Part of the crazy family

Tag 140 – Fiji

Mein erster Tag auf Fiji. Die Essenszeiten sind ziemlich strickt. Frühstück ist um 8:00 Uhr. Wenn man dann nicht da ist, hat man Pech gehabt. Ich dachte eigentlich, dass ich nun jeden Tag so lange wie ich gerne möchte schlafen kann. Aber so ist es dann doch nicht. Ich habe mir auch schon überlegt, das Frühstück einfach ausfallen zu lassen. Bis um 13 Uhr, wenn es Mittagessen gibt, ist es dann aber doch ein wenig lange. Außerdem zahle ich ja dafür.

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Aufgestanden bin ich dennoch erst um 8:00 Uhr morgens. Heute morgen habe ich die Insel zum ersten Mal bei Tageslicht gesehen. Das Resort an sich finde ich eigentlich ganz schön. Alles ist dennoch suuuuper natürlich hergerichtet. Das kann man als positiv und negativ empfinden. Im Bad habe ich zum Beispiel gleich mal feststellen können, dass das Wasser nicht ging. Kein Wasser zum Zähne putzen, Gesicht und Hände waschen, geschweige denn zum Duschen. Ich habe nur gehofft, dass es nur an diesem Morgen liegt.
Das Frühstück an sich habe ich mir etwas besser und vielfältiger vorgestellt. Es gibt ganz einfach Cornflakes, Toast und Baked Beans. Etwas Obst ist auch noch dabei. Es ist schon ok. Aber wenn man in so einem Resort ist stellt man es sich dann doch etwas außergewöhnlicher vor.

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Anschließend habe ich mich fertig für den Strand gemacht. Nur blöd, dass ich fast keine Sonnencreme mehr habe. Die eine Tube wurde mir ja am Flughafen abgenommen. Auf Fiji ohne Sonnencreme! Das ist auch nicht das Wahre. Da muss ich mir definitiv noch etwas einfallen lassen.
Am Strand habe ich mir gleich eine Liege ausgesucht und es mir gemütlich gemacht. Das war auch schon nicht super einfach. Im Resort ist gerade eine riesige Jugendgruppe aus Dänemark. Die machen sich etwas breit. Mal sehen wie sich das so entwickelt. Ich habe dann aber doch ein ruhiges Plätzchen finden können. Dort konnte ich mein neues Buch anfangen zu lesen. Ohne das, wüsste ich wirklich nicht was ich hier den ganzen Tag machen soll. Der Strand hat mich zu Beginn ein wenig geschockt. Er ist so dreckig! Natürlich dreckig. Es liegt kein Müll oder so etwas herum. Die Hälfte des Strandes besteht aber einfach nur aus angeschwemmten Stöcken und Blättern. Nicht so schön! Später habe ich dann herausgefunden, dass das alles dem Zyklon vor einiger Zeit zu verdanken ist. Das ist wirklich Schade. Aber dafür kann das Resort ja nichts.

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Nachdem ich den morgen einfach nur gechillt habe, wollte ich die Insel etwas erkunden gehen. Aber das ging nicht wirklich! Ich hatte vor einfach ein wenig am Strand entlang zu laufen und so vielleicht um die Insel laufen zu können. Das war einfach nicht möglich. Das Wasser ragte zu weit ans Ufer. Auch auf der Insel selber kann man nicht wirklich laufen. Das einzigste was sich hier befindet ist das Resort. Ich habe wirklich nur gedacht: „Wie soll ich es hier eine Woche lang aushalten?“.
Das Coole aber ist, dass es wirklich richtig authentisch ist. Man fühlt sich definitiv nicht wie in einem künstlich angebauten Resort. Die Palmen wachsen eben da, wo sie waschen. Kreuz und quer! Das macht viel aus. Man muss nur aufpassen, von keine Kokosnuss geköpft zu werden.

Nach diesem kleinen Walk habe ich mich in eine Hängematte gelegt und mein Buch weiter gelesen. So stelle ich mir das Leben auf einer Insel vor. Man brauch sich um nichts einen Kopf machen. Theoretisch. Aber ich denke ja eh immer daran, wie ich meine Zeit sinnvoller verbringen könnte, was mich zu Hause erwartet, was ich als nächstes mache, wem ich zurückschreiben sollte, und und und! Hier hat man wieder zu viel Zeit zum Denken. Aber das wird sich die nächsten Tage hoffentlich ändern.

