Chilli Vanilli

Tag 142 – Fiji

Ein neuer Tag auf Robinson Crusoe Island begann, wie die letzte Zeit auch, mit dem Frühstück um 8:00 Uhr. Anschließend habe ich mich mit Erin, Mandy und der Familie aus Australien neben die Bar gesetzt und ein wenig das WLAN ausgecheckt. Auch meinen Tagestrip wollte ich heute fertig planen. Ich möchte einfach mehr sehen! Man stellt sich die Fijis ja immer so traumhaft schön vor. Das Paradis habe ich hier noch nicht gesehen. Ich hoffe, dass man bei der Tour einen schönen Strand zu Gesicht bekommt. Es war eine ewige Macherei. Die Frau an der Rezeption meinte, dass ich noch nie deswegen hier gewesen bin. Dabei war ich ja gestern bei ihr. Auch der Preis ist nicht ganz ohne. Den ganze Aufwand muss ich dann eben in Kauf nehmen. Und das ist es mir auch wert. Erin hat sich dann auch dazu entschieden, die Tagestour mit mir zu machen. Sie bleibt dann noch ein wenig länger hier auf der Insel. So können wir uns die Transportkosten zumindest teilen.

Nachdem dann alles geplant war, habe ich mich erstmal fertig gerichtet. Ich bin wirklich so zum Frühstück, wie ich aus dem Bett gekommen bin. Deshalb habe ich mich erst jetzt in die Badeklamotten geworfen. Auf einer Liege habe ich mein Buch weiter gelesen und etwas gedöst. Die Anderen sind noch Schnorcheln gegangen. Ich hatte nicht so die Lust dazu. Außerdem steht Schnorcheln auch morgen auf dem Programm. Ich bin stattdessen lieber mit einer Matratze raus aufs Meer. Die haben zuvor immer die Dänen in Beschlag genommen. Jetzt musste ich meine Chance nutzen.

Anschließend haben die Mädels eine kleine Kokosnuss- Demonstration veranstaltet. Uns wurde gezeigt, wie die alten Kokosnüsse geöffnet werden. Die alten, schon fast vertrockneten Kokosnüsse sind diejenigen, die wir auch aus dem Supermarkt kennen. Wenn man die dicke Schale entfernt, erhält man die typische braune, kleine Kokosnuss. Die jungen, grünen Kokosnüsse werden, wegen des Kokosnusswasser, zum Trinken genutzt. Heute wurde uns aber die Herstellung einer Süßigkeit gezeigt. Zumindest bei den Vorbereitungen konnte man zuschauen. Nachdem die Schale entfernt war, wurden die Kokosnüsse geöffnet bzw. halbiert. Das Kokosnusswasser durften wir probieren. Super süß! Ganz anders, als das Wasser der grünen Exemplare. Das ist nämlich eher süß- säuerlich.

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Mit einem speziellen Gerät wird das Fleisch der Kokosnüsse herausgeschabt. So erhält man Kokosraspeln. Ich hatte echt keine Ahnung, dass man die so herstellen kann. Aus dem geraspelten Fleisch wird dann die Süßigkeit zubereitet. Diese besteht wirklich nur aus Zucker und Kokosnuss. Aber auch die Kokosnussmilch gewinnt man aus dem weißen Part der Kokosnüsse. In einer Art Tuch, welches auch von den Palmen gewonnen wird, legt man ein Haufen der Raspeln. Dann hat jeder von uns einfach seinen Mund geöffnet und den Kopf nach hinten gelegt. Die Mädels haben das Tuch über dem Mund ausgedrückt, sodass die Milch in unseren Mund gelaufen ist. So gut! Wirklich! Man kann den Geschmack gar nicht mit dem zu Hause vergleichen. Da sind wirklich Welten dazwischen. Auch Kokosnussöl gewinnen sie aus dem Fleisch. Man hat schon bei der Milch gemerkt, wie ölig sie war. Das Kokosnussöl verwenden die Frauen vor allem für die Haare und die Haut. Auch bei Sonnenbrand soll es super helfen.
Nun wurde die Süßigkeit in der Küche zubereitet. Davon hat man nichts mitbekommen. Nur das Endergebnis konnten wir probieren. Auch die Anderen sind zu dieser Zeit vom Schnorcheln wieder gekommen. Der nächste Programmpunkt war das Palmen- Klettern. Es war echt der Wahnsinn, als Paka wie ein Affe die Palme hinauf geklettert ist. Eine Kokosnuss nach der Anderen fiel in den Sand. Da durfte sich jeder eine nehmen. Natürlich wurden sie auch für uns geöffnet, damit wir das Wasser daraus trinken konnten. Ein Strohhalm wäre zwar gut gewesen, aber auch so ging es. Fiji- Style eben! Gestern mussten wir noch für die Kokosnuss zahlen. Jetzt bekommen wir sie gratis und direkt vom Baum.

