Lost

Tag 144 – Fiji

Nur noch eine Woche! In 7 Tagen bin ich zu Hause. Zu Hause bei meiner Familie und meinen Freunden. Echt unvorstellbar irgendwie. Aber irgendwann kommt es eben zu einem Ende. Und vielleicht ist jetzt auch der richtige Zeitpunkt gekommen. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr. Aber noch ist es nicht so weit. Die Zeit in Fiji ist auch super toll. Also genießen ich die letzten Tage hier noch einmal voll und ganz. Das versuche ich zumindest.

Nachdem wir noch einmal alle zusammen gefrühstückt haben, ist die australische Familie auch schon abgereist. Erin, Mark, ich und die ganze Crew standen zusammen am Strand und haben sie verabschiedet. Natürlich wird auch hier ein Abschiedssong gespielt. Ich habe mich auf jeden Fall gefreut, dass Erin und Mark erst heute Nachmittag die Insel verlassen haben. So konnte ich den Tag noch ein wenig mit Ihnen verbringen.

Heute Morgen bin ich dann aber erst noch einmal zurück ins Zimmer um einen Blog zu schreiben. Ich will hier auf jeden Fall alle Aufschriebe nachholen, um wieder auf dem neusten Stand zu sein. Anschließend wollte ich mich dann vorne auf eine Liege legen und mein Buch lesen. Daraus wurde natürlich nichts! Die dänische Gruppe hat jede einzelne Liege, jede Matratze, Hängematte oder sonst etwas belegt. Auch wenn sie nicht wirklich anwesend waren, lagen überall ihre Handtücher drauf. Das hat mich schon ein wenig genervt. Erin und Mark saßen vor der Bar und haben dort geredet, gelesen und entspannt. Sie haben zu mir nur gemeint, dass sie es schon aufgegeben haben. Die Gruppe benimmt sich echt super rücksichtslos. Als wären sie die einzigsten Personen auf der Insel. Wirklich nervig!

Ich habe dann in einem Stuhl gelesen. Später habe ich mich wieder lieber zu den Anderen gesellt. Schlussendlich hat es mir dann gereicht. Ich hab mich einfach auf den Boden gelegt und dort weitergelesen. Irgendwie hatte man ja keine andere Wahl. Schlimm ist es ja auch nicht. Man war nur aus Prinzip etwas genervt.
Schlussendlich habe ich mich wieder zu Erin gesellt. Luke hat gerade wieder die Kokosnusssüßigkeit vorbereitet. Da durften wir wieder probieren. Vor allem die frisch gepresste Kokosnussmilch ist so unfassbar lecker. Wirklich! Wir waren alle hin und weg. Den Rest der Milch sollten wir uns in die Haare schmieren. Etwas Feuchtigkeit können die gerade wirklich brauchen. Sonne, Salz und Wind sind wirklich eine große Strapaze. Aber das sind wieder Luxusprobleme.

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Wir haben uns beide schon wieder sehr aufs Mittagessen gefreut. Davor konnten wir Paka beim Klettern zuschauen. Jeder der wollte hat wieder eine Kokosnuss zum Trinken bekommen. So gut! Zum Mittagessen gab es heute wieder eine große Auswahl. Gebratener Reis, Kartoffelsalat, Fleisch, Fisch, Salat und allerlei Anderes. Man merkt schon immer wenn auch Tagestouristen zu Besuch kommen. Da geben sie sich etwas mehr Mühe mit dem Essen und der Auswahl.
Anschließend wurde wieder eine kleine Show aufgeführt. Mittags ist sie nie so spektakulär und groß wie Abends. Dennoch haben sie ein schönes Programm einstudiert. Wir können schon halber selber mittanzen, so oft wie wir die Tänze jetzt gesehen haben. Irgendwie ist es ja immer schön. Aber langsam kann ich es schon gar nicht mehr sehen. Und die Musik erst! Unter jedes Lied wird ein „Insel- Beat“ gelegt. So klingt jedes Lied auf eine gewisse Art und Weise total gleich. Aber das macht das Feeling schon auch aus.

