I can fly

Tag 131 – Franz Josef

Heute hätte der schönste Tag meines Lebens sein können. Aber nein! Es wollte wieder nicht so laufen wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem bin ich noch glücklich aus diesem Tag heraus gekommen. Bei einer Sache hatte ich wirklich großes Glück. Dennoch fing der Tag enttäuschend an. Um 7:00 Uhr sind wir schon wieder aufgestanden. Danach haben wir uns fertig gerichtet und haben gefrühstückt. Wenigstens Auschecken und Packen mussten wir heute nicht. In Franz Josef bleiben wir zwei Nächte. Das tut echt mal gut. Hier gibt es so einige Aktivitäten. Da lohnt es sich etwas länger zu bleiben.

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Wie ich euch gestern schon erzählt habe sollte heute der Heli Hike stattfinden. Dabei fliegt man mit dem Helikopter auf den Gletscher, macht eine 3 stündige Wanderung auf dem Eis und fliegt wieder zurück. Als wir aufgestanden sind haben wir erst einmal nach draußen wegen des Wetters geschaut. Wir haben uns so gefreut. Blauer Himmel! Yes! Auch gewindet hat es nicht. Vielleicht ein ganz kleines bisschen, aber das war nicht der Rede wert. Dick eingepackt haben wir uns auf den Weg zur Office gemacht. Die haben wir natürlich nicht auf Anhieb gefunden. Da hatten wir schon Panik, zu spät zu kommen. Schlussendlich haben wir uns aber immer weiter dem Treffpunkt genähert. Aber schon davor sind uns Kira und Antonia entgegen gekommen. „Es wurde abgesagt“! Ich war erst einmal geschockt. Das durfte doch nicht wahr sein. Es ist das schönste Wetter und es wird abgesagt? Nicht im Ernst! Ich war jetzt schon super enttäuscht und einfach nur traurig. Ich wollte es gar nicht wahr haben und bin weiter zum Büro gelaufen. Alle kamen mir mit trauriger Miene entgegen. Wieso? Wieso auch das. Erst der Hike, jetzt der Gletscher Ausflug. Irgendwie soll es einfach nicht sein. Haben wir irgendwas gemacht, weswegen alles den Bach hinunter geht? Einfach nur Schade, enttäuschend und nervig! Abgesagt wurde es wegen zu starkem Wind oben in den Bergen. Der Helikopter wäre nicht im Stande gewesen zu landen. Naja, das mussten wir akzeptieren.

Positiv denken konnte ich aber ganz und gar nicht. Auf der Skydive am morgen und die Scenic Flight wurden abgesagt. Wir haben wie wild bei allen möglichen Anbietern nachgefragt, ob es eine andere Möglichkeit gibt. Aber es wollte einfach nicht klappen. Deshalb wollten die anderen vier eine 8- stündige Wanderung machen, um den Gletscher zu sehen. Mein Problem war nur, dass ich mich am Mittag für den Skydive hier eingetragen habe. Ob dieser stattfindet? Keine Ahnung! Ich hab mich wirklich in einer Zwickmühle befunden. Um 2:00 Uhr muss ich spätestens wieder am Hostel sein. Dann wird entschieden, ob der Fallschirmsprung stattfindet oder nicht. Echt blöd, dass sie das nicht vorher wissen. Aber da hat eben wieder das Wetter seine Finger im spiel. Die lange Wanderung konnte ich also auf keinen Fall mitmachen. Wenn dann aber der Skydive abgesagt wird, habe ich den ganzen Tag verschwendet und nichts getan. Das würde mich auch zu Tode nerven. Aus einem super ereignisreichen Tag, dem besten Tag meines Lebens, konnte ganz schnell der blödste Tag werden. Ich habe mich wirklich in einer blöden Situation befunden. Was ich jetzt machen sollte wusste ich auch nicht. Wir sind auf jeden Fall einmal los zum Carpark gelaufen.

