The power of nature

Tag 122 – Taupo

Heute ging es etwas später los. Um 9:30 Uhr mussten wir fertig gerichtet am Kiwi Bus stehen. Davor ging wieder das Übliche vor sich. Ich bin aufgestanden, hab mich gerichtet, bin frühstücken gegangen und hab mein Gepäck fertig gepackt. Die Küche war wirklich nicht die Leckerste. Manchmal ist es schon wiederlich wenn jeder irgendwo sein Zeug rumfahren lässt und nichts wirklich sauber ist. Aber so ist das eben oft in Hostels. Nachdem wir dann alle ausgecheckt haben ging es schon zum Bus. Die vier Leute, die in der Maori Village geschlafen haben, waren auch schon dort. Aber auch ganz viele neue Leute haben sich im Bus wiedergefunden. Irgendwie ist es ja cool, neue Leute kennenzulernen. Allerdings ist es auch schwer. Man hat sich schon so an seine Gruppe gewöhnt, dass man sich gar nicht mehr so mit anderen abgibt. Außerdem sind die auch schon ihre eigene Gruppe. Dennoch gibt es immer mal wieder ein paar nette Leute, die auch Anschluss suchen.

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Die Fahrt nach Taupo ging dann schließlich los. Einen Zwischenstopp haben wir bei „Te Puia“ eingelegt. Das ist der Größte Geysir hier in der Gegend. Eine Tour hat „nur“ 35 Dollar gekostet. Das haben die meisten von uns akzeptiert. Außerdem waren auch noch einige andere Dinge im Prei mit Inbegriffen. Nachdem wir die Tickets hatten, hat uns gleich ein junger Maori empfangen. Er schien super gechillt. Zu Beginn ging es erstmal in eine Art Schule bzw.Handwerkerraum. Hier wurde uns etwas über die Kunst der Maori erklärt. Die Männer saßen unten in einem großen Raum und haben an den tollen Holzfiguren gearbeitet. Das Holz stammt aus dem Kauri Baum. Das benötigt wirklich viel Zeit. So viel detailreiche Arbeit steckt dahinter. Je nachdem, wie viele Personen an einer großen Skulptur arbeiten, braucht man 8 Monate – 2 Jahre bis diese fertiggestellt wird. Wirklich der Wahnsinn. Im unteren Bereich kamen wir dann auch zu den Frauen. Sie haben Schmuck bzw. Klamotten aus den Kiwi Federn gefertigt. Diese Schmuckstücke waren allerdings nur für die höchsten Positionen bestimmt.

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Weiter ging die Tour draußen. Dort kamen wir gleich zu dem „Hot cooking pool“. In der kraterähnlichen Öffnung befand sich wirklich sprudelnd heißes Wasser. Und wie der Name auch sagt, wird hier wirklich gekocht. Schon faszinierend, was man alles in der Natur findet und zu was man es nutzen kann. In einen Beutel hat der Guide Eier gegeben. Dann wurde dieser in das heiße Wasser gehängt. Ca. 4 Minuten haben wir gewartet um Frühstückseier zu bekommen. Wenn man die Eier allerdings etwas länger im Beutel lässt, wird das Eigelb fester. Das Wasser beträgt ca. 85 Grad Celsius. Somit wird auch Fleisch und Gemüse in dem Pool zubereitet. Super einfach!

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Der nächste Halt war bei den heißen Schlammbädern. Auf der einen Seite ist es super faszinierend, das sich so heißer Schlamm natürlich bildet und vor sich hin brodelt. Auf der anderen Seite kann das auch ziemlich gefährlich sein. So viele Menschen begehen hier Selbstmord, indem sie einfach in den Pool hüpfen. Wenn man nur einmal in den Schlamm fällt, gibt es kein Weg zurück. Man hat keine Chance irgendwie hinaus zu kommen. Wirklich schlimm! Zudem breitet sich das Areal immer weiter aus. Jede Blase besteht aus neuem Schlamm. Beim Ausbreiten wird alle Natur zerstört. Das kann wirklich böse enden. Den Prozess zu stoppen ist aber auch so gut wie unmöglich.

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Anschließend sind wir endlich zu dem Geysir gekommen. Zu meiner Überraschung hat es auch gar nicht gerochen. Das sind eher die kleinen Pools, die so streng riechen. Hier war das gar nicht der Fall. Leider war der Geysir zu Beginn gar nicht aktiv. Das fanden wir alle super schade. Deshalb hieß es warten. Es konnte ja nicht sein, dass genau zu dem Zeitpunkt wo wir hier sind, nichts passiert. Alles was man gesehen hat war etwas weißer Rauch. Das wars aber auch. Der super blaue kleine See war dennoch wunderschön. Kurz bevor wir gehen wollten ging es dann doch los. Endlich! Immer mehr Wasser ist in die Luft gegangen. Wir haben nur gehofft, das es immer mehr und mehr wird. Schlussendlich sah es einfach nur toll aus. Echt toll! Die gekochten Eier haben wir auch noch mit Salz und Pfeffer gegessen. Schade war es nur, dass wir uns schon wieder Richtung Bus begeben mussten. Gerade dann, als es erst richtig begonnen hat. Eigentlich wurde uns auch versprochen in das Kiwi Haus zu gehen. Dort hätten wir endlich mal die einheimischen Tiere zu Gesicht bekommen. Gerade heute war das Haus aber geschlossen. So Schade! Wieso genau jetzt? Das hat mich schon etwas geärgert. Aber dagegen kann man nichts tun.
Die anderen unserer Gruppe haben in der Zeit einen Bushwalk gemacht. Dabei konnten sie die berühmten California Red Wood Bäume sehen. Die sind einfach riesig sein. Aber so spektakulär soll das auch nicht gewesen sein. Da war ich schon froh die Tour gemacht zu haben.
Taupo haben wir uns immer mehr genähert. Auf dem Weg dorthin durften wir uns für das Tongarironationalpark Crossing eintragen. Das ist die zweitschönste Wanderung der Welt. So viele von uns haben sich schon so sehr darauf gefreut. Auch ich habe super auf diesen Tag hingefiebert. Zwar soll die Wanderung wirklich sehr anstrengend sein und ca. 8 Stunden gehen. Aber jeder schwärmt davon und erzählt, dass es das Highlight der Nordinsel sein soll. Deshalb wollte ich das unbedingt machen. Nachdem wir uns alle für den Shuttle zum Nationalpark eingetragen haben, kam die Ansage von Stretch! Das Crossing wurde wegen des Wetters für morgen abgesagt. Ich habe gedacht ich höre nicht richtig. Das durfte doch nicht war sein. Wenn man nach draußen geschaut hat, war der Himmel strahlend blau. Das Wetter hätte nicht besser sein können. Wie konnte es morgen dann zu schlecht zum wandern sein? Ich habe es nicht verstanden. Um ehrlich zu sein habe ich auch nicht damit gerechnet, dass man so etwas absagen kann. Man kann doch bei jedem Wetter laufen, oder nicht? So nervig! Mich hat das zu Tode aufgeregt. Meine Laune war wirklich im Eimer!