Mit Erin und Mark habe ich mich noch schön unterhalten. Mark wollte wissen, was er alles an Essen probieren soll, wenn er in Deutschland ist und wo er genau hin soll. Auch über Kanada und Neuseeland haben wir geredet. Erin hat schon gemeint, dass sie mit mir einen fetten Roadtrip durch Kanada macht, wenn ich sie besuchen komme. Es ist einfach so cool, Leute auf der ganzen Welt zu kennen!

Ich habe mich dann mal meinen Bildern gewidmet und sie auf mein Handy übertragen. Auch einen Blog konnte ich fertig stellen. Und dann war auch schon wieder 16 Uhr! Die Zeit vergeht so schnell. Wirklich! Ich bin dann nach vorne an den Strand gegangen um die Beiden zu verabschieden. Es war schon irgendwie traurig. Jetzt sind alle weg! Zumindest alle Leute, mit denen ich etwas zu tun hatte. Die ganzen Angestellten kamen auch schon zu mir und meinten, dass ich jetzt die Einzige bin, die hier auf der Insel ist. „All your friends are gone“! Und so war es ja auch. Aber so lange bin ich ja auch nicht mehr hier. Ich werde es auch alleine irgendwie aushalten.

Am Strand habe ich mein Buch weiter gelesen und etwas gechillt. Gegen Sonnenuntergang bin ich noch mit einer Matratze raus ins Meer. Es war echt traumhaft. Anders kann man das nicht beschreiben. Auch der Strand war heute viel schöner als sonst. Irgendwie hat es gerade weniger Wasser, wodurch viel „Dreck“ entsorgt werden konnte. Die nächste Zeit wird es wahrscheinlich immer besser und besser werden. Davon werde ich wohl nicht mehr all so viel mitbekommen. Aber dennoch sieht man nun, dass es normalerweise hier nicht so aussieht. Gegen den Zyklon konnte eben keiner etwas unternehmen.

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Und dann ging auch schon die Sonne unter. Ich war irgendwie schon ein wenig traurig, jetzt ganz alleine hier zu sein. Wir haben uns wirklich super verstanden. Jetzt fange ich auch wieder mehr an, an zu Hause zu denken. Aber so ist es eben. Nachdem ich mich geduscht und fertig gemacht habe, bin ich auch schon zum Abendessen gegangen. Heute gab es Spaghetti Bolognese, Reis, Salat und Chicken mit Gemüse. An einem Tisch saß ein Mann alleine. Da habe ich mich eben dazu gesetzt. Die Dänen hatten einen Gruppentisch für sich. Es hat sich herausgestellt, dass der Mann aus Paris kommt und fast kein Englisch spricht. Echt! Gerade einmal „Hallo“ und „Tschüss“ hat er verstanden. Wie geht denn das bitte. Vor allem beim Reisen sollte man wirklich ein wenig englisch sprechen und verstehen können. Aber da wurde das typische Klischee über Franzosen mal wieder bestätigt.

Eigentlich war mein Französisch ja mal ganz gut. Deshalb habe ich versucht französisch mit ihm zu reden. Aber das fiel mir so schwer! Wirklich so schwer! Ich habe kein Wort rausbekommen. Mein Kopf ist gerade so auf Englisch getrimmt, dass ich nur noch auf Englisch und Deutsch denke. Französisch war wie aus meinem Kopf gelöscht. Die Unterhaltung war deshalb ziemlich miserabel. Zu Hause muss ich mich vielleicht wieder mehr mit dieser Sprache befassen. Es ist schon irgendwie Schade, wie schnell man alles vergisst wenn man es nicht ständig übt und verwendet. Das ist bei jedem Fach so, welches man in der Schule hatte. Aber wenn einem etwas wirklich wichtig ist, muss man es wohl selber anpacken und weiter üben.

Bevor ist ins Zimmer gegangen bin, habe ich mich weiter an der Rezeption über einen bestimmten Transport informiert. Da muss ich mir aber noch einmal mehr Gedanken drüber machen. Anschließend habe ich noch kurz mein Handy gecheckt und bin in meinen Raum gegangen. Dort konnte ich mich noch einem Blog widmen und ein Kapitel meines Buches lesen. Ich war aber schon wieder super müde. Wirklich was los, war draußen ja auch nicht. Deshalb bin ich auch einfach Schlafen gegangen. Nur noch eine Woche! Ich kann es wirklich nicht realisieren.

 

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