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Wahrscheinlich hätten wir lieber auf den Shuttle warten sollen. Wir haben nämlich schon an die 45 Minuten gebraucht um überhaupt zum Startpunkt der ganzen Wanderungen zu kommen. Eigentlich wollte ich den 4-5 Stunden Walk machen. Aber dafür war es jetzt auch schon zu spät. Einfach den langen Walk mitmachen und den Skydive auslassen wollte ich auch nicht. Sonst hätte ich nachher auch noch alles zahlen müssen, wenn es stattgefunden hätte. Außerdem wollte ich es ja unbedingt machen. Deshalb habe ich mich dazu entschieden einen 1,5 stündigen Walk zu machen. Schon bei diesem soll man den Gletscher von Franz Josef sehen können. Die Anderen haben sich dann von mir verabschiedet und mir viel Spaß gewünscht. Alle, so auch ich, haben eher auf eine Absage getippt. Aber wer weiß!

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Der Walk verlief durch das Tal. So hatte man einen schönen Blick auf die schneebedeckten Berge und den Fluss. Auch einige Wasserfälle lagen auf dem Weg. Das hat alles noch einmal besonderer gemacht. Das Highlight war aber natürlich der Gletscher. Schon von weitem hat man ihn sehen können. Der Walk ging immer weiter in die Nähe des Eises. Super beeindruckend fande ich es nicht. Dennoch war es schön und für mich wichtig, den Gletscher zu sehen. Vielleicht ist es für uns Deutsche, Schweizer oder Österreicher auch nicht so besonders, weil wir auch zu Hause viele Berge und viel Schnee haben. Für Asiaten zum Beispiel ist das etwas ganz Anderes. Da gibt es ja viele, die noch nie in ihrem Leben Schnee gesehen haben. Da ist ein Gletscher ganz außergewöhnlich.

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Das mit dem Wind konnte ich erst jetzt verstehen. Im Tal hat es ganz schön durchgezogen. Meine Laune hat sich zwar etwas gebessert. Dennoch habe ich dem Heli Hike hinterhergetrauert. Mich hat es einfach nur genervt. Man ist schließlich nur einmal hier. Und viele Gruppen, die vielleicht ein Paar Tage vor uns dran waren, hatten die Möglichkeit. Aber gut! Ich habe immer noch auf meinem zweiten Programmpunkt heute gehofft. Und deshalb bin ich auch wieder umgekehrt. Ganz erschrocken bin ich, als auf einmal Dani, Andi, Antonia und Kira am Startpunkt saßen. Als wäre ich nicht weggewesen. Ich war echt geschockt. Dani meinte, dass sie auf mich gewartet haben. Dann hat sich aber herausgestellt, dass sie sich einen falschen Weg herausgesucht haben. Der 8 – stündige Walk ist gar nicht in Franz Josef sondern im Nachbarort Fox. Sie haben sich also vollkommen vertan. Ich habe mich vorher ja schon gewundert. Aber gut! Jetzt wollten sie dann doch den Weg machen, den ich zuvor herausgesucht habe. Ich bin allerdings hier geblieben!

Irgendwann gegen 13 Uhr kam dann ein Shuttle. Der war allerdings bis auf den letzten Platz voll. Die Frau meinte aber, dass sie zurückkommen wird und mich holt. Das war wirklich lieb. Aber auch hier war ich wieder 8 Dollar los. Zurück zu laufen hätte ich aber wirklich nichtmehr gewollt. Vor allem wäre das auch zeitlich blöd gewesen. Ca. 5 Minuten vor 14 Uhr wollte ich mich erkundigen, ob der Skydive nun stattfindet oder eben nicht. Aber auch jetzt konnte sie mir noch keine Antwort geben. Erst um 14 Uhr sagen sie Bescheid. Lächerlich! Deshalb bin ich kurze Zeit später wieder hinunter gegangen. Da kam auch Lee gleich mit. Der hat sich auch für den Sprung heute Mittag eingetragen. Ich hätte fast geschrien, als die Zusage kam. Ok, ich habe geschrien. „Es findet statt“! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie sehr ich mich gefreut habe. In diesem Moment stieg aber auch gleich die Aufregung. Einen Fallschirmsprung zu machen stand schon immer ganz ganz oben auf meiner Bucketlist. Und jetzt geht er in Erfüllung. Ich konnte es noch gar nicht glauben! Aber bevor es losging, ging es nochmal kurz ins Zimmer.