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Vorne an der Bar habe ich etwas das begrenzte WLAN ausnutzen können. Kurz darauf kam aber auch schon ein Mitarbeiter zu mir. Er hat mich gefragt, ob ich gerne ein Souvenir herstellen möchte. Da musste ich erstmal fragen, wie viel der Spaß denn kostet. Man weiß ja nie. Hier ist alles teuer! Als er aber meinte, dass es gratis sei, habe ich natürlich zugesagt. Auch die dänische Gruppe war dabei, sich aus der Kokosnussschale ein Armband oder eine Kette zu basteln. Wirklich kontaktfreudig waren die allerdings nicht. Die Idee fande ich trotzdem genial. Ich wusste gar nicht, dass das so einfach geht. Luke hat mir ein Stück Schale von der Kokosnuss abgesägt und zwei Löcher hineingebohrt. Danach konnte ich mit dem Schleifpapier anfangen, die äußere Schicht zu entfernen.

Unterbrochen wurde das Schleifen mit dem Mittagessen. Wenn die Köchin auf ein Holzstück trommelt weiß jeder, dass das Essen fertig ist. Es gab Brot, Salat, Rote Beete und eine Art Nudelauflauf mir Hähnchen. Aber auch eine Art Curry hatten sie. Das Essen war echt ok. Am Tisch habe ich zwei Mädels kennengelernt, die auch alleine reisen. Mit denen habe ich mich gleich super verstanden. Erin kommt aus Kanada und Mandy ebenfalls aus Deutschland. Es war wirklich nett, Leute zu treffen, die nicht in einer großen Gruppe oder als Familie reisen.

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Anschließend habe ich mich wieder meinem Armband gewidmet. Das habe ich mit Lukes Hilfe auch bald fertig bekommen. Echt eine schöne Erinnerung. Der weiter Tag verlief wieder ganz entspannt. Ich habe mein Buch weiter gelesen und zwei Blogs geschrieben. Die Zeit verging und verging. Zum Abkühlen bin ich kurz in den Pool gegangen. Danach ging es auch gleich unter die Frischwasserdusche. Ich genießen es echt ein eigenes Bad zu haben. Und unter Palmen habe ich bisher auch noch die geduscht. Echt irgendwie cool! Und sogar warmes Wasser hatte ich. Luxus!

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Pünktlich zum Sonnenuntergang war ich fertig. Das Wetter hat echt super mitgespielt, wodurch wir einen tollen Sonnenuntergang hatten. Das hat mich mehr als nur gefreut. Die Farben! Wirklich wunderschön.

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Und gleich darauf fand die Kava- Zeremonie statt. Ich hatte keine Ahnung von diesem Getränk. Eigentlich sieht es aus wie dreckiges Wasser oder Schlamm. Echt nicht appetitlich. In Fiji ist es allerdings das Nationalgetränk schlecht hin. Früher war Kava nur für den Häuptling bestimmt. Heute trinken es alle. Man muss einige Regeln befolgen, wenn man bei der Zeremonie teilnimmt. Das Getränk wird in einer großen Schale zubereitet. Fragt mich nicht, wie man das schon wieder nennt. Die braune Flüssigkeit wird dann in halbe ein Kokosnussschale gefüllt. Bevor man sie annehmen darf muss man einmal in die Hand klatschen. Vor dem Trinken sagt man einmal „Bula“! Wenn die Schale ausgetrunken ist sagen alle zusammen „Mada“. Das bedeutet, dass die Schale leer ist. Danach klatscht man dreimal in die Hände, um sich zu bedanken. Ich glaube keinem schmeckt diese Brühe wirklich. Ich fand es echt widerlich. Ich meine es ging. Aber für mich hat es einfach nach schlammigem Wasser geschmeckt. Das Gefühl danach im Mund fand ich nicht so super. Hier ist Kava schon fast eine Droge. Wenn man viel davon trinkt, werden die Lippen taub. Irgendwann dann die Nase bzw. das halbe Gesicht. Man muss es definitiv einmal probiert haben wenn man in Fiji ist. Mein Lieblingsgetränk wird es allerdings nicht. Trotzdem finde ich es cool, dass das Resort diese Rituale beibehält und den Touristen näher bring. Nach der Zeremonie heißt es, sei man kein Fremder mehr. Man gehört zur „Crazy family“!

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Das Abendessen heute war voll mein Ding. Es gab Reis, Gemüse und Fisch. Aber auch Fleisch, Brot und andere Dinge hatte es im Angebot. Ich war wirklich wunschlos glücklich damit.
Im Zimmer habe ich mich anschließend noch einem Blog gewidmet. Danach habe ich mich noch ein wenig zu den anderen nach draußen gesetzt. Die haben wieder alle Kava getrunken. Ich glaube das kann echt zur Sucht werden.

Im Zimmer habe ich dann nur noch etwas gelesen. Ich bin echt froh, dass ich heute einige Leute kennengelernt habe, mit denen ich mich gut verstehe. Jetzt habe ich viel weniger bedenken, dass es mir hier langweilig wird. Mal sehen, wie sich die nächsten Tage so entwickeln werden.

 

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