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Trotzdem es gab es einen Stop bei den Haka Falls. Wir hatten alle keine Ahnung was das schon wieder sein soll. Aber umso mehr hat uns der Ort überrascht. Wirklich super beeindruckend sind die Massen an Wasser hinuntergeströmt. Der Wahnsinn! Dennoch konnte ich es wegen der tollen Botschaft zuvor einfach nicht so genießen bzw. wertschätzen. Jeden hat es nur genervt. Vor allem Jochen hat es aufgeregt. Er ist schon 5 Monate in Neuseeland, war schon einmal in Taupo, hat dort aber nicht das Crossing gemacht, ist deshalb jetzt nochmal hingegangen, hat nur noch einige Tage in Neuseeland übrig bevor er nach Hause geht, und jetzt wird diese Tour abgesagt. Ein Tag vorher, und das Crossing wäre stattgefunden. Aber gut! Jetzt wollten wir es einfach vergessen und den Wasserfall genießen. Auch ein Gruppenfoto, mit fast allen, haben wir noch zustande bekommen.

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Bis nach Taupo war es ab dort nichtmehr weit. Jeder ist irgendwie in ein anderes Hostel gegangen. Keiner wollte ins Base! Außerdem sind die anderen Hostels auch viel billiger und schöner gewesen. Die meisten meiner Gruppe haben das Bob´s Hostel gebucht. Karl und ich hatten uns zuvor gar nicht darum gekümmert. Im Bob´s war nur noch ein Platz frei. Deshalb hat er für uns beide die Rainbow Lodge gebucht. Und das war auch eine super Entscheidung. Schon als wir dort angekommen sind haben wir uns super wohl gefühlt. Das Hostel ist ganz klein. Die Leute dafür umso freundlicher. Ein Hostelhund gibt es auch. Der hat uns gleich begrüßt. Auch die Zimmer sind wirklich gut für ein Hostel und sogar WLAN gibt es. Somit habe ich mich erstmal ins Bett gechillt und das Internet ausgenutzt. Endlich konnte ich auch mal wieder einen Blog hochladen. Das ist echt ein Gemache.

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Später wollte Karl dann aber noch ein bisschen los, die Stadt erkunden. Taupo ist nicht wirklich eine Stadt, eher ein kleines Städtchen. Ich hab mich ihm dann einfach angeschlossen. Auch ein etwas komischer Zimmerkameraden aus Israel wollte mit. Zusammen ging es gleich mal an den See. Taupo liegt am größten Süßwassersee in Neuseeland. Hier sind wir einfach etwas entlang gelaufen. Viel zum Sehen gibt es aber nicht. Deshalb haben wir uns dazu entschieden den anderen im Bob´s einen Besuch abzustatten. Die meisten haben es sich auf der Terasse gemütlich gemacht. Eigentlich wollte jeder nur chillen und nichts tun. Ein Paar haben sich dann aber auch dazu entschlossen an den See zu gehen. Ich bin dann erstmal in den Countdown um etwas zum Abendessen einzukaufen. Danach bin ich auch wieder zurück ins Hostel gelaufen. Im Zimmer habe ich gleich noch ein nettes Pärchen kennengelernt, welches heute das Crossing gemacht hat. Die schönen Bilder und das Schwärmen haben mich wirklich neidisch gemacht. Das es so eiskalt und wirklich hart gewesen sein soll, war keine Überraschung. Ich habe einfach nur dem Crossing hinterher getrauert. Ein blöder Tag früher hier und wir hätten es machen können. Ich überlege immer noch, einen Tag zu verlängern und mein Glück dann zu versuchen. Aber mal sehen.

Zum Kochen habe ich mir heute wieder eine Couscouspfanne gemacht. Ich hatte einen echt großen Hunger. Da habe ich mich jetzt echt auf das Abendessen gefreut. Danach konnte ich mich voll und ganz dem Blog widmen. Naja, eigentlich habe ich die Zeit eher für YouTube Videos und zum Skypen genutzt. Zum Schreiben hatte ich keine Motivation. Ich wollte einfach nur chillen. Und dann bin ich auch ins Bett, mit der Hoffnung, dass das Crossing übermorgen stattfinden wird.

 

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