Let the Kiwi Experience begin

Tag 119 – Hot Water Beach

Heute ging das Kiwi Experience durch Neuseeland los. Kiwi Experience ist eigentlich nur ein Buspass. Anders als der Greyhound Bus in Australien, kümmert sich Kiwi Experience um vieles mehr. Es ist mehr als nur ein Buspass. Das Konzept finde ich einfach genial. Man steigt an jedem Stop aus, den der Bus macht und muss sich um keine Unterkunft kümmern. Auch die Touren werden von der Gesellschaft organisiert. Man hat den Kopf also wirklich frei und muss sich um nichts weiter den Kopf zerbrechen. Einfach Spaß haben und Neuseeland genießen! Wie das Konzept aber genau abläuft, wusste ich zuvor auch nicht. Ich habe es einfach auf mich zukommen lassen.

Um rechtzeitig zum Bus zu kommen, musste ich schon um 6:50 Uhr aufstehen. Bevor es runter in die Küche ging, habe ich mich schonmal fertig gerichtet und all mein Zeug zusammen gepackt. Zum Frühstück gab es heute mal Schokoporridge. Sophie hat mir ja Kakao mitgegeben. Das ist eine super Abwechslung. Anschließend bin ich auch schon an die Rezeption zum Auschecken. Das Hostel fande ich wirklich klasse. Nur der Weg zum Supermarkt ist etwas länger als normalerweise. Trotzdem kann man sich darüber nicht beklagen. Ich habe mich die Nacht recht wohl gefühlt.

Die Busstation war glücklicherweise nicht weit von meinem Hostel entfernt. Das Wetter war leider gar nicht gut. Es hat nur geregnet. Eigentlich hat es puren Sonnenschein vorhergesagt. Aber da steckt man eben nicht drin. Um 8:15 Uhr sollte ich an der Haltestelle warten. Das habe ich auch pünktlich geschafft. Beim Warten habe ich mich schon mit einem indischen Pärchen unterhalten. Die nehmen den gleichen Bus wie ich. Und dann kam er auch schon. Aus dem grünen Bus ist ein junger, freundlicher, junger Typ ausgestiegen und hat uns erstmal begrüßt. Dann ging es auch schon in den leeren Bus. Später sind noch einige mehr eingestiegen. Das heutige Ziel war Hot Water Beach. Schon als wir losgefahren sind, hat man gemerkt das es kurz vor Ostern ist. Auch hier schien heute ein Feiertag zu sein. Die Straßen waren nämlich einfach dicht. Wirklich nervig der Osterverkehr. Durch Neuseeland läuft genau eine Haupt- Autobahn. Da war Stau schon vorprogrammiert. Aber was soll’s. Unser Busfahrer ist auf jeden Fall ziemlich cool drauf. Er hat erstmal einiges über sich selbst erzählt, dann erläutert wie der Tag heute aussehen wird und uns die restliche Zeit mit guter Musik unterhalten. Wir konnten uns einfach ausruhen. Ein wenig Schlaf nachholen wäre für mich auch nicht schlecht gewesen.

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Schon beim Fahren bin ich ein Fan von diesem Land geworden. Ich bin erst ein Tag hier und schon total begeistert. Egal wo man ist. Wenn man aus dem Fenster schaut, wird man konstant mit wunderschöner Natur konfrontiert. Es ist so grün, so natürlich, einfach traumhaft schön! Anders kann ich das nicht beschreiben. Auf dem Weg sind wir untereinander schon etwas ins Gespräch gekommen. Wir hatten dafür ja auch genügend Zeit. Statt 2 – 2,5 Stunden Fahrt, waren wir schlussendlich ca. 6,5 Stunden unterwegs. Wirklich nervig! Aber so lange Fahrten bin ich ja noch von Australien gewohnt. Es kam mir auch gar nicht so extrem lange vor. Bevor wir dann endgültig zum Hostel gefahren sind, haben wir noch einen kurzen Stop in einem kleinen Städtchen gemacht. Dort hatten wir dann die Möglichkeit uns Lebensmittel fürs Abendessen, Mittagessen oder einfach Snacks zu kaufen. Einige Leute aus dem Bus waren schon zusammen bei den „Bay of Islands“ ganz im Norden von Neuseeland. Die haben sich also schon besser gekannt. Die haben dann gleich beschlossen zusammen zu kochen. Wir anderen kannten uns noch nicht wirklich. Deshalb hat jeder erstmal sein Ding gemacht. Viele wollten sich auch einfach Fish and Chips zum Abendessen kaufen. Aber da konnte ja jeder selbst entscheiden was er gerne möchte.

