Good morning Vietnam

Tag 9 – Can Thó/ Ho Chi Minh

Auch heute begann der Tag wieder früh. Um 6 Uhr hätte der Wecker geklingelt. Allerdings hat die Nacht fast keiner wirklich geschlafen. Es war wirklich abendteuerlich. Da wir keine richtigen Türen hatten war es erstmal super laut. Dazu kamen die Geräusche der Ventilatoren. Außerdem waren die Matrazen echt extrem hart. Demnach ging es mir an dem Morgen auch nicht wirklich gut. Aber das ist hier fast normal, dass es immer einem nicht hundertprozentig geht. Man muss einfach auf so vieles achten, was Hygiene, Essen und Sicherheit angeht. Naja, aber es ging schon irgendwie.

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Nachdem Frühstück bei der Familie sind wir um 7 Uhr nach Can Tho Stadt aufgebrochen um den floating market zu besichtigen. Dort kommt man logischerweise nur mit dem Boot hin. Zudem findet dieser Markt nur früh morgens statt. Mittags wäre es viel zu heiß.

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Die ganzen Einheimischen zu beobachten war super interessant. So etwas gibt es bei uns ganz bestimmt nicht. Auf dem floating market wurde hauptsächlich Obst, Gemüse und typischen vietnamesischen iced Coffee mit Kondensmilch verkauft. Früher war es nicht möglich an Land zu verkaufen. Der Boden war zu schlammig, um mit dem Roller zu fahren. Heute ist es einfach eine Tradition.

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An den Markt an Land sind wir danach gegangen. Es gibt hier so viele Früchte und Gemüsesorten die ich noch nie gesehen habe. Das Highlight sind aber die Fauen mit den asiatischen Hüten gewesen.

Weiter ging es aber dann auch schon wieder mit dem Bus in die Hauptstadt Vietnams. Früher wurde sie Saigon genannt, heute ist sie aber auch unter dem Namen Ho Chi Minh Stadt bekannt. Davor ist uns noch gar nicht aufgefallen, dass es in Vietnam gar keine TukTuks mehr gibt. Hier fährt man ausschließlich mit dem Roller, Auto, Bus oder Taxi.

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Nachdem wir das Gepäck abgestellt hatten ging es gleich zum Mittagessen. Die vietnamesische Küche zählt zu den besten    der Welt. Gestartet haben wir natürlich mit der so bekannten Nudelsuppe Phó. Wir sind in das super bekannte Lokal gegangen, indem auch Bill Clinton zu Besuch war. Unsere Phó konnten wir mit Hühnchen, Rind, Meeresfrüchten oder vegetarisch mit Tofu haben. Allgemein besteht sie aus Reisnudeln, Brühe, Gemüse und Fleisch/Meeresfrüchte/Tofu. Dazu konnte sich jeder Koriander, Limette, Mungobohnen, eine Art Basilikum und Chili nehmen, um die Suppe weiter aufzupeppen. Sie war wirklich super gut, total frisch und typisch vietnamesisch. Man sagt auch das die Vietnamesen deswegen nie krank sind und sehr alt werden. Hier wird die Suppe auch zum Frühstück gegessen.

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Danach gab es einen kleinen Orientierungswalk. In einer Großstadt ist das aber fast unmöglich zu wissen wo man sich gerade befindet.

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Kurz darauf sind wir in kleinen Gruppen weiter die Stadt erkunden, shoppen oder relaxen. Nachdem wir eingecheckt haben sind wir in das Museeum zum Vietnamkrieg gegangen. Eigentlich bin ich echt kein Geschichtstyp. Dennoch gehört es irgendwie zu der Geschichte Vietnams dazu. Das Museeum fand ich überraschend gut. Es gab viel zu sehen. Auch die Bilder waren zum Teil echt beeindruckend. Ein Bild kam mir vom Geschichtsunterricht her bekannt vor.

Nachdem wir uns dann frisch gemacht hatten ging es weiter zur Skybar. Die Dusche hatten wir auch bitter nötig. Ich habe mich wie deep fried sticky rice gefühlt. Die Aussicht war einfach der Hammer. Wir haben echt nicht damit gerechnet. Aber es war wirklich so cool. Von oben sieht die beleuchtete Stadt so edel und wunderschön aus.

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Nach einem Drink ging es zum Streetfood crawl. So viel leckeres Essen auf einem Fleck. Da muss man sich erst einmal entscheiden. Für mich gab es Fresh Springrolls, bei uns auch unter Sommerrollen bekannt. Morgen Mittag werden wir vllt wieder hingehen. Da gibt es noch so vieles zum ausprobieren.

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Der Tag heute war wirklich ereignisreich. Wir haben so viel gesehen und erlebt. Mal sehen was morgen noch so passiert.

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Einfach los ist nicht – die Vorbereitungen!

Wie ich mich auf die große Reise vorbereite…

Einfach los und ab geht das Abenteuer!
Naja.. auch wenn man es sich vielleicht so wünscht. So einfach ist es dann doch nicht! Denn bevor man wirklich los zieht, um die Welt zu entdecken, muss einiges erledigt werden.

Klar, als erstes sollte man sich überlegen, wohin die Reise überhaupt gehen soll. Wann und wie lange möchte ich unterwegs sein?  Will man lieber alleine oder zu Zweit die Welt unsicher machen? Bucht man das ganze über eine Organisation oder auf eigene Faust? Und wie möchte man den ganzen Spaß überhaupt finanzieren?
Viele viele Fragen, die erst den Anfang der gesamten Vorbereitung darstellen.

Das Leben ist zu kurz für irgendwann!

Wieso ich alleine auf Weltreise gehe…

Je näher die Reise rückt und je mehr Menschen in meinem Umfeld davon erfahren, desto öfter wird mir die Frage gestellt wieso ich alleine verreisen möchte. Wieso alleine? Wieso so weit weg? Wieso so lange? Und wieso jetzt?

Wenn ich Bekannten und Freunden von meinen Plänen erzähle, sind die Reaktionen wirklich sehr verschieden. Personen, die selber die Erfahrung gemacht haben, es selber vorhaben oder es sich wünschen, sind super begeistert. Die meisten anderen aber, die sich es selber nicht vorstellen können oder auch nicht zutrauen, sind skeptisch und überrascht.Ein Mädchen ganz alleine auf Reisen. Bist du verrückt? Das ist doch viel zu gefährlich!“

Klar, ich kann beide Seiten verstehen.
Die einen denken an die tollen Erlebnisse, die Erfahrungen, das Abenteuer, an die einmalige und unvergessliche Zeit.
Die Anderen aber sehen die Gefahren, die Ängste, das Alleinsein, die lange Zeit und die Distanz von zu Hause. Um ehrlich zu sein machen mir diese Menschen keinen großen Mut. Machen sie sich nur Sorgen? Gönnen sie es einem nicht? Oder trauen sie es mir nicht zu? Klar, wenn ich bis zu 18000 Kilometer von zu Hause entfernt bin, bin ich auf mich alleine gestellt. Da kann keiner neben mir stehen und Händchen halten, mich beschützen.
Es ist schwierig…
Aber davon sollte man sich nicht entmutigen lassen!