Jump and swing

Tag 135 – Queenstown

Ein aufregender Tag liegt hinter mir. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, was ich getan habe. Aber ich habe es getan! Und das war einfach nur ein unbeschreibliches Gefühl. Ich hatte so eine Angst! Angefangen hat der Tag ganz entspannt. Ich konnte endlich mal ausschlafen. Aber so gut schlafen wegen der Erkältung konnte ich gar nicht. Eigentlich ziemlich schlecht. Aber das ist ja immer so, wenn man einmal liegen bleiben könnte. Zusammen mit Dani und Andi bin ich dann in die Küche zum Frühstücken. Dort haben wir erst einmal besprochen, was wir heute so machen wollen.

Queenstown ist ja die Aktion- Stadt schlecht hin hier. Jeder der mir bisher von Neuseeland berichtet hat, hat nur von Queenstown geschwärmt. Von wirklich fast jedem ist es der Lieblingsort! Ich war echt einmal gespannt. Auf jeden Fall kann man hier echt Spaß haben. Das einzigste was man braucht ist Geld! Alles ist super teuer. Dennoch wird theoretisch alles angeboten, was das Herz begehrt. Ob Jetboat fahren, Bungy Jumping, Fallschirm springen, Swing, Pferde reiten, Zip Lining, wandern oder Dampfschiff fahren. Echt alles wird hier angeboten. Gerade wegen dieser Aktivitäten ist Queenstown bekannt und beliebt. Der höchste Bungy Jump und die höchste Swing befindet sich auch hier. Da können einige nicht nein sagen. So wollte auch ich, wenn ich einmal die Möglichkeit habe, eine Aktivität machen. Zum Bungy Jumping habe ich mich erst nicht getraut. Eigentlich war ich auch einfach nicht so interessiert dran. Viel mehr wollte ich die Canyoning Swing ausprobieren. Das soll die coolste Swing sein. Nicht die Höchste, aber die Coolste. Ich habe keine Ahnung wieso! Aber das hat zumindest jeder Fahrer und Guide gemeint. Als Finn mir dann gestern Abend aber sein Bungy Jumping Video gezeigt hat, habe ich fast ein Herzinfarkt bekommen. Das sah wirklich krass aus. Da habe ich auch wenig die Lust dazu bekommen. Jetzt bin ich aber bei meinem Swing geblieben. Dafür habe ich mich ja schließlich eingetragen.

Die anderen Beiden hatten heute nichts wirklich vor. Sie wollten erst beide mitkommen. Allerdings hätten sie dann 20 Dollar bezahlen müssen. Dani ist deshalb lieber hier geblieben. Sie wollte eh noch ihre weitere Reise planen. Andi wollte allerdings unbedingt mit. Voll lieb. Deshalb sind wir beide dann los zur Office gelaufen. Um 11:00 Uhr sollte ich da sein. Dort haben wir dann eingecheckt. Eigentlich habe ich es noch immer nicht realisieren können. Mir wurde nur ein wenig mulmig zumute als ich die ganzen Videos im Büro gesehen habe. Das sah schon krass aus. Man hat auch so viele verschiedene Möglichkeiten in die Schlucht zu springen. Vorwärts, Rückwärts, Salto, Kopf voraus, im Stuhl, mit einer Rutsche, zu Zweit, vom Handstand aus, mit Dreirad und so weiter. Echt tausend verschiedene Arten. Ich hatte wirklich gar keine Ahnung. Die Mädels die dort gearbeitet haben meinten nur das ganz normal vorwärts die beliebteste Methode sei.

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Nachdem wir etwas gewartet haben sind wir auch schon los in den Van. Die Location war ca. 10 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Dort angekommen mussten wir noch ein Stück auf dem Berg laufen, um zur nächsten Office zu gelangen. Dort haben auch schon Lee, Glen, Jack, Abigail, Emily und Abigail auf mich gewartet. Die haben alle schon den Canyoning Fox bestritten. Das ist Zip Lining zwischen den Klippen. Einige von Ihnen machen auch den Swing mit mir.
Als wir dann unten auf der Plattform standen wurde mir wirklich anders. Wir haben alle erst einmal unsere Sicherheitsgurte anbekommen. Auch eine schön warme Jacke durften wir anziehen. Es war wirklich kalt und wirklich gesund habe ich mich ja auch nicht gefühlt. Deshalb war ich darüber mehr als dankbar. Und dann sollte es auch schon losgehen. Was ich für einen Style wählen sollte wusste ich immer noch nicht. Das hat mich noch mehr verunsichert. Angefangen haben Glen und Jack. Die haben genau so wie Abigail und Lee einen Tandem- Swing gemacht. Ein weiterer Mann ist auch schon vor mir gesprungen.

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Dann kam ich an die Reihe. Ich hatte so eine Angst. Der Fallschirmsprung hat mir wirklich fast nichts ausgemacht. Davor hatte ich gar keine Angst. Ich war nur aufgeregt. Hier war es etwas ganz anderes. Hier springe ich alleine und das auch noch von mir aus einfach so in die Schlucht. Beim Skydive muss man nichts tun und wird quasi nach draußen gezogen. Ich konnte einfach nicht von mir aus springen und mich einfach so in die Schlucht stürzen. Das geht einfach total gegen den menschlichen Willen. Aber ich wollte es ja so. Und wenn, dann richtig! Das dachte ich mir. Ich wollte nicht einfach vorwärts nach unten. Das hat mir keine Sorgen bereitet. Ich „wollte“ kopfüber springen. Jap, ihr habt richtig gehört! Die Jungs neben mir haben erstmal nur Witze gerissen. Ich hab den die Ohren vollgeheult, dass ich das nicht machen kann. Dann irgendwann stand ich an dieser Kante. Schon das nach vorne lehnen war ganz gruselig. Und auf einmal war ich in der Luft! Der Typ hat mich einfach nach unten geschupst. Ich hab gedacht das war ein Witz! Einfach so wirft der mich nach unten. Aber es war geil! Wie ein Köpfer bin ich nach unten gesprungen und bin durch die Schlucht geschaukelt. Der freie Fall betrug 60 Meter. Das war also auch ein Bungy Jump. Den Rest konnte ich nur genießen. Ich konnte echt nicht glauben, das ich es getan habe. Aber das habe ich.