Um 14:30 Uhr kam der Shuttle um uns alle abzuholen. Es waren echt viele Leute. Auch diejenigen, bei denen es heute morgen abgesagt worden ist, wollten jetzt nochmal ihre Chance ergreifen. Unser Fallschirmsprung war aber gar nicht in Franz Josef selber, sondern in Fox. Allgemein ist der Skydive am Fox Glacier der zweitschönste der Welt. Deshalb wollte ich ihn auch unbedingt hier machen. Eigentlich hat man hier in fast jedem Ort die Möglichkeit. Deswegen war ich mir auch so unsicher, ob ich wirklich bis Franz Josef warten soll. In Taupo und vor allem in Abel Tasman war das Wetter wirklich gut dafür. Wenn ich dann auf Franz Josef gewartet hätte und es nicht stattgefunden wäre, wäre ich echt traurig gewesen. Aber genauso hätte es mich auch genervt, wenn ich es schon gemacht hätte und es hier dann stattgefunden wäre. Wie auch immer! Es hat geklappt! Es war gut, gewartet zu haben!

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Nach einer ca. 30 minütigen Fahrt sind wir in Fox angekommen. Nach einer kleinen Einweisung wurden wir in Dreiergruppen hintereinander aufgerufen. Ich hatte schon jetzt ein ganz komisches Bauchgefühl. Wir alle haben eine Ganzkörperanzug anbekommen. Auch Handschuhe, eine Mütze und eine durchsichtige Brille gehört zum Equipment. In Australien zum Beispiel springt man genau so wie man ist, in T- Shirt und kurzer Hose. In Neuseeland ist das anders. Ich war aber auch froh darum. Dort oben ist es sicher nicht so warm wie in Australien.
Das Warten war für mich das Schlimmste. Nur ein kleines Flugzeug gab es, indem drei Leute von uns mit den drei Partnern hinein gepasst haben. Da musste man schon etwas warten. Angst hatte ich nicht. Ich war nur aufgeregt. Eigentlich konnte ich es gar nicht wirklich glauben, dass ich endlich meinen Traum erfüllen konnte. Fliegen und die Welt von oben sehen!

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Dann ging es los! Ahhhhhhh! Einer nach dem anderen sind wir ins Flugzeug eingestiegen. Das hatte keine Sitze oder sonst was. Mein Partner hat mich versucht zu beruhigen. Dann ging es 16,500 Meter hoch in die Luft. Als er mir nach einziger Zeit gesagt hat, dass wir noch mehr als die Hälfte vor uns haben, war ich geschockt. Ich dachte wir wären schon da. Man hat gespürt wie es immer kälter und kälter wurde. Irgendwann hat mein Tandempartner mir auch gezeigt, dass er mich bei sich einhängt. Da war ich schon beruhigter. Bei 10,000 Metern haben wir eine Sauerstoffmaske anbekommen. Zum normalen Atmen wird die Luft dann zu dünn. Irgendwie hat mich das wieder nervös gemacht. Die View allerdings war jetzt schon der Wahnsinn. Ich konnte meinen Augen gar nicht trauen. Ich war kurz vorm Weinen, weil es so schön war und ich gar nicht glauben konnte, was gerade passiert. Aber dann wurde es ernst!

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Die Tür ging auf! Lee ist als ersten gesprungen. Dann kam der Mann neben mir an die Reihe. Und schon saß ich an der Tür, hab die Beine nach draußen gehängt, den Kopf nach hinten gestreckt und mich mit den Händen an der Ausrüstung festgehalten. Und schon ging es los! Wir sind einfach aus dem Flugzeug gesprungen. Sogar wenn ich das so im Nachhinein schreibe kommt es mir unglaublich und so unreal vor. Wir sind einfach aus 16,500 Metern gesprungen. Ich habe nur geschrien und geschrien. Ich glaube lauter wäre es nicht gegangen. Ich kann gar nicht beschreiben, was das für ein Gefühl war. Der freie Fall war unglaublich lange. Über 70 Sekunden sind wir einfach so gefallen. Das ist eine lange Zeit. Ich habe ganz vergessen zu atmen. Ich war wirklich nur am schreien und hab mein Mund gar nicht zubekommen. Irgendwann habe ich dann auch den Druck in den Ohren gemerkt. Den musste ich erst einmal loswerden. Und dann wäre es auch mal Zeit für den Fallschirm gewesen. Wir sind einfach nur auf den Boden zugestürzt. Eine Ewigkeit! Aber dann kam der Moment. Der Fallschirm hat sich geöffnet. Noch nie war ich glücklicher in meinem Leben. Die Aussicht hätte auch nicht besser sein können. Man hat die Berge gesehen, den Gletscher, das Meer, ganz viele Seen und einfach die grünen Wiesen. Es war wunderschön! Auch das Wetter war der absolute Hammer. Keine Wolke befand sich am Himmel. Man konnte alles, wirklich alles, sehen.
Mein Tandempartner hat mir noch die verschiedene Berge gezeigt. Dann durfte ich sogar selber den Fallschirm lenken. Es war so cool einfach so durch die Luft zu fliegen. Ein unglaubliches Gefühl. Meiner Meinung nach muss das jeder einmal ausprobiert haben.
Ich wollte gar nicht an Land. Aber das ging dann schneller als gedacht. In einem Affenzahn sind wir auf den Boden zugerast. Und das wars auch schon! Ich habe gar nicht realisiert, dass es das gewesen ist. Das war definitiv das coolste, was ich bisher gemacht habe. Und das ist mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen.