Um 14:45 Uhr waren wir schließlich an der Unterkunft in Hot Water Beach. Die war mir echt sympathisch. Eigentlich hat sie mich eher an einen großen Campingplatz erinnert. Es gab eine Art Bungalows, Campingwagen, Zelte und kleine Häuschen bzw. Kontainer. Es war auch echt cool, dass wir alle zusammen in den Zimmern waren. Es schein so, als dass wir die nächsten Tage alle zusammen verbringen werden. Das hat mich irgendwie gefreut. Um 15:30 Uhr haben wir uns dann alle mit Strech, dem Busfahrer, im Bus getroffen. Denn am Nachmittag hatten wir die Möglichkeit kostenfrei zur Cathedral Cove zu gehen. Auch eine Kajak- Tour wurde angeboten. Dafür haben sich allerdings nur 3 Personen von uns entschieden. Und im Nachhinein bin ich auch froh, mein Geld nicht dafür ausgegeben zu haben. Die anderen waren nämlich nicht begeistert. Zudem haben wir genau gleich viel gesehen, wie die Kajak- Fahrer.

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Wir sind also mit dem Bus ein Stück Richtung dem Ort Coromandel gefahren. Dort hat uns Stretch dann abgeladen. Schon auf dem Weg dorthin hatten wir eine phänomenale View. Mir kommt es schon vor, dass man in Australien und manchmal auch in Asien aus jedem schönen Ding eine Sehenswürdigkeit macht. Hier fährt man ständig durch atemberaubende Kulissen. Da muss man in anderen Ländern suchen. Von der Platform aus hatte man einen tollen Blick auf das Meer und die verrückten Felsformationen. So konnte man die Natur Neuseelands doch auch mal einfangen. Bilder vom Bus aus zu machen finde ich persönlich immer schwer.
Von dort aus ging es einen ca. 40 – minütigen Weg entlang. Den haben wir uns alle etwas einfacher vorgestellt. Es ging eigentlich die ganze Zeit Berg auf und Berg ab. Aber so viel wie wir im Bus sitzen, hat das auch mal nicht geschadet. Das gute daran war einfach, dass man konstant damit beschäftigt war, die Gegend zu genießen. Das Meer, die Felsformationen, die grünen Wiesen, die Kühe, der Wald und die weite Landschaft ergeben zusammen einfach eine wahnsinnige Kulisse. Der Walk war echt schön. Und wir wurden unten auch dafür belohnt.

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Natürlich waren wir nicht alleine am Strand. Aber das konnte man auch verstehen. Es war wunderschön. Vor allem die berühmte Cathedral Cove hat mich beeindruckt. Irgendwie sieht alles so unreal und unnatürlich aus. Dennoch weiß man einfach, dass das hier wirklich alles echt ist. Von allen Seiten sehen die Felsen ganz anders aus. Es ergeben sich immer wieder neue Bilder, je nach Blickwinkel. Auch vom Wetter her hatten wir extrem Glück. Bei Regen wäre das kein toller Ausflug gewesen. Danach sah es heute morgen ja noch aus. Das Wetter wechselt hier allerdings im Minutentakt. Das kann manchmal gut, manchmal aber auch schlecht sein. In dem Fall waren wir echt zufrieden. Das Wasser war recht kalt. Dennoch haben die meisten von uns entschieden, ins Meer schwimmen zu gehen. Man weiß ja nicht, ob man in Neuseeland nochmal die Chance dazu bekommen wird. Hier ist es übrigens gerade Herbst. Da sind die Temperaturen auch nicht mehr so hoch. Baden zu gehen war auf jeden Fall eine gute Entscheidung. So haben wir uns untereinander jetzt auch einmal richtig kennengelernt. Die Gruppe scheint mir super nett zu sein. Vor allem genieße ich es gerade, Englisch sprechen zu müssen. Wir sind eine recht gemischte Gruppe. England, Wales, Deutschland, Norwegen, Schweden, Kanada, Irland und Indien sind vertreten. Ich glaube das wars. Auch eine gute Mischung von Jungs und Mädels ist es. Bisher habe ich wirklich nichts auszusetzen. Das Coolste beim Schwimmen war die Entdeckung einer kleinen Höhle. Durchs Wasser sind wir in die Öffnung gestiefelt und hatten innen im Felsen einen kleinen Privatstrand. Echt magisch! Ein wirklich schöner Ort.

