzt habe ich die ganzen Läden, Kaffees und Restaurants entdeckt. Zuvor habe ich irgendwie nicht so viel davon mitbekommen. Jetzt stand ich in Mitten von cooler Hippie Läden, die so coolen Schmuck, Klamotten, Taschen und Schuhe verkauft haben. Alles hat komplett meinen Geschmack getroffen. Auch die Kaffees waren zu 100% mein Ding. Smoothies, Säfte, Energieballs, Superfoods, Acai Bowls, Salate, fancy Burger, mexikanische Restaurants, vegane Kaffees und tolle Eisdielen. Wirklich alles was mein Herz begehrt. Auch die Einrichtungen waren der Hammer. So liebevoll, modern und trendy war alles gestaltet. Jedes Geschäft hat sich irgendwie von dem anderen abgehoben. Das einzigste was mir weh getan hat waren die Preise. Jetzt hätte ich mich einfach nur die asiatischen Preise gewünscht. Hier kann man echt pleite gehen. Shoppen wollte ich heute aber definitiv nicht. Etwas herumschauen musste ich aber. Ich war einfach total begeistert. Es kam mir schon fast unreal vor, wie sehr mir alles gefallen hat.

Was ich aber eigentlich nur wollte war, in den Aldi zu gehen. Heute war ich ja etwas früher dran. Da musste es ja noch mehr im Angebot geben. Und so war es auch. Ich konnte mich gar nicht entscheiden, was ich heute kochen sollte. Eigentlich wäre ich am liebsten jetzt jeden Tag hier in der Stadt essen gegangen. Das mache ich sicher die nächsten Tage auch noch. Aber für jeden Tag kann ich mir das nicht leisten. Das einzigste was ich wusste ist, dass ich heute keinen Reis will. Am liebsten hätte ich mir ein Curry, etwas mit Fisch oder sonst was gekocht. Aber da war wieder das Problem von den Mengen und den Preisen. Ich konnte mich nicht zwischen Süßkartoffeln und Pasta entscheiden. Deshalb habe ich einfach beides mitgenommen. Auch gut!

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Um 17:45 Uhr habe ich den Shuttle zurück ins Hostel genommen. Der nächste wäre erst um 19:30 Uhr gegangen. Das wäre wieder zu spät gewesen. Gekocht habe ich dann eine neue Kreation. Ich habe Tomaten- Spaghetti gekocht, Süßkartoffel, Brokkoli, Paprika und Spinat hinzugefügt und dazu noch eine Avocado gegessen. Die Portion hätte locker für eine 4- köpfige Familie gereicht. Naja! Das mit den Mengen habe ich noch nicht so raus. Ich will halt einfach immer alles aufbrauchen. Beim essen draußen konnte ich mir ja Zeit lassen. Wenn ich zurück komme wiege ich sicher 10kg mehr. Das wäre wirklich kein Wunder.

Später habe ich noch versucht mit meiner Mami zu Skypen. Die Verbindung war allerdings nicht die beste. Irgendwann kamen auf einmal alle Leute an meinen Tisch. Es war „free Cheese and Wine Night“! Auf einmal hat auch noch einer Gitarre angefangen zu spielen. Wir mussten beide so lachen. Deshalb mussten wir dann auch Schluss machen. Ich hab dann erstmal mein Geschirr abgespült. Duschen und Haare waschen ging es danach. Es ist irgendwie dezent blöd, dass mein Zimmer so liegt, dass ich jedesmal durch die Küche laufen muss um ins Bad zu kommen. Die Bauarbeiten sind echt nervig. Aber ich werde es überleben. Im Zimmer habe ich dann nur noch am Handy gesessen und einen Blog geschrieben. Dann war es auch schon wieder spät und Zeit um ins Bett zu gehen. Die anderen lagen auch schon alle im Bett und wollten schlafen. Dagegen hatte ich aber auch gar nichts! Mal sehen was ich morgen machen werde!

 

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