Beim Zurückfahren war ich nur echt überrascht, wie viele Sprünge die Guides schon hinter sich haben. Wenn Hauptsaison ist, springen die alleine schon 13-15 Mal am Tag. Das ist doch der Wahnsinn oder? Ca. 1500 Sprünge haben sie schon hinter sich. Das könnte ich mir nicht vorstellen. Für mich muss es auf jeden Fall etwas Besonderes bleiben. Und das wird es ganz bestimmt!
Zurück am Startplatz haben wir gleich unsere Sticks mit dem Video bekommen. Auch ein Pullover habe ich mir noch gekauft. Ich wollte mir eh einen aus Neuseeland besorgen, weil es hier so kalt ist. Und dieser Fallschirmsprung ist für mich wirklich etwas Besonderes. Der hat den Aufdruck auf dem Pulli verdient.

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Gegen 18:20 Uhr sind wir wieder am Hostel angekommen. Jetzt war wieder so, als wäre nichts gewesen. Willkommen in der Realität! Dani und Andi waren noch nicht da. Eigentlich wollte ich schon anfangen zu kochen. Allerdings hatte ich keine Ahnung wo Dani die Sachen hingepackt hat. Die anderen haben mich schon komisch angeschaut, als ich in dem Kühlschrank rumgesucht habe. Deshalb bin ich ins Zimmer und habe auf die gewartet. Sie kamen dann aber auch gleich. Und schon ging’s in die Küche. Heute wollten wir zusammen ein Green Curry mit Shrimps kochen. Etwas Besseres hätten wir nicht aussuchen können. Es hat grandios geschmeckt. Reis und Green Curry gehört definitiv zu meinen Lieblingsgerichten nach Asien. Natürlich schmeckt es nicht wie dort. Aber dennoch waren wir alle mehr als happy und begeistert.

Im Zimmer wollen die Beiden natürlich unbedingt das Video sehen. Zum Glück hat Andi ein Laptop dabei. Ansonsten hätte ich es erst zu Hause ansehen können. Wir haben fast geheult vor lachen. Ich hab echt die ganze Zeit nur geschrien. Und die Perspektive beim Filmen ist zu lustig. Nicht wirklich vorteilhaft, aber lustig. Man hat mir wirklich angesehen, wie aufgeregt ich war! Auf jeden Fall ist es ein tolles Andenken. Ich bin schon ganz gespannt das Video meiner Familie zu zeigen. Denen habe ich übrigens gar nichts davon gesagt. Das WLAN ist ja überall bescheiden. Deshalb wollte ich aber jetzt mal versuchen zu Skypen. Und es ging sogar einigermaßen. Die wussten erst gar nicht was ein Skydive ist. Als ich dann gemeint habe, dass man da auf dem Flugzeug springt ist denen fast die Kinnlade runtergefallen. Ist ja auch verständlich. Aber hier in Neuseeland ist das schon fast normal.
Anschließend habe ich noch eine Blog geschrieben. Antonia, Kira und die anderen Zwei sind in der Zwischenzeit noch in die Bar. Das haben sie aber auch eher wegen des WLANs gemacht. Anschließend sind wir auch alle ins Bett.
Ein verrückter Tag! Erst so eine Enttäuschung und dann konnte ich doch noch einen großen Traum von mir erfüllen. Ich habe einen Fallschirmsprung gemacht, am 11.04.2018 am Fox Glacier. Der zweitbeste Skydive der Welt!

 

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