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Die Jungs haben oben erst einmal einen abgefeiert. Die waren auch stolz auf mich. Auch Lee, Glen und Jack haben sich voll gefreut. Mein Video musste ich natürlich auch gleich mal anschauen. Unglaublich! Ich habe gar nicht daran gedacht, dass das alles gefilmt wird. Nachdem aber auch das alles getan war, ging es schon zurück in die Stadt. Hier sind Andi und ich gleich mal zu Dani ins Reisebüro gegangen. Dort hat sie sich wegen ihrer Asienreise informiert. Wir beide sind dann aber noch einmal los in ein Paar Geschäfte. Ich wollte mir unbedingt eine Mütze von hier kaufen. Das habe ich bei der Kälte einfach gebraucht. Außerdem ist es ein schönes Andenken. Und im letzten Laden habe ich sogar eine gefunden. Am See waren wir auch noch kurz. Denn auch Queenstown liegt direkt an einem wunderschönen See. Wirklich wunderschön! Dort gab es auch einen echt tollen Schokoladen- Laden. Da mussten wir auch gleich mal rein. Aber danach sind wir auch zurück ins Hostel. Dani kam dann auch kurz darauf. Und schon sind wir wieder zur dritt losgezogen.

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Um auch mal von oben einen Blick auf die Stadt werfen zu können, wollten wir den Berg hinauf. Davor haben wir noch gesehen, dass es hier ein Kiwi Haus gibt. Da haben wir uns noch kurz informiert. Dani und ich wollten unbedingt noch einen Kiwivogel sehen. Über 40 Dollar dafür auszugeben finde ich lächerlich. Das wird dann wohl doch nichts mehr mit den Kiwis. So Schade! Stattdessen haben wir unser Geld lieber für die Gondel ausgegeben. Die war auch nicht billig. Alles hochlaufen wollten wir aber definitiv nicht. Da haben wir unsere Beine von der Wanderung in Wanaka auch noch zu sehr gespürt.

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Mit der Gondel sind wir ganz easy auf den Berg gekommen. Dort gab es auch gleich eine tolle Aussichtsplattform. Das Wetter war nicht das Beste. Aber wir waren Schlimmeres gewohnt. Weil wir nicht sofort nach draußen wollten, sind wir erst einmal in die Shops gegangen. Da haben wir gleich noch ein paar Postkarten gekauft. Auch einen Jelly Belly Store gab es mit hundert verschiedenen Sorten. Sogar Bilder haben sie aus den süßen Drops ausgestellt. Danach ging es dann doch für uns nach draußen. Wirkliche Lust hatten wir bei dem Wetter nicht. Wir haben uns wirklich schon nach 2 Minuten überlegt wieder umzudrehen. Eine schöne View hatten wir ja schon. Damit hatten wir unser Ziel ja schon erreicht. Aber dennoch wollte ich noch ein wenig laufen. Wenn wir jetzt schon für die Gondel bezahlt haben sollten wir auch ein wenig Zeit hier oben verbringen.
Wir sind keine riesige Runde gelaufen. Dennoch haben wir ein bisschen was gesehen. Die Zeit haben wir uns mit Singen und Songs erraten vertrieben. So hatten wir auch so wieder unseren Spaß. Anschließend sind wir aber wieder nach unten. „Die Gondel war das schönste Erlebnis, welches wir bisher hatten“! Wir haben uns unseren Trip einfach schön geredet. „Jeden Cent war es wert“!

Bevor es aber zurück in Hostel ging, sind wir noch einkaufen gegangen. Heute hatten wir vor unseren Reis aufzubrauchen. Deshalb gab es schlussendlich gebratenen Reis aus Karotten, Brokkoli, Blumenkohl, Erbsen, Ei, Sojasauce und Zwiebeln. Für jeden haben wir auch noch ein Spiegelei gebraten. Rote Beete hatte Dani auch noch übrig. Die hat überraschenderweise super gut dazu gepasst. Zuvor war ich nie ein rote Beete Fan. Jetzt liebe ich sie.

Im Zimmer haben wir noch einmal zusammen Musik gehört. Es war unser letzter Abend zusammen! So traurig! Da mussten wir einfach noch einmal unser Lied hören. Die Zeit war zu schön. Ich werde sie auf jeden Fall vermissen. Natürlich musste ich Dani noch mein Video zeigen. Das war wieder zum Todlachen. Das Skydive Video kam gleich nochmal hinterher. Da haben wir echt wieder geheult vor Lachen. Und danach sind wir noch nach unten in die Küche zum Rommé spielen. Es war echt schöner letzter Abend. Zurück im Zimmer sind wir dann auch nur noch in unsere Betten gefallen. Morgen geht Dani dann weiter in den Süden der Insel. Ich werde sie so vermissen! Selten habe ich so viel gelacht mit Jemanden wie mit ihr. Auch so haben wir uns gegenseitig immer geholfen. Es war einfach eine tolle Zeit. Und wenn ich an Neuseeland zurück denke, dann denke ich auch automatisch an die Zeit mit Dani und Andi!

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