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Zum Mittagessen gab es wieder ein tolles Angebot. Brot, Salat, gebratener Reis, Kartoffeln, Fisch, Süßkartoffeln, Fleisch und Soße hatte es im Angebot. Die Süßkartoffeln hier sind übrigens ganz anders als unsere. Bei uns kennt man die orangenen Süßkartoffeln, die einem vom Geschmack her ein wenig an Karotten erinnert. Hier wird vor allem eine Sorte gegessen. Die Kartoffel ist von außen dunkellila, von innen gelb und hat eine super dichte und reichhaltige Textur. Schmecken tun sie auch vollkommen anders. Süß sind sie auf gar keinen Fall. Es kann ganz schnell trocken im Mund werden, wenn man sie isst. Dennoch finde ich sie sehr lecker. Ich bevorzuge sie sogar zu den normalen Kartoffeln. Es gibt aber auch einige, die sie gar nicht mögen. Das ist wieder total Geschmacksache. Auch eine kleine Show wurde wieder aufgeführt. Die Show am Mittag ist aber immer kleiner, als die am Abend.

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Nachdem Essen habe ich mich wieder einem Blog gewidmet. Ich habe immer noch viel zum Aufholen. Aber ich versuche, so schnell wie möglich alle Blogs aufzuarbeiten. Am Strand habe ich dann wieder mein Buch weitergelesen. Später habe ich mich dann noch einmal entschieden, eine Runde um die Insel zu wagen. Vielleicht klappt es ja diesmal. Jetzt war nämlich Ebbe angesagt. Somit hatte man auch die Chance am Strand zu laufen.
Zu Beginn war ich gleich von den vielen Muscheln angetan. Wirklich! Der ganze Strand bestand nur aus Muscheln. So viele Arten, Formen, Farben und Größen konnte man wiederfinden. Ich habe wirklich einige schöne Muscheln finden können. Ob ich die allerdings mitnehme, weiß ich noch nicht so genau. Bei den zwei schönsten Exemplaren musste ich feststellen, dass sie noch gelebt haben. Da habe ich erst einen Schreck bekommen. Aber die habe ich dann natürlich dort gelassen.

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Als ich ca. zur Hälfte um die Insel rum war, bin ich auf einmal im Mangrovenwald gelandet. Der Strand auf dieser Seite war übrigens um einiges schöner. Hier werden nicht so viele Überreste vom Zyklon angespült. Super lustig sahen aber die Mangrovenbäume aus, welche jetzt ganz im Trockenen standen. Ich hatte in dem Moment keine Ahnung, ob ich mich dadurch wagen soll oder nicht. Ich bin ein Stück gegangen, bin nach kurzer Zeit aber lieber umgekehrt. Wie gesagt, für mich sind Mangroven immer noch ein Zeichen für Krokodile. Das empfinden auch Erin und Nancy so. Cairns lässt da wirklich seine Spuren zurück.

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Durch den Wald bin ich auch nicht gekommen. Es war alles zugewachsen. Keine Chance! Aufgrund dessen bin ich einfach den selben Weg wieder zurückgelaufen. Zum Abschluss habe ich mich im Meer abgekühlt und bin dann auch gleich unter die Dusche. Pünktlich zum Sonnenuntergang war ich wieder vorne am Strand. Das gehört schon zum Ritual, dass wir bei Sonnenuntergang vor der Bar sitzen, zusammen reden, auf das Abendessen warten und das WLAN auschecken.

Heute Abend war es auch ganz ruhig. Keine Show, keine Dänen und keine anderen Touristen, die nur einen Abend kommen. Es waren wirklich nur wir. Erin, die vierköpfige Familie aus Sydney, ein Paar aus Colorado, Mark aus Wellington und ich. Für uns hat das Personal extra einen Tisch gedeckt. Es kam mir vor wie ein Familienessen. Das man nur 9 Leute in einem Resort ist, gibt es auch nicht oft. Das hat es schon ein wenig besonders gemacht. Zum Essen gab es deshalb aber auch nicht so eine große Auswahl wie sonst, wenn viele Touristen zur Show kommen. Es gab Fish and Chips! Das ist jetzt nicht unbedingt mein Lieblingsessen. Es ist eben alles frittiert. Aber dennoch waren vor allem die Kartoffelwedges gut.

Weil morgen dann der Ausflug stattfindet, bin ich auch gleich ins Zimmer gegangen. Mein Zeug richten wollte ich eh noch. Sogar einen Blog habe ich noch geschrieben. Dann musste ich aber auch ins Bett. Morgen geht mein Wecker um 5:25 Uhr runter. Damit habe ich auch nicht gerechnet, während ich in Fiji bin. Aber wenn man eben etwas sehen will, muss man Kompromisse eingehen. Hoffentlich wird es sich lohnen!

 

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