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Gegen 17:15 Uhr mussten wir uns wieder auf den Rückweg begeben. Jetzt ging es die ganzen Treppen wieder hinauf. Aber eigentlich ging es wirklich. Die Aussicht konnten wir so noch einmal voll und ganz genießen. Am Carpark hat Stretch schon auf uns gewartet. Nachdem wir alle zusammen waren, ging es auch wieder zurück zur Unterkunft.
Dort haben wir uns gleich alle in die Küche zum Kochen gestürzt. Irgendwie hat jeder etwas mit Reis gekocht. Es wurde Reis mit grünem Curry, Gemüse-Reis Pfanne, Reis mit indischem Chicken-Curry und bei mir Gemüse- Kidneybohnen- Tomatenreis Pfanne gekocht. Die Küche war nicht die Beste. Aber wir haben alle unser Bestes gegeben. Nachdem wir alle fertig mit Essen waren und auch die Küche wieder einigermaßen in Ordnung war, haben wir uns wieder zurück ins Zimmer begeben. Bevor es heute Nacht nochmal los geht, wollten wir einen kleinen „Nap“ einlegen. Manchmal fallen mir schon gar nicht mehr die deutschen Worte ein. Zu meiner Überraschung bin ich wirklich eingeschlafen. Ganz erschrocken sind wir alle aufgewacht, als zwei Stunden später der Wecker geklingelt hat.

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Um 23:30 Uhr wollten wir uns nämlich alle noch einmal treffen um an den Strand zu gehen. Wenn man in Hot Water Beach ist, muss man schließlich auch am Strand gewesen sein. Da wir heute morgen so einen Stau hatten, hat es nichtmehr gereicht tagsüber an den Strand zu gehen. Den Hot Water Beach kann man nur bei Ebbe genießen. Ansonsten ist es eben ein ganz normaler Strand. Deshalb haben wir uns auch entschlossen so spät nach vorne zu gehen. Denn um diese Uhrzeit hat die „low tight“ wieder begonnen. Ich konnte mir eigentlich gar nicht wirklich vorstellen was „Hot Water Beach“ sein soll. Zuvor habe ich nur ein paar Bilder gesehen, wie man sich mit Schaufeln einen Art Pool gräbt und darin badet. Aber erst als ich vorne angekommen bin, habe ich realisiert, wie cool das hier eigentlich ist. Schon beim Laufen hat man gemerkt, wie der Sand an vielen Stellen ganz warm ist. Echt komisch. Immer weiter Richtung Wasser, kam auf einmal überall brühend heißes Wasser aus dem Boden. So verrückt! Man hat sich wirklich die Füße verbrannt, so heiß war das. Wie kann sowas bitte natürlich entstehen? Einfach nur unglaublich.

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Einige Leute waren schon vor uns da und haben bereits in ihren selbstgebauten Pools gebadet. Wir haben dann auch versucht eine gute Stelle zu finden. Das beste ist, wenn sich das brühend heiße Wasser mit dem kühlen Meerwasser vermischt. Dann entsteht die perfekte Temperatur. Die Jungs haben fleißig mit den Schaufeln gegraben. Den wirklich perfekten Badepool haben sie aber nicht hinbekommen. Wir haben uns also lieber nur mit den Füßen im heißen Wasser verweilt. Draußen war es auch wirklich super kalt. Und ganz nass und sandig wieder zurück laufen wäre vielleicht nicht die beste Idee gewesen. Deshalb war das für mich so besser. Trotzdem ein verrücktes Erlebnis. Manche sind aber auch natürlich stundenlang in den Pools gelegen, haben neue Becken gebaut und die Sterne angeschaut.

Irgendwann sind wir dann auch wieder zurück. Auf dem Weg durch den Wald konnten wir sogar ein Paar Glühwürmchen entdecken. Wirklich besonders, die einfach so im Wald zu finden. Froh waren wir aber nur alle, wieder zurück im Zimmer zu sein. Wir waren so müde. Ich habe nur schnell den Sand abgewaschen und bin gleich ins Bett gehüpft. Daran denken, dass ich in etwas mehr als 5 Stunden wieder aufstehen muss, wollte ich nicht. Aber wie Stretch immer sagt: „Wir sind ja nicht in Neuseeland um zu schlafen